- Türschließer
- Feststellanlagen
- Türdämpfer
- Türbeschläge
- Schiebetüren
- RWA und Lüftungstechnik
- Automatiktüren
- Sicherheitstechnik
GEZE Feststellanlagen — Brandschutztüren offen halten und im Alarmfall freigeben
- Eine Feststellanlage hält den Feuer- oder Rauchschutzabschluss im Alltag offen und schließt ihn selbsttätig, sobald ein Rauchschalter auslöst oder die Spannung ausfällt
- Alles aus dem GEZE-System FA GC 150: Rauchschalterzentralen RSZ 6 und RSZ 7, Rauchmelder GC 151 und GC 152, Funkkomponenten GC 171/172/175, Haftmagnete, Taster und Zubehör
- Türschließer mit Feststellung für ein- und zweiflügelige Türen — die Kürzel R, E, EFS, RFS und ISM bezeichnen die Funktion, nicht die Baugröße
- Montage über der Tür im Sturz, an der Wand oder an der Decke; Funkkomponenten dort, wo keine Leitung verlegt werden kann
- Feststellanlagen sind nur an Innenwänden zugelassen — für Außentüren gilt keine der Bauartgenehmigungen. Eine Anlage muss abgenommen und nach DIN 14677 instandgehalten werden
Wofür GEZE in dieser Gattung steht
GEZE führt seine Feststelltechnik als ein zusammenhängendes System unter der Bezeichnung FA GC 150, für das eine allgemeine Bauartgenehmigung des DIBt vorliegt. Das System ist modular: Dieselbe Rauchschalterzentrale trägt kabelgebundene und per Funk angebundene Melder, und es lässt sich mit allen GEZE-Feststellvorrichtungen kombinieren. Praktisch heißt das, dass eine bestehende Anlage erweitert werden kann, ohne die Zentrale zu tauschen.
Der zweite kennzeichnende Zug ist die Integration in den Türschließer selbst. Statt eines separaten Haftmagneten sitzt die Feststellung in vielen Fällen in der Gleitschiene — bei Baureihen wie dem TS 5000 und dem TS 4000 als E-, R-, EFS-, RFS- oder ISM-Ausführung. Der Rauchschalter kann dabei in der Zentrale über der Tür stecken, so dass eine vollständige Anlage aus wenigen Bauteilen über dem Türblatt besteht. Wo das nicht reicht, kommen Deckenmelder und Haftmagnete dazu.
Verwandte Kategorien
- Hekatron Feststellanlagen — Zentralen, Melder und Haftmagnete des zweiten großen Systems
- dormakaba Feststellanlagen — RMZ, EM 500 und die Türschließer mit EMF/EMR
- Haftmagnete — die Feststellvorrichtung für Türen ohne integrierte Feststellung
- Türschließer GEZE — dieselben Baureihen ohne Feststellfunktion
- Technische Erklärungen: Feststellanlagen — Aufbau, Abnahme und Instandhaltung im Detail
- GEZE im Schliessershop — der Hersteller und sein gesamtes Programm
GEZE TS 5000 R-ISM mit integrierter Schließfolgeregelung und Rauchmelder
1.188,81 €*
inkl. MwSt
999,00 €
zzgl. MwSt
GEZE TS 5000 L-IS - Türschließer mit integrierter Schließfolgeregelung
386,75 €*
inkl. MwSt
325,00 €
zzgl. MwSt
GEZE TS 5000 ISM mit integrierter mechanischer Schließfolgeregelung
473,62 €*
inkl. MwSt
398,00 €
zzgl. MwSt
GEZE TS 5000 EFS - Türblattmontage - Freilauftürschließer für Feststellanlagen
690,20 €*
inkl. MwSt
580,00 €
zzgl. MwSt
Wonach eine GEZE Feststellanlage zusammengestellt wird
Womit anfangen:
- 1-flügelige Feststellanlagen — Türschließer mit Feststellung für die einflügelige Tür: TS 5000 R, TS 4000 E, die Freilauf-Ausführungen EFS und RFS
- 2-flügelige Feststellanlagen — mit Schließfolgeregelung, etwa TS 5000 E-ISM und TS 5000 R-ISM
- Gleitschienen — R-Gleitschiene und R-ISM-Gleitschiene, in denen die Feststellung sitzt
- Rauchmelder und Zentralen — GC 151 im Sturz, GC 152 an der Decke, RSZ 6 und RSZ 7 als Rauchschalterzentrale
- Funkerweiterung FA GC 170 — Funkmodul GC 171, Funkrauchmelder GC 172, Funkeingabemodul GC 175
- Zubehör — Unterbrechertaster, Haftmagnete, Abnahmeset, Prüfbuch, Zulassungsschild
- Ersatzteile — E-Feststellung, Gleitsteine, Bowdenzüge, Anschlussplatinen
Was die Kürzel bedeuten: Die Buchstaben hinter der Baureihe bezeichnen die Funktion, nicht die Baugröße. Sie entscheiden darüber, ob eine externe Zentrale nötig ist.
