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dormakaba Rauchmelder für Feststellanlagen
- Der Melder ist das Auge der Feststellanlage — er erkennt den Rauch, die Zentrale schaltet die Feststellung ab und die Tür schließt
- Optischer Rauchmelder nach dem Streulichtprinzip (DIN EN 54-7), für die Deckenmontage, kabelgebunden an die dormakaba Rauchmeldezentrale RMZ
- Die Bauartgenehmigung Z-6.500-2372 gilt für das Gesamtsystem — Melder, Zentrale und Feststellvorrichtung müssen zueinander passen
- Pflichtaustausch nach 8 Jahren nach DIN 14677, dazu die jährliche Fachprüfung und die Dokumentation im Prüfbuch
- Ausschlusskriterium: Der Melder arbeitet nicht eigenständig — ohne zugelassene Zentrale ist er kein Brandmelder und ersetzt keine Brandmeldeanlage
Wie der Melder in der Feststellanlage arbeitet
Eine Feststellanlage hält eine Feuer- oder Rauchschutztür im Alltag offen und schließt sie im Brandfall selbsttätig. Sie besteht aus mindestens fünf Teilen: Energieversorgung, Brandmelder, Feststellvorrichtung, Auslösevorrichtung und Handauslösetaster für die manuelle Auslösung. Der Rauchmelder ist der Teil, der erkennt. Er meldet an die Rauchmeldezentrale, die daraufhin die Haltekraft abschaltet — die Tür fällt zu. Dasselbe geschieht bei Störung, bei Stromausfall und bei Auslösung von Hand.
Bei dormakaba heißt der kabelgebundene Deckenmelder RM-N. Er wird zweiadrig an die Rauchmeldezentrale RMZ angeschlossen und von dort mit Spannung versorgt. Neben der RMZ als eigenständigem Sturzgerät gibt es die Zentrale bei dormakaba auch in eine Gleitschiene integriert — als G-EMR für TS 93 und TS 98 XEA oder als GSR-EMR für zweiflügelige Türen. Wo keine Leitung gezogen werden kann, tritt der Funkmelder RM-F an die Stelle des RM-N.
Verwandte Kategorien
- dormakaba Funkrauchmelder — RM-F und Funkmodul FM-AP, die kabellose Alternative
- Rauchschaltzentralen — die Zentrale, an der der Melder hängt
- dormakaba Feststellanlagen 1-flügelig — komplette Anlagen für die einflügelige Tür
- dormakaba Feststellanlagen 2-flügelig — mit Schließfolgeregelung
- dormakaba Gleitschienen — Ausführungen mit integrierter Rauchmeldezentrale
- GEZE Rauchmelder und Hekatron Rauchmelder — die Melder der anderen Systeme
- Feststellanlagen — Aufbau, Normen und Abnahme im Detail
Kabel oder Funk: RM-N und RM-F im Vergleich
dormakaba führt für dieselbe Aufgabe zwei Melder. Technisch arbeiten beide nach dem Streulichtprinzip nach DIN EN 54-7 — der Unterschied liegt in der Anbindung und damit im Installationsaufwand.
| RM-N (diese Kategorie) | RM-F (Funk) | |
|---|---|---|
| Anbindung | kabelgebunden, zweiadrig an die RMZ | Funk über das Modul FM-AP |
| Stromversorgung | über die Zentrale | Batterie, ca. 8 Jahre |
| Normen | DIN EN 54-7 | DIN EN 54-7, EN 54-18, EN 54-25 |
| Zusätzlich nötig | Leitung zur Zentrale | Funkmodul FM-AP, einmal je Zentrale |
| Reichweite | — | 0,3 bis 20 m im Gebäude, jeder Teilnehmer wirkt als Repeater |
| Typischer Fall | Neubau, kurze Leitungswege | Nachrüstung, Denkmalschutz, keine Leitung möglich |
Beide lassen sich an derselben Zentrale betreiben. Das Funksystem heißt bei dormakaba Funeo und umfasst neben dem Melder RM-F den Funkhandtaster HT-F; es ist AES256-verschlüsselt und nimmt bis zu 20 Funkteilnehmer auf. Die Komponenten stehen unter dormakaba Funkrauchmelder.
