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Hekatron Rauchmelder (Rauchschalter) für Feststellanlagen — Melder, Sockel und Konsolen
- Der Melder ist das Bauteil, das den Brand erkennt und die Feststellanlage auslöst — im Programm optische Rauchschalter, ein Thermo-Differenzial-Schalter und die Funkvariante
- Optische Erkennung nach dem Streulichtprinzip, geprüft nach EN 54-7; kabelgebunden mit 18–28 V DC oder als Funkmelder mit acht Jahren Batteriestandzeit
- Montiert wird an der Decke mit dem Sockel 143 A oder am Türsturz mit dem Sockel 143 W — der Sockel bestimmt den Ort, nicht der Melder
- Melder in einer bestehenden Anlage tauschen? Steht auf dem Schild eine Zulassung Z-6.5-…, gehört ein RetroFit-Melder mit der Kennung AT hinein — die stehen unter Austauschmelder & Ersatzteile
- Der Thermoschalter TDS 247 darf nicht an Abschlüssen in Flucht- und Rettungswegen eingesetzt werden — er ist die Lösung für staub- und rauchbelastete Umgebungen, in denen ein optischer Melder Fehlalarme auslösen würde
Wofür Hekatron in dieser Gattung steht
Hekatron baut den Melder, nicht den Türschließer — und genau das macht die Baureihe herstellerübergreifend interessant. Der optische Rauchschalter ORS 142 ist in den Bauartgenehmigungen der großen Steuerungs- und Schließerhersteller gelistet, darunter dormakaba, GEZE, ASSA ABLOY, DICTATOR, ECO Schulte, GU BKS und Hodapp. Wer eine Anlage plant oder instand hält, findet den Melder deshalb oft unabhängig davon, wessen Schließer an der Tür sitzt.
Technisch fällt bei diesen Meldern die Langlebigkeit auf: Eine Verschmutzungskompensation gleicht die allmähliche Ablagerung in der Messkammer aus und verlängert die nutzbare Lebensdauer auf das Zwei- bis Dreifache. Eine mehrfarbige Zustandsanzeige meldet Normalbetrieb, Verschmutzung, Störung und Alarm; die Revisionsanzeige nach DIN 14677 zeigt an, wenn nach acht Jahren der Austausch fällig ist. Über einen Magneten, der dem Sockel beiliegt und im letzten Melder eines Stichs eingesetzt wird, lässt sich zusätzlich die Leitungsüberwachung aktivieren.
Welcher Melder — und welcher Sockel dazu
Die Auswahl läuft in zwei Schritten. Zuerst der Melder, den die Umgebung und die Zulassung der Anlage vorgeben; danach der Sockel oder die Konsole, die den Montageort bestimmen.
| Melder | Prinzip | Versorgung | Wofür |
|---|---|---|---|
| ORS 142 | optisch, Streulicht (EN 54-7) | 18–28 V DC, Leitung | der Regelfall — Neuanlagen mit Bauartgenehmigung |
| ORS 155 F Funkset | optisch, Streulicht, funkvernetzt | 3-V-Lithiumpaket, rund 8 Jahre | wo keine Leitung gelegt werden kann — Bestand, Denkmalschutz |
| TDS 247 | Thermo-Differenzial mit Maximalteil | Leitung | staub- und rauchbelastete Räume — nicht an Abschlüssen in Flucht- und Rettungswegen |
Austauschmelder für bestehende Anlagen — ORS 142 AT, ORS 142 W AT und der Ersatzmelder der RSZ Kompakt — stehen unter Austauschmelder & Ersatzteile, zