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Dorma Rauchschalterplatine G-EMR — Original-Ersatzteil für Feststellanlagen
Kurz & Knapp
- Original Dorma Austausch-Rauchmeldeeinheit (Platine mit integrierter Messkammer)
- Passt in alle Dorma Gehäuse: RMZ, G-EMR (120°/140°) und G-SR-EMR (Contur Design)
- Aktuelle Platinen-Generation — Abschlusswiderstand 43 kΩ (ersetzt alte 121 kΩ)
- Pflichtaustausch nach 8 Jahren Betriebszeit gemäß DIN 14677
- 43-kΩ-Abschlusswiderstände führt Dorma als eigenes Ersatzteil (10er Beutel)
- Optisches Streulichtverfahren nach EN 54-7
Produktbeschreibung
Die dormakaba Rauchschalterplatine G-EMR ist das zentrale elektronische Ersatzmodul zur Instandsetzung und Modernisierung von dormakaba Feststellanlagen. Als technologisches Herzstück der Anlage übernimmt diese Platine die Auswertung der Brandkenngrößen nach dem Streulichtprinzip (optischer Rauchmelder nach EN 54-7) und steuert im Alarmfall das sichere Schließen von Feuer- und Rauchschutztüren.
Dieses Original-Ersatzteil dient als Retrofit-Kit und ist kompatibel mit der externen dormakaba Rauchmeldezentrale RMZ (Sturzmontage), der in Gleitschienen integrierten G-EMR (einflügelig, 120° und 140°) sowie dem Schließfolgeregler G-SR-EMR (zweiflügelig). Für Haustechniker und technische Einkäufer lässt sich mit dem Austausch dieses Bauteils die Betriebserlaubnis einer Feststellanlage gemäß DIN 14677 verlängern, ohne das gesamte Gehäuse oder die mechanische Peripherie demontieren zu müssen.
Wichtiger Hinweis für Elektriker (Retrofit): Bei diesem Ersatzteil handelt es sich um die aktuelle Platinen-Generation. Der erforderliche Abschlusswiderstand für externe Komponenten ändert sich von ehemals 121 kΩ auf 43 kΩ. Die Widerstände müssen zwingend in allen angeschlossenen externen Komponenten (Handtaster, Deckenmelder) getauscht werden — Dorma führt den 43-kΩ-Widerstand als eigenes Ersatzteil (10er Beutel), um Störmeldungen zu vermeiden.
In diesen Systemen steckt diese Platine
Die Dorma Rauchschalterplatine G-EMR ist die identische Rauchmeldeeinheit in allen Dorma Feststellanlagen im Contur Design. Bei folgenden Systemen ist sie die Detektionseinheit, die nach 8 Jahren gemäß DIN 14677 getauscht werden muss:
| System | Art.-Nr. | Typ | Beschreibung |
|---|---|---|---|
| Dorma RMZ | 64800001 | Rauchmeldezentrale | Externe Zentrale für Sturzmontage — steuert EM 500, TS 99 FL und andere Feststellvorrichtungen |
| G-EMR 120° | 64030001 | Gleitschiene einflügelig | Gleitschiene mit integrierter Feststellung (80°–120°) und Rauchmelder für TS 93 |
| G-EMR 140° | 64070001 | Gleitschiene einflügelig | Gleitschiene mit integrierter Feststellung (80°–140°) und Rauchmelder für TS 93 |
| GSR-EMR 2 | 64235001 | Schließfolgeregler zweiflügelig | Feststellung im Stand- und Gangflügel mit integriertem Rauchmelder |
| G-EMR XEA | 57070001 | Gleitschiene XEA Design | Gleitschiene mit Rauchmelder im XEA Design für TS 98 XEA |
Vorteile & Besonderheiten
- Universal-Ersatzteil — eine Platine für alle Dorma Feststellanlagen-Gehäuse (RMZ, G-EMR 120°/140°, G-SR-EMR)