| Kürzel | Funktion | Spannung | Externe Rauchschalterzentrale? |
|---|---|---|---|
| E | elektrische Feststellung, ohne eigenen Rauchschalter | 24 V DC | ja — RSZ 6 oder RSZ 7 |
| R | Feststellanlage mit integriertem Rauchschalter | 230 V AC | nein, die Zentrale ist Teil der Ausführung |
| EFS | elektrische Freilauffunktion, ohne integrierten Rauchschalter | 24 V DC | ja |
| RFS | Freilauf mit integriertem Rauchschalter | 230 V AC | nein |
| IS / ISM | integrierte Schließfolgeregelung für zweiflügelige Türen | — | je nach Kombination (E-ISM, R-ISM) |
| L | Montage auf der Bandgegenseite | — | — |
Im Freilauf ist die Tür im Normalbetrieb frei beweglich — es wirkt praktisch kein Schließmoment. Erst bei Alarm oder Stromausfall schließt der Schließer. Das ist die komfortabelste Lösung an Brandschutztüren in Pflege- und Bildungsbauten, weil sie die Anforderung an leichtes Öffnen nach DIN 18040 mit der Selbstschließung vereinbart.
Die Bausteine des Systems und was sie leisten:
| Komponente | Aufgabe | Daten |
|---|---|---|
| RSZ 7 | Rauchschalterzentrale mit integriertem Rauchschalter, ausfahrbar | 230 V AC ein / 24 V DC aus, 6,3 W, IP20, 346 × 30 × 55 mm; Teleskopfunktion überbrückt Sturzüberstände bis 30 mm; bis zu 2 zusätzliche Rauchschalter |
| RSZ 6 | kompakte Rauchschalterzentrale ohne Teleskopfunktion | 230 V AC ein / 24 V DC aus, IP20; für GC 151 und GC 152 |
| GC 151 | Raucherkennungsteil zur Sturzmontage, wird in RSZ 6 oder RSZ 7 eingesetzt | EN 54-7; für Einbausituationen mit wenig Platz über der Rauchkammer |
| GC 152 | optischer Deckenrauchmelder, komplett mit Sockel | 24 V DC, 20 mA, IP54, −5 bis +50 °C, EN 54-7; Leitungsüberwachung, Alarmschwellennachführung, selbstrückstellend |
| GC 171 | Funkmodul für die kabellose Erweiterung | 24 V DC, bis zu 6 Funkteilnehmer je Modul |
| GC 172 | Funkrauchmelder, batteriebetrieben | 3 V DC, ca. 8 Jahre Batterielaufzeit, EN 54-7 und EN 54-25 |
| GC 175 | Funkeingabemodul für Handauslösetaster oder potenzialfreien Kontakt | 3 V DC, ca. 5 Jahre Batterielaufzeit |
| AS 500 | Unterbrechertaster zur Handauslösung | 24 V DC, Abschlusswiderstand für die Leitungsüberwachung integriert; auch als Glasvariante |
| Haftmagnete | Feststellvorrichtung für Türen ohne integrierte Feststellung | IP65 am Magneten; Ausführungen aufliegend, Wandmontage mit Grundplatte und als Standrohr für Wand-, Decken- und Bodenmontage |
Für die Nachrüstung ohne Leitungsverlegung gibt es das Wireless Kit GC 170 aus Funkmodul GC 171 und zwei Funkrauchmeldern GC 172 — die Lösung für denkmalgeschützte Gebäude und für Decken, in die kein Kabel gelegt werden kann. Ein Praxisweg dorthin steht unter Feststellanlage nachrüsten.
Was rechtlich gilt
Eine Feststellanlage ist keine Komfortausstattung, sondern ein bauaufsichtlich geregeltes Bauteil. Vier Punkte entscheiden über die Zulässigkeit:
- Bauartgenehmigung — Das DIBt genehmigt die Bauart, und zwar nur für die darin aufgeführten Komponentenkombinationen. Wird ein Gerät durch eines ersetzt, das nicht in der Genehmigung steht, ist eine Neuabnahme fällig.
- Abnahme — Nach dem betriebsfertigen Einbau muss die Anlage abgenommen werden, und zwar durch Fachkräfte des Herstellers, von ihm autorisierte Fachkräfte oder eine vom DIBt benannte Prüfstelle. Die Abnahmeberechtigung ist personenbezogen. Den Nachweis führen Abnahmeset, Prüfbuch und Zulassungsschild.
