Dorma Rauchschalterplatine G-EMR
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Dorma Rauchschalterplatine G-EMR (Original Ersatzteil)
Produktbeschreibung
Die Dorma Rauchschalterplatine G-EMR ist das zentrale elektronische Ersatzmodul zur Instandsetzung und Modernisierung von dormakaba Feststellanlagen. Als technologisches Herzstück der Anlage übernimmt diese Platine die Auswertung der Brandkenngrößen nach dem Streulichtprinzip (optischer Rauchmelder) und steuert im Alarmfall das sichere Schließen von Feuer- und Rauchschutztüren. Ein Defekt oder das Erreichen der maximalen Betriebszeit erfordert den sofortigen Austausch durch einen Sachkundigen, um die Schutzfunktion des Gebäudes zu gewährleisten.
Dieses Original-Ersatzteil dient als Retrofit-Kit und ist kompatibel mit der externen dormakaba Rauchschalterplatine RMZ (Sturzmontage) sowie der in Gleitschienen integrierten dormakaba Rauchschalterplatine für G-EMR. Auch in Schließfolgereglern mit integrierter Rauchmeldezentrale (G-SR-EMR) kommt dieses Modul zum Einsatz. Für Haustechniker und technische Einkäufer ist der Austausch dieses Bauteils die wirtschaftlichste Lösung, um die Betriebserlaubnis einer Feststellanlage gemäß DIN 14677 zu verlängern, ohne das gesamte Gehäuse oder die mechanische Peripherie demontieren zu müssen.
Bei diesem Ersatzteil handelt es sich um die aktuelle Platinen-Generation (Ersatz für Art. 5000596.0201). Dies bedingt eine technische Umstellung der Linienüberwachung. Der erforderliche Widerstand für externe Komponenten ändert sich von ehemals 121 kΩ auf einen Abschlusswiderstand 43 kOhm. Passende Widerstände sind im Lieferumfang enthalten und müssen zwingend in allen angeschlossenen externen Komponenten (Handtaster, Deckenmelder) getauscht werden, um Störmeldungen zu vermeiden.
Einsatzgebiete
- RMZ (Rauchmeldezentrale): Verwendung als Austauschmodul in der externen dormakaba Rauchschalterplatine RMZ für die Sturzmontage (Contur Design).
- G-EMR (Gleitschiene 1-flügelig): Einsatz in Gleitschienensystemen mit integrierter Rauchmeldeeinheit als Ersatz für die dormakaba Rauchschalterplatine G-EMR.
- G-SR-EMR (Schließfolgeregler 2-flügelig): Nutzung als Master-Steuereinheit in Schließfolgereglern für zweiflügelige Türen (Bandseite und Bandgegenseite).
- Ansteuerung von Peripherie: Geeignet für die Überwachung und Auslösung von externen Haftmagneten (EM) oder Freilauftürschließern (z. B. TS 99 FL), sofern diese über die Systemzentrale versorgt werden.
- Instandhaltung nach Norm: Dient zur gesetzlich vorgeschriebenen Erneuerung der Detektionseinheit in Bestandsanlagen nach Ablauf der Nutzungsdauer von 8 Jahren gemäß DIN 14677.
Kompatibilität
Die Platine ist als Universal-Ersatzteil für diverse Systeme aus dem Hause Dorma/dormakaba konzipiert:
- Systemgehäuse: Passt mechanisch in alle RMZ, G-EMR und G-SR-EMR Gehäuse im Contur Design.
- Peripheriegeräte: Kompatibel mit externen Deckenrauchmeldern (RM-N) und Handauslösetastern, sofern der Abschlusswiderstand 43 kOhm (im Lieferumfang) nachgerüstet wird.
- Türschließer-Systeme: Funktioniert in Kombination mit TS 93, TS 92 und ITS 96 Systemen, die über eine EMR-Gleitschiene verfügen.
- Altanlagen: Ersetzt die ältere Platinen-Generation unter Berücksichtigung des Widerstandswechsels (Retrofit).
- Dorma Funkmodul: Kompatibel mit dem Funkmodul FM AP zur Einbindung drahtloser Deckenmelder.
Technische Daten
| Produktart: | Austausch-Rauchmeldeeinheit (Platine mit Messkammer) |
| Betriebsspannung: | 24 V DC (intern versorgt über das Netzteil der Feststellanlage) |
| Abschlusswiderstand (NEU): | 43 kΩ (Zwingend erforderlich für externe Peripherie!) |
| Vorgänger-Widerstand (ALT): | 121 kΩ (muss bei Retrofit in externen Geräten ersetzt werden) |
| Gesamtausgangsleistung: | Max. 9,8 W für angeschlossene Feststellvorrichtungen |
| Detektionsprinzip: | Optisches Streulichtverfahren (Streulichtmelder) |
| Umgebungstemperatur: | -20°C bis +40°C |
| Normenkonformität: | Gemäß DIN 14677 (Instandhaltung), EN 54 Teil 7 |
Montageanleitung & Installation
Die Installation ist ein Eingriff in eine bauaufsichtlich zugelassene Feststellanlage und darf nur von geschulten Fachkräften (Elektrofachkraft / Sachkundiger) durchgeführt werden.