- Wirtschaftliche Instandsetzung — nur die Detektionseinheit wird getauscht, Gehäuse und Peripherie bleiben erhalten
- Retrofit — 43-kΩ-Abschlusswiderstände als eigenes Dorma-Ersatzteil (10er Beutel)
- Optischer Streulichtmelder — bewährtes Detektionsprinzip nach EN 54-7
- Integrierte Diagnose — zwei LEDs zeigen Betriebsstatus, Wartungsbedarf und Fehlerzustände
- 4 DIP-Schalter — konfigurierbar für Reset-Verhalten, Topologie, Deckenmelder und Handtaster
- Fail-Safe — Ruhestromprinzip: bei Stromausfall oder Alarm schließen die Türen selbsttätig
- Funksystem-kompatibel — über Funkmodul FM-AP mit kabellosen Meldern erweiterbar
Kompatibilität
Die Platine ist als Universal-Ersatzteil für das gesamte Dorma Feststellanlagen-System konzipiert:
| Komponente | Kompatibilität |
|---|---|
| Systemgehäuse | RMZ, G-EMR 120°, G-EMR 140°, G-SR-EMR — alle im Contur Design |
| Türschließer | TS 93 EMR, TS 93 GSR-EMR, TS 92 |
| Freilauftürschließer | TS 99 FL, TS 99 FLR, TS 99 FLR-K, TS 97 FLR-K XEA |
| Elektromagnete | EM 500 G, EM 500 U, EM 500 A (über RMZ angesteuert) |
| Deckenrauchmelder | RM-N (kabelgebunden), RM-F (Funk, über FM-AP) |
| Funkmodul | FM-AP zur Einbindung drahtloser Melder (RM-F, HT-F) |
| Handtaster | HT-AP, HT-UP (kabelgebunden), HT-F (Funk) |
| Altanlagen | Ersetzt die Vorgänger-Platine (121 kΩ) — Widerstandswechsel beachten |
Austauschanleitung
Die Installation ist ein Eingriff in eine bauaufsichtlich zugelassene Feststellanlage und darf nur von geschulten Fachkräften (Elektrofachkraft / Sachkundiger nach DIN 14677) durchgeführt werden.
Schritt-für-Schritt Platinentausch
- Sicherheitsabschaltung: 230-V-Zuleitung der Anlage spannungsfrei schalten (Sicherungsautomat / Netzstecker ziehen).
- Zugang: Verkleidung bzw. Abdeckhaube der RMZ oder der Gleitschiene entfernen.
- DIP-Schalter dokumentieren: Einstellungen der alten Platine notieren (DIP 1–4).
- Demontage: Alte Platine aus den Halteklammern lösen und alle Steckverbindungen vorsichtig abziehen.
- Einbau: Neue Platine in das Gehäuse einklicken und Steckverbindungen wiederherstellen.
- DIP-Schalter übertragen: Dokumentierte Einstellungen auf der neuen Platine setzen.
- Spannung einschalten: Reset-Taster betätigen, um DIP-Einstellungen zu bestätigen.
- Funktionsprüfung: Prüfgas (z. B. Hekatron 918/5) aus 10–15 cm Entfernung stoßweise in die Messkammer sprühen — Alarm muss ausgelöst werden.
Retrofit-Maßnahmen (Widerstandswechsel)
Beim Austausch einer alten Platine (121 kΩ) gegen die aktuelle Generation müssen zwingend Anpassungen an der Peripherie vorgenommen werden:
- Externe Geräte identifizieren: Alle angeschlossenen Handauslösetaster (HT) und Deckenrauchmelder (RM-N) erfassen.
- Alte Widerstände entfernen: 121-kΩ-Abschlusswiderstände aus diesen Geräten ausbauen.
- Neue Widerstände einsetzen: 43-kΩ-Abschlusswiderstand in das letzte Gerät der jeweiligen Linie einsetzen.
- Reset durchführen: Nach Einschalten der Spannung den Reset-Taster auf der Platine betätigen.
- Linienüberwachung prüfen: LED 2 (gelb) darf nicht blinken — blinkt sie, ist ein Widerstand falsch oder fehlt.