- Instandhaltung nach DIN 14677 — monatliche Funktionsprüfung durch eine eingewiesene Person; nach zwölf fehlerfreien Monatsprüfungen darf auf vierteljährlich umgestellt werden. Dazu kommt die jährliche Fachprüfung durch eine Fachkraft nach DIN 14677-2. Sie ist keine Sichtkontrolle, sondern umfasst Auslösung, Feststellvorrichtung, Auslöseeinrichtung, Energieversorgung und die Dokumentation im Prüfbuch.
- Meldertausch nach 8 Jahren — optische Rauchschalter werden nach acht Jahren getauscht, unabhängig vom Zustand. Reinigen oder Öffnen ist nicht zulässig.
Weitere verbindliche Punkte aus den Bauartgenehmigungen: Feststellanlagen sind nur an Innenwänden zugelassen. In Flucht- und Rettungswegen sind ausschließlich optische Rauchschalter erlaubt, keine Thermoschalter. Die Klebemontage von Rauchmeldern ist normativ nicht zulässig — nur Schraubmontage. Türblätter dürfen für die Befestigung der Ankerplatte nicht durchbohrt werden. Den Netzanschluss darf nur eine Elektrofachkraft herstellen.
Zur Anzahl der Melder formulieren die Bauartgenehmigungen eine gemeinsame Regel: Der in einer Gerätekombination integrierte Rauchmelder genügt als alleiniger Sturzmelder nur dann, wenn die Deckenunterfläche beidseits höchstens 1,0 m über der Oberkante der Rauchdurchtrittsöffnung liegt und die lichte Türbreite 3,0 m nicht überschreitet. Sonst kommen zwei Deckenmelder hinzu, ab 4,0 m Öffnungsbreite weitere. „Integriert" heißt also nicht „immer ausreichend" — das ist das häufigste Missverständnis bei Anlagen mit Melder in der Zentrale.
Vertiefend: Wartung und Prüfung nach DIN 14677 · Meldertausch nach 8 Jahren · Handauslösetaster · Prüfbuch für Feststellanlagen
Häufige Fragen zu GEZE Feststellanlagen
Woraus besteht eine vollständige Feststellanlage?
Aus fünf Bestandteilen: einer Energieversorgung, mindestens einem Brandmelder, einer Feststellvorrichtung, einer Auslösevorrichtung und einem Handauslösetaster. Bei GEZE können mehrere davon in einem Bauteil stecken — die Rauchschalterzentrale RSZ 7 bringt Energieversorgung, Rauchschalter und Auslösung zusammen, und die Feststellung sitzt in der Gleitschiene des Türschließers.
Brauche ich eine separate Rauchschalterzentrale?
Das hängt am Kürzel. Ausführungen mit R oder RFS haben den Rauchschalter an Bord und arbeiten mit 230 V AC eigenständig. Ausführungen mit E oder EFS arbeiten mit 24 V DC und stellen nur fest — sie brauchen eine RSZ 6 oder RSZ 7, die den Melder und die Auslösung mitbringt.
Wann ist der Handauslösetaster Pflicht?
Bei Freilauftürschließern — also den EFS- und RFS-Ausführungen — ist er in Deutschland Pflicht, weil die Tür ab dem ersten Öffnungswinkel frei beweglich ist und es keine Haltekraft gibt, die man durch Zuziehen überwinden könnte. Bei elektromagnetischer Feststellung in der Gleitschiene darf er unter Umständen entfallen, weil die Feststellung nachgibt, wenn die Tür von Hand zugezogen wird. „Darf ggf. entfallen" ist dabei eine Möglichkeit, keine Freigabe im Einzelfall: Maßgeblich bleibt der Verwendbarkeitsnachweis der konkreten Anlage. Bei einem separaten Haftmagneten ist er immer nötig.
Wie muss der Handauslösetaster ausgeführt sein?
Rot, mit der Aufschrift „Tür schließen", gut sichtbar und frei zugänglich — und er darf von der festgestellten Tür nicht verdeckt werden. Die empfohlene Montagehöhe nach DIN VDE 0833-2:2017-10 liegt bei 1,4 m (+0,2 / −0,4 m). Elektrisch ist er ein Öffner, der in die 24-V-Leitung eingeschleift wird. Der GEZE AS 500 bringt den Abschlusswiderstand für die Leitungsüberwachung gleich mit.
Was ist der Unterschied zwischen GC 151 und GC 152?
Der Montageort. Der GC 151 ist ein Raucherkennungsteil zur Sturzmontage: Er wird in die Zentrale RSZ 6 oder RSZ 7 über der Tür eingesetzt — die Lösung, wenn über der Rauchdurchtrittsöffnung wenig Platz ist. Der GC 152 ist ein eigenständiger optischer Deckenmelder mit Sockel für 24 V DC, den man dort anbringt, wo der Rauch zuerst ankommt.