Der dritte Weg ist gar kein separater Melder: Bei den Gleitschienen G-EMR und GSR-EMR steckt die Rauchmeldezentrale bereits in der Schiene. Ob dieser eingebaute Melder allein genügt, entscheidet die Einbausituation — siehe den Abschnitt zur Melderzahl weiter unten.
Zulassung, Prüfung und Nachweis
Die Zulassung gilt der Kombination, nicht dem Bauteil. Der Melder ist Teil der Bauartgenehmigung Z-6.500-2372 (gültig bis 25.01.2029). Die dormakaba RMZ ist ausschließlich mit dormakaba Feststellvorrichtungen zugelassen — wird ein Gerät durch eines ersetzt, das nicht in der Zulassung steht, ist eine Neuabnahme fällig. Rechtsrahmen für die Anlage insgesamt sind DIN EN 1155 für die Feststellvorrichtung, DIN EN 14637 für die elektrische Steuerung und DIN EN 54-7 für den Melder selbst.
Wie viele Melder die Tür braucht, entscheidet die Einbausituation. Der in einer Gerätekombination integrierte Rauchmelder genügt als alleiniger Sturzmelder nur, wenn die Deckenunterfläche beidseits höchstens 1,0 m über der Oberkante der Rauchdurchtrittsöffnung liegt und die lichte Türbreite höchstens 3,0 m beträgt. Sonst kommen zwei Deckenmelder dazu, ab 4,0 m Öffnungsbreite weitere Melder oder Melderpaare.
| Intervall | Was geprüft wird | Wer |
|---|---|---|
| monatlich | Funktionsprüfung: Melder mit Prüfaerosol auslösen, die Tür muss schließen | eingewiesene Person |
| vierteljährlich | dasselbe — nach 12 fehlerfreien Monatsprüfungen zulässig | eingewiesene Person |
| jährlich | Fachprüfung und vollständige Inspektion nach DIN 14677 | befähigte Fachkraft |
| nach 8 Jahren | Meldertausch — Pflicht, unabhängig vom Zustand | befähigte Fachkraft |
Drei Punkte, die in der Praxis regelmäßig übersehen werden: Ein Rauchschalter darf weder gereinigt noch geöffnet werden — bei Verschmutzung wird er getauscht. Die Klebemontage ist nicht zulässig, normativ erlaubt ist nur die Schraubmontage. Und in Flucht- und Rettungswegen sind ausschließlich optische Rauchschalter zugelassen; Thermoschalter sind dort verboten.
Über die Anlage ist ein Prüfbuch zu führen — pro Tür eines, dauerhaft am Betriebsort. Nach bestandener Abnahme kommt das Kennzeichnungsschild an die Anlage. Was beim Tausch nach acht Jahren zu beachten ist, steht unter Meldertausch nach 8 Jahren, die Prüfpflichten im Einzelnen unter Wartung und Prüfung nach DIN 14677.
Häufige Fragen zu Rauchmeldern in Feststellanlagen
Warum hängt der Rauchmelder an der Rauchschaltzentrale und nicht am Türschließer?
Weil beide verschiedene Aufgaben haben. Der Türschließer schließt die Tür, die Feststellvorrichtung hält sie offen — und die Zentrale entscheidet, wann losgelassen wird. Der Melder liefert dafür das Signal. Fällt die Spannung aus oder tritt eine Störung auf, schaltet die Zentrale die Haltekraft ebenfalls ab: Die Tür schließt in jedem Fall, in dem die Anlage ihre Funktion nicht mehr sicher erfüllen kann.
Was heißt Streulichtprinzip nach EN 54-7?