Fehlercodes und LED-Diagnose
Die Platine kommuniziert den Betriebsstatus über zwei LEDs. Die korrekte Interpretation ist entscheidend für die Fehlersuche:
| LED | Zustand | Bedeutung |
|---|---|---|
| LED 1 (Betrieb) | Grün dauerhaft | Normalbetrieb — System OK |
| LED 1 (Betrieb) | Rot dauerhaft | Alarm ausgelöst (Rauch erkannt oder Handauslösung) |
| LED 1 (Betrieb) | Grün blinkend | Wartezustand — manueller Reset erforderlich (DIP 1 = ON) |
| LED 2 (Service) | Gelb blinkend | Wartung fällig, Verschmutzung oder Störung (Drahtbruch). Häufigste Ursache nach Platinentausch: falscher Widerstand 121 kΩ statt 43 kΩ in der Peripherie |
| LED 2 (Service) | Gelb dauerhaft | Austauschfrist nach DIN 14677 erreicht — Platine muss erneuert werden |
| LED 1 + LED 2 | Beide blinkend | DIP-Schalter wurden verändert — Bestätigung durch Reset-Taster auf der Platine erforderlich |
DIP-Schalter — die vier Einstellungen im Überblick
Auf der Platine sitzen vier DIP-Schalter. Sie legen fest, ob die Anlage nach Rauchfreiheit selbsttätig zurückschaltet oder von Hand zurückgesetzt wird (DIP 1), in welcher Topologie die Melder verdrahtet sind (DIP 2), ob ein Deckenmelder mitläuft (DIP 3) und ob ein Handtaster angeschlossen ist (DIP 4). Änderungen werden erst nach Betätigung des Reset-Tasters übernommen.
Zwei Einstellungen sind keine Geschmacksfrage: Bei Freilauftürschließern und in Fluchtwegsystemen ist der manuelle Reset zwingend (DIP 1 auf ON), und bei Haftmagneten sowie Freilauftürschließern ist ein Handtaster vorgeschrieben (DIP 4 auf ON).
Die vollständige Belegung mit allen Schalterstellungen steht in der Technischen Erklärung: Dorma RMZ DIP-Schalter — Belegung aller vier Schalter
Technische Daten
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Produktart | Austausch-Rauchmeldeeinheit (Platine mit Messkammer) |
| Detektionsprinzip | Optisches Streulichtverfahren (Streulichtmelder) nach EN 54-7 |
| Betriebsspannung | 24 V DC (intern versorgt über Netzteil der Feststellanlage) |
| Gesamtausgangsleistung | Max. 9,8 W für angeschlossene Feststellvorrichtungen |
| Abschlusswiderstand (aktuelle Generation) | 43 kΩ |
| Abschlusswiderstand (Vorgänger) | 121 kΩ — muss bei Retrofit in Peripherie ersetzt werden |
| Schutzart | IP30 |
| Betriebstemperatur | -20 °C bis +40 °C |
| Relative Feuchte | Max. 93 % (nicht kondensierend) |
| Potentialfreier Wechsler | Kleinspannung (SELV), 24 V AC/DC, 1 A |
| Nutzungsdauer Rauchmeldeeinheit | 8 Jahre (Pflichtaustausch nach DIN 14677) |
| DIP-Schalter | 4 Stück (Reset-Verhalten, Topologie, Deckenmelder, Handtaster) |
| Normenkonformität | EN 54-7, DIN 14677, DIN EN 1155, Bauartgenehmigung Z-6.500-2372 |
Normen & Zulassungen
| Norm / Zulassung | Bedeutung |
|---|---|
| DIBt Z-6.500-2372 | Bauartgenehmigung als Feststellanlage (gültig bis 25.01.2029) |
| DIBt Z-6.510-2366 | Zulassung der Gerätekombinationen RMZ und G-SR EMR |
| DIBt Z-6.510-2367 | Zulassung der Gerätekombination G-EMR |
| DIN EN 1155 | Feststellvorrichtungen für Drehflügeltüren |
| DIN EN 54-7 | Optischer Rauchmelder — Streulichtverfahren |
| DIN EN 54-25 | Bestandteile mit Funkverbindung |
| DIN 14677 / DIN 14677-1 | Instandhaltung von Feststellanlagen (Wartungsintervalle, Pflichtaustausch) |
| EN 14637 | Schlösser und Baubeschläge — Feststellanlagen für Drehflügeltüren |
| CE-Konformität | Bauproduktenverordnung |