Was leistet die Alarmschwellennachführung?
Sie gleicht die allmähliche Verschmutzung der Rauchkammer aus, indem sie die Auslöseschwelle nachführt. Damit bleibt der Melder über seine Standzeit hinweg zuverlässig, statt mit zunehmendem Staub in Fehlalarme zu laufen. Den Tausch nach acht Jahren ersetzt sie nicht.
Lässt sich eine bestehende Anlage per Funk erweitern?
Ja. Das Funkmodul GC 171 bindet bis zu sechs Funkteilnehmer an — Funkrauchmelder GC 172, Funktemperaturmelder und das Funkeingabemodul GC 175 für einen Taster oder einen potenzialfreien Kontakt. Der Funkrauchmelder läuft rund acht Jahre auf Batterie, das Eingabemodul rund fünf. Das ist der übliche Weg im Denkmalschutz und überall dort, wo keine Leitung verlegt werden darf.
Fragen zur Kaufentscheidung
Welche GEZE-Ausführung deckt die Schließfolge einer zweiflügeligen Tür ab?
Die ISM-Gleitschiene. Bei zwei Flügeln mit Überschlag muss der Standflügel vor dem Gangflügel schließen, sonst liegt der Falz nicht auf und die Tür schließt nicht dicht. GEZE führt die Schließfolgeregelung deshalb in der Gleitschiene mit; in Verbindung mit der Feststellung heißen die Ausführungen E-ISM (24 V DC, mit externer Rauchschalterzentrale) und R-ISM (230 V AC, Rauchschalter an Bord). Die passenden Artikel stehen unter 2-flügelige Feststellanlagen.
Ich habe schon einen GEZE-Türschließer — kann ich die Feststellung nachrüsten?
In vielen Fällen ja, und zwar über die Gleitschiene. Die nachrüstbare elektrische Feststellvorrichtung arbeitet mit 24 V DC an der R-Gleitschiene und wird von einer RSZ 6 oder RSZ 7 freigegeben. Ob die Kombination in Ihrem Fall zulässig ist, entscheidet die Bauartgenehmigung — sie gilt nur für die dort aufgeführten Kombinationen, und eine Abweichung macht eine Neuabnahme nötig.
Türschließer mit Feststellung oder separater Haftmagnet?
Der Türschließer mit integrierter Feststellung ist die schlankere Lösung: weniger Bauteile, alles über dem Türblatt, und bei elektromagnetischer Feststellung in der Gleitschiene kann der separate Handauslösetaster unter Umständen entfallen. Ein Haftmagnet ist die Wahl, wenn der Flügel weit offen stehen soll, wenn eine vorhandene Schließtechnik bleiben soll oder wenn die Tür an der Wand gehalten wird — dafür braucht er immer eine Ankerplatte am Flügel und einen Handauslösetaster.
Die Tür soll barrierefrei bleiben — welche Ausführung?
Die Freilauf-Ausführungen EFS und RFS. Im Freilauf wirkt im Normalbetrieb praktisch kein Schließmoment, die Tür lässt sich also mit minimaler Kraft bewegen; erst bei Alarm oder Stromausfall schließt der Schließer. Damit lassen sich die gegenläufigen Anforderungen aus Brandschutz und DIN 18040 an derselben Tür erfüllen. Der Handauslösetaster ist dabei Pflicht.
Was gehört zum Nachweis einer abgenommenen GEZE-Anlage?
Abnahmeset, Prüfbuch und Zulassungsschild — sie stehen unter Zubehör und gehören zur ordnungsgemäßen Inbetriebnahme. Ohne dokumentierte Abnahme und geführtes Prüfbuch fehlt der Nachweis gegenüber Behörde und Versicherer, auch wenn die Anlage technisch einwandfrei arbeitet.
Kann ich eine Feststellanlage an einer Außentür einsetzen?
Nein. Alle Bauartgenehmigungen gelten ausschließlich für Innenwände. Für eine Außentür ist eine Feststellanlage damit keine zulässige Lösung, unabhängig von der Schutzart der einzelnen Bauteile.
Ein Bauteil meiner Anlage gibt es nicht mehr — was jetzt?
Prüfen, ob ein Nachfolgeprodukt in der geltenden Bauartgenehmigung geführt wird. Steht das Ersatzgerät nicht in der Genehmigung, nach der die Anlage abgenommen wurde, ist eine Neuabnahme nach der aktuell gültigen Genehmigung erforderlich. Eine Übersicht der Nachfolger steht unter Nachfolgeprodukte Feststellanlagen.