In der Messkammer des Melders sitzen eine Lichtquelle und ein Sensor so zueinander, dass der Sensor im Normalfall kein Licht sieht. Dringt Rauch ein, streuen die Partikel das Licht — der Sensor bekommt es ab und der Melder löst aus. Das Verfahren spricht auf sichtbaren Rauch an, nicht auf Wärme; deshalb ist es die richtige Wahl für Flucht- und Rettungswege, wo Wärmemelder ausgeschlossen sind.
Wann ist ein zusätzlicher Deckenmelder vorgeschrieben?
Wenn die Deckenunterfläche mehr als 1,0 m über der Oberkante der Rauchdurchtrittsöffnung liegt — und zwar schon dann, wenn das nur auf einer Seite der Tür zutrifft. Dann reicht der Sturzmelder nicht, es kommen zwei Deckenmelder dazu. Dasselbe gilt bei einer lichten Türbreite über 3,0 m; ab 4,0 m werden weitere Melder oder Melderpaare nötig. „Integriert“ heißt also nicht „immer ausreichend“ — das ist bei Anlagen mit eingebautem Melder das häufigste Missverständnis.
Warum ist die DIBt-Zulassung an die Kombination der Bauteile gebunden?
Weil geprüft wird, ob das Zusammenspiel funktioniert, nicht nur das einzelne Gerät. Die Bauartgenehmigung listet die zulässigen Gerätekombinationen auf. Wird ein Bestandteil gegen eines getauscht, das dort nicht steht, verliert die Anlage ihre Verwendbarkeit und muss neu abgenommen werden. Für die dormakaba RMZ heißt das konkret: zugelassen nur mit dormakaba Feststellvorrichtungen.
Fragen zur Kaufentscheidung
Kabelgebunden oder per Funk — was passt zu meinem Objekt?
Die Frage ist keine technische, sondern eine bauliche. Lässt sich die Leitung zur Zentrale ohne großen Eingriff ziehen, ist der kabelgebundene RM-N der einfachere Weg: Er braucht keine Batterie und kein zusätzliches Modul. Wo Leitungen nicht in Frage kommen — Bestand, Denkmalschutz, lange Wege —, ist der Funkmelder RM-F die Lösung; dafür wird einmal je Zentrale das Funkmodul FM-AP fällig, und die Batterie hält rund 8 Jahre, also etwa so lange wie der Melder selbst.
Passt der RM-N auch an eine Feststellanlage eines anderen Herstellers?
Nein. Er ist als Bestandteil der dormakaba Bauartgenehmigung zugelassen und arbeitet ausschließlich mit der dormakaba RMZ zusammen. Umgekehrt gilt dasselbe: An eine RMZ gehören dormakaba Feststellvorrichtungen. Welche Melder zu einer GEZE- oder Hekatron-Anlage gehören, steht unter GEZE Rauchmelder und Hekatron Rauchmelder.
Was muss ich zum Melder mitbestellen?
Für die Prüfung ein Prüfaerosol — der Melder wird damit ausgelöst, gereinigt werden darf er nicht. Für die Dokumentation ein Prüfbuch je Tür und, nach bestandener Abnahme, das Kennzeichnungsschild. Beim Funkmelder kommt einmalig das Funkmodul FM-AP hinzu. Und wenn die Einbausituation zwei Deckenmelder verlangt, entsprechend die zweite Einheit.
Ersetze ich beim Tausch nur den Melder?
Nicht immer. Zwei Punkte gehören dazu: Erstens entscheidet die Zulassungshistorie der Anlage, welches Ersatzprodukt zulässig ist — eine nach allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung abgenommene Anlage darf nur mit den dafür vorgesehenen Produkten instandgesetzt werden. Zweitens gilt bei Anlagen, die älter als 16 Jahre sind: vor dem Meldertausch die Ausgangsspannung des Netzgeräts messen. Liegt sie unter 18 V, muss das Netzgerät mit getauscht werden.