| RED (2014/53/EU) | Funkgeräterichtlinie (bei Einsatz mit FM-AP) |
| RoHS (2011/65/EU) | Beschränkung gefährlicher Stoffe |
Wartung nach DIN 14677
Die Instandhaltung von Feststellanlagen ist sicherheitskritisch. Die DIN 14677 definiert drei Prüfstufen:
| Intervall | Durchführung | Maßnahmen |
|---|---|---|
| Monatlich | Betreiber (nach Einweisung) | Funktionsprüfung: Rauchauslösung per Prüfgas, Türschließung kontrollieren, LED-Status prüfen |
| Vierteljährlich | Betreiber (nach 12 fehlerfreien Monatsprüfungen) | Wie monatlich — Intervall darf erst nach nachgewiesener Zuverlässigkeit verlängert werden |
| Jährlich | Fachkraft (Sachkundiger) | Vollständige Inspektion, Prüfbuch-Eintrag, Sichtprüfung Messkammer, Funktionsprüfung aller Linien |
| Alle 8 Jahre | Fachkraft | Pflichtaustausch der Rauchmeldeeinheit (diese Platine) — gelbe Dauer-LED signalisiert Fälligkeit |
Prüfgas-Anwendung: Geeignetes Prüfaerosol (z. B. Hekatron 918/5) aus 10–15 cm Entfernung stoßweise in die Messkammer sprühen. Die Messkammer darf nicht geöffnet oder mit Druckluft ausgeblasen werden — bei starker Verschmutzung ist ein Austausch erforderlich.
Abnahmeschild: Nach erfolgreicher Abnahmeprüfung ist ein Prüfschild (105 × 52 mm) an der Anlage anzubringen. Das Prüfbuch sollte am Betriebsort vorgehalten werden.
Wartungsanzeige zurücksetzen: Die gelbe LED (Serviceanzeige LED 2) meldet fällige Wartung, aber ebenso Verschmutzung oder eine Störung — welche Meldung gemeint ist, zeigt die Blinkart laut Montageanleitung. Eine fällige Wartung erlischt nicht von selbst: erst warten, dann quittieren. Wie das bei den einzelnen Dorma-Baugruppen geht, steht Schritt für Schritt hier: Dorma RMZ Wartung zurücksetzen — Wartungsanzeige quittieren.
Kompatible Peripheriegeräte
Die folgenden Geräte werden an die Platine angeschlossen und erweitern das Rauchmeldesystem:
| Gerät | Art.-Nr. | Anschluss | Einsatz |
|---|---|---|---|
| RM-N Deckenrauchmelder | 64830900 | Kabelgebunden (DIP 3 = ON) | Pflicht bei Sturzabstand > 1 m — 2 Stück pro Verpackung |
| FM-AP Funkmodul | 57290001 | Kabelgebunden an Platine | Funkempfänger für kabellose RM-F und HT-F |
| RM-F Funkrauchmelder | 57280011 | Funk (über FM-AP) | Kabelloser Deckenmelder — ideal für Nachrüstung und Denkmalschutz |
| HT-F Funkhandtaster | 57300011 | Funk (über FM-AP) | Kabellose manuelle Auslösung (DIP 4 = ON) |
| Hekatron ORS 142 | — | Kabelgebunden | Kompatibler Deckenrauchmelder (Fremdmelder) |
| Hekatron TDS 247 | — | Kabelgebunden | Kompatibler Wärmemelder für spezielle Umgebungen |
Verwandte Ersatzteile & Pflichtdokumentation
| Ersatzteil | Art.-Nr. | Wann benötigt? |
|---|---|---|
| Netzteilplatine G-EMR | 9900064001400 | Bei defektem Netzteil (24 V DC Versorgung) — nur für aktuelle Baureihe — Typenschild „243898“ auf der Netzteil-Abdeckung |
| Gleitstück G-EMF/G-EMR | 9900064001200 | Mechanischer Verschleiß am Gleitschienen-Schlitten |
| Kabel GSR-EMF/GSR-EMR | 9900064004500 | Verbindungskabel für zweiflügelige Schließfolgeregler |
| Schraube zum Gleitstück | 9900064007200 | Befestigungsschraube für Gleitstück (Verschleißteil) |
| Zulassungsschild | 5661345532 | Pflicht-Typenschild nach DIBt-Zulassung |
| Prüfbuch Feststellanlagen | 5372645532 | Pflichtdokumentation nach DIN 14677 — sollte am Betriebsort vorgehalten werden |
Rauchschalterplatine vs. Netzteilplatine — welches Ersatzteil brauchen Sie?