- Sicherheitsabschaltung: Schalten Sie die 230 V Zuleitung der Anlage spannungsfrei (Sicherungsautomat/Netzstecker ziehen).
- Zugang: Entfernen Sie die Verkleidung bzw. Abdeckhaube der RMZ oder der Gleitschiene.
- Demontage: Lösen Sie die alte Platine aus den Halteklammern und ziehen Sie alle Steckverbindungen vorsichtig ab.
- Vorbereitung (Wichtig): Überprüfen Sie die DIP-Schalter-Einstellungen der alten Platine und notieren Sie diese.
- Einbau: Clipsen Sie die neue Einheit in das Gehäuse ein ("click") und stellen Sie die Steckverbindungen wieder her.
Austauschanleitung: Wichtige Retrofit-Maßnahmen
Beim Austausch einer alten Platine (Art. 5000596.0201) gegen die neue Generation müssen zwingend Anpassungen an der Peripherie vorgenommen werden:
- Schritt 1: Identifizieren Sie alle angeschlossenen externen Geräte (Handauslösetaster HT, Deckenrauchmelder RM-N).
- Schritt 2: Entfernen Sie die alten Abschlusswiderstände (121 kΩ) aus diesen Geräten.
- Schritt 3: Setzen Sie den neuen Abschlusswiderstand 43 kOhm (im Lieferumfang enthalten) in das letzte Gerät der Linie ein.
- Schritt 4: Führen Sie nach dem Einschalten der Spannung einen Reset durch (siehe Abschnitt DIP-Schalter).
Wartung nach DIN 14677
Die Instandhaltung von Feststellanlagen ist sicherheitskritisch. Die DIN 14677 schreibt vor, dass die Rauchmeldeeinheit spätestens nach 8 Jahren ausgetauscht werden muss. Dies ist notwendig, da die optische Kammer einer natürlichen Alterung und Verschmutzung (Drift) unterliegt, was die Detektionssicherheit beeinträchtigt.
Das System zeigt das Erreichen dieser Austauschfrist durch das permanente Leuchten der gelben Service-LED (LED 2) an. Unabhängig vom Austausch muss die Anlage monatlich durch den Betreiber (Funktionsprüfung) und jährlich durch eine Fachkraft gewartet werden. Verwenden Sie zur Prüfung geeignetes Prüfgas, das aus 10-15 cm Entfernung stoßweise in die Kammer gesprüht wird. Die Messkammer darf nicht geöffnet oder mit Druckluft ausgeblasen werden, wenn sie stark verschmutzt ist – in diesem Fall ist ein Austausch erforderlich.
Fehlercodes und LED-Diagnose
Die Platine kommuniziert den Status über zwei LEDs:
- LED 1 (Betrieb - Grün/Rot):
- Grün dauerhaft: Normalbetrieb / System OK.
- Rot dauerhaft: Alarm ausgelöst (Rauch oder Handauslösung).
- Grün blinkend: Wartezustand auf manuellen Reset (bei DIP 1 = ON).
- LED 2 (Service - Gelb):
- Gelb blinkend: Wartung fällig, Verschmutzung oder Störung (Drahtbruch). (Häufige Ursache nach Tausch: Falscher Widerstand 121k statt 43k in der Peripherie!).
- Gelb dauerleuchtend: Austauschfrist gemäß DIN 14677 erreicht. Platine muss erneuert werden.
- Beide LEDs blinken: DIP-Schalter wurden verstellt. Bestätigung durch Drücken des Reset-Tasters auf der Platine erforderlich.
DIP-Schalter Konfiguration
Auf der Platine befinden sich 4 DIP-Schalter zur Anpassung an die baulichen Gegebenheiten. Hinweis: Änderungen werden erst nach Betätigung des Reset-Tasters übernommen.
| DIP | Funktion | OFF (Standard) | ON |
|---|---|---|---|
| 1 | Reset-Verhalten | Automatisch: Anlage schaltet bei Rauchfreiheit selbstständig zurück. | Manuell: Zwingend bei Freilauftürschließern (z.B. TS 99 FL) oder Fluchtwegsystemen. Reset per Taster nötig. |
| 2 | Topologie | 1 Stichbetrieb (Linie) | 2 Stichbetrieb (Stern) |
| 3 | Deckenmelder | Ohne Deckenmelder | Mit Deckenmelder (nötig bei Sturzabstand > 1m). |
| 4 | Handtaster | Ohne Handtaster | Mit Handtaster (vorgeschrieben bei Haftmagneten/Freilauf). |