Jede Dorma Feststellanlage im Contur Design enthält zwei Platinen. Anhand der Symptome erkennen Sie, welche getauscht werden muss:
| Rauchschalterplatine G-EMR (dieses Produkt) | Netzteilplatine | |
|---|---|---|
| Funktion | Raucherkennung (Streulichtmelder) + Steuerung der Feststellvorrichtung | Spannungsversorgung 230 V AC → 24 V DC |
| Typisches Symptom bei Defekt | Gelbe LED blinkt oder leuchtet dauerhaft, Fehlalarm, keine Raucherkennung | Keine LED-Anzeige, Feststellvorrichtung hält nicht, komplett tot |
| Pflichtaustausch | Alle 8 Jahre (DIN 14677) | Nur bei Defekt |
| DIP-Schalter / Konfiguration | Ja — 4 DIP-Schalter auf dieser Platine | Nein — keine Konfiguration nötig |
| Widerstandswechsel nötig? | Ja — 43 kΩ statt 121 kΩ bei Retrofit | Nein |
| Art.-Nr. | 9900064001300 | 9900064001400 |
Nur das Typenschild „DORMA NT 243898“ oder „243898“ gefunden? Wer bei einer RMZ, G-EMR oder GSR-EMR die Aluminium-Verkleidung abnimmt, sieht als Erstes dieses Schild — an den Gleitschienen G-EMR und GSR-EMR mit „DORMA NT 243898“ beschriftet, an der RMZ nur mit „243898“ — deshalb wird die Rauchmeldeeinheit oft als „Raucherkennungseinheit Dorma NT 243898“ angefragt, manchmal auch als „Art.-Nr. 243898“ der ganzen Anlage. Eine Bestellnummer ist 243898 nicht: In der Dorma-Preisliste und der Ersatzteilliste steht sie nicht. Das Schild sitzt auf der Netzteil-Abdeckung und beschreibt das Netzteil (230 V AC → 24 V DC / 460 mA) — nicht die Rauchschalterplatine. Im selben Gerät steckt außerdem diese Rauchschalterplatine: Sie ist das Teil, das nach 8 Jahren getauscht wird (DIN 14677) und das bei gelber LED meist die Ursache ist. Ist dagegen das Netzteil selbst defekt, brauchen Sie die Netzteilplatine G-EMR.
Tipp: Messen Sie die Ausgangsspannung am Netzteil: liefert es stabile 24 V DC, ist das Netzteil in Ordnung und die Rauchschalterplatine ist die Ursache. Keine Spannung → Netzteil tauschen.
Welche Ausführung habe ich? — das Typenschild lesen
Auf dem Rauchschalter steht die Herstellerbezeichnung DORMA RS und darunter eine Artikelnummer, die mit 243897 beginnt. Die Ziffernfolge dahinter (.02175 oder .03175) entscheidet, wie die Leitungsüberwachung ausgeführt ist:
| Aufdruck auf dem Rauchschalter | Leitungsüberwachung |
|---|---|
| DORMA RS 243897.02175 | über das Widerstandsset |
| DORMA RS 243897.03175 | über den Magneten |
Der Magnet wird in den Sockel des letzten Rauchschalters eingeschraubt und lässt sich nur in Verbindung mit dem Rauchmelder ORS 142 verwenden; je überwachtem Stich ist ein Magnet vorzusehen.
Häufig gestellte Fragen
Warum blinkt die gelbe LED nach dem Einbau der neuen Platine?
Dies deutet auf einen falschen Abschlusswiderstand hin. Die aktuelle Platinen-Generation arbeitet mit 43 kΩ. Wenn in den externen Handauslösetastern oder Deckenrauchmeldern noch die alten 121-kΩ-Widerstände verbaut sind, erkennt die Anlage dies als Leitungsfehler. Tauschen Sie die Widerstände und führen Sie einen Reset durch.
Was bedeutet es, wenn die gelbe LED an der Dorma Rauchschalterplatine G-EMR blinkt?
Die gelbe Serviceanzeige LED 2 blinkt bei fälliger Wartung, bei Verschmutzung des Rauchmelders und bei einer falschen Verdrahtung zum Rauchmelder oder Handtaster; eine Störung kann sie auch mit Dauerlicht anzeigen. Leuchtet LED 2 dauerhaft, kann außerdem die Austauschfrist der Rauchmeldeeinheit erreicht sein — sie ist nach DIN 14677 nach 8 Jahren zu tauschen.
Wann muss die Rauchschalterplatine ausgetauscht werden?
Gemäß DIN 14677 nach 8 Jahren Betriebszeit. Die Anlage signalisiert den Zeitpunkt durch dauerhaftes Leuchten der gelben LED (LED 2). Unabhängig davon muss bei starker Verschmutzung der Messkammer vorzeitig getauscht werden.
Ich finde an meiner Anlage nur das Typenschild „DORMA NT 243898“ — welches Ersatzteil brauche ich?
Meist diese Rauchschalterplatine. Das Schild sitzt auf der Netzteil-Abdeckung von RMZ, G-EMR und GSR-EMR — an den Gleitschienen G-EMR und GSR-EMR mit „DORMA NT 243898“ beschriftet, an der RMZ nur mit „243898“ — und ist das Erste, was man nach dem Abnehmen der Aluminium-Verkleidung sieht. Es beschreibt das Netzteil (Eingang 230 V AC, Ausgang 24 V DC / 460 mA / 11 W) — eine Bestellnummer ist 243898 nicht, in der Dorma-Preisliste und der Ersatzteilliste steht sie nicht. Dorma führt für diese Geräte zwei Ersatzteile: die Rauchschalterplatine 9900064001300, die nach 8 Jahren getauscht wird (DIN 14677), und die Netzteilplatine 9900064001400 für ein defektes Netzteil.
Wie wird die Wartungsanzeige der Dorma Rauchschalterplatine G-EMR zurückgesetzt?
Nach der Wartung über zwei Lötpunkte auf der Platine: Laut Dorma-Serviceblatt werden sie zur Quittierung der Wartung ca. 5 Sekunden miteinander verbunden. Die gelbe LED blinkt dann zur Bestätigung und geht danach aus. Fällig ist die Wartung, wenn die gelbe LED blinkt. Prüfungen und Wartungen darf nur ein Fachmann oder eine dafür ausgebildete Person ausführen; Umfang, Ergebnis und Zeitpunkt werden aufgezeichnet. Das Serviceblatt gilt für RMZ, G-EMR, G-SR EMR, TS 99 FLR-K und RM-ED.
Wo finde ich die Bedienungsanleitung zur Dorma Rauchschalterplatine G-EMR?
In der Montageanleitung des Geräts, in dem die Platine sitzt: für die RMZ WN 058994, für die Gleitschiene G-EMR 120° WN 059004 und für die G-EMR 140° WN 059008. Dort stehen die Funktionen der LEDs, die DIP-Schalter und der Hinweis, dass die Rauchmeldeeinheit nach DIN 14677 nach 8 Jahren zu tauschen ist. Das Quittieren der Wartungsanzeige beschreibt das Dorma-Serviceblatt Wartung/Service WN 057234, die Anschlusspläne der RMZ stehen im Blatt WN 059357.
Was ist der Unterschied zwischen der alten und neuen Platine?
Die neue Platine (erkennbar am weißen Gehäuseblock) nutzt eine 43-kΩ-Linienüberwachung. Die alte Platine (offene Bauweise) nutzte 121 kΩ. Sie sind mechanisch kompatibel, erfordern aber den Tausch der Widerstände in der Peripherie.
In welchen Gehäusen kann die Platine eingesetzt werden?
In allen Dorma Feststellanlagen-Gehäusen im Contur Design: RMZ (Sturzmontage), G-EMR 120° und G-EMR 140° (Gleitschiene einflügelig) sowie G-SR-EMR (Schließfolgeregler zweiflügelig).
Wann sind zusätzliche Deckenrauchmelder notwendig?
Wenn der Abstand zwischen Sturzunterkante und Decke mehr als 1 Meter beträgt — auch wenn nur auf einer Türseite. Dann müssen zwei RM-N an der Decke installiert und an die Platine angeschlossen werden (DIP 3 auf ON).
Wie muss die Platine bei Freilauftürschließern konfiguriert werden?
Bei TS 99 FL oder anderen Freilauftürschließern ist manueller Reset vorgeschrieben: DIP-Schalter 1 auf ON. Die Tür darf nach Alarmauslösung nicht automatisch wieder feststellen, sondern muss per Taster freigegeben werden.
Was bedeuten gleichzeitig blinkende LEDs?
LED 1 und LED 2 blinken gleichzeitig, wenn DIP-Schalter nach der Inbetriebnahme verändert wurden. Einmal kurz den Reset-Taster auf der Platine drücken — damit werden die neuen Einstellungen gespeichert.
Dorma Rauchschalterplatine G-EMR: Was passiert bei Stromausfall?
Die Feststellanlage arbeitet nach dem Ruhestromprinzip: Bei Stromausfall werden die Feststellvorrichtungen stromlos geschaltet und die Türen schließen sicher durch die Kraft der Türschließer (Fail-Safe-Prinzip). Die Brandschutzfunktion ist damit auch ohne Strom gewährleistet.
Welches Prüfgas eignet sich für die Funktionsprüfung?
Geeignetes Prüfaerosol wie Hekatron 918/5. Stoßweise aus 10–15 cm Entfernung in die Messkammer sprühen. Kein Druckluft-Ausblasen — das beschädigt die optische Kammer und verfälscht die Kalibrierung.
Ist die Platine mit dem Dorma Funeo Funksystem kompatibel?
Ja. Über das Funkmodul FM-AP können drahtlose Funk-Rauchmelder (RM-F) und Funk-Handtaster (HT-F) an die Platine angebunden werden. Besonders geeignet für Nachrüstungen und denkmalgeschützte Gebäude.
Häufige Fragen zur Ersatzteil-Auswahl
Brauche ich die Rauchschalterplatine oder eine komplette RMZ?
Die Platine reicht aus, wenn Ihr Gehäuse (RMZ, G-EMR oder G-SR-EMR) mechanisch intakt ist und nur die Rauchmeldeeinheit getauscht werden muss — z. B. nach 8 Jahren oder bei defekter Detektion. Eine komplette RMZ benötigen Sie nur, wenn auch das Gehäuse, Netzteil oder die Anschlussklemmen beschädigt sind.
Kann ein Elektriker die Rauchschalterplatine G-EMR selbst tauschen?
Ja, wenn er als Fachkraft nach DIN 14677-2 qualifiziert ist — eine der Voraussetzungen dafür ist die Ausbildung als Geselle oder Facharbeiter in Elektrotechnik. Der Tausch ist ein Eingriff in eine bauaufsichtlich zugelassene Feststellanlage — die Durchführung muss im Prüfbuch dokumentiert werden.
Sind Hekatron-Melder mit der Rauchschalterplatine G-EMR kompatibel?
Ja. ORS 142 (kabelgebundener Deckenrauchmelder), ORS 155 F (Funkrauchmelder über FM 155 F), TDS 247 (Wärmemelder) und HAT 155 F (Funkhandtaster) sind mit der Platine kompatibel.
| Bauteilart: | Platine |
|---|---|
| Passend für: | G-EMR 120°/140°, G-EMR XEA, GSR-EMR 1/2/BG, RMZ, RMZ XEA, TS 93 EMR/GSR-EMR, TS 97 FLR-K XEA, TS 98 XEA EMR, TS 99 FLR/FLR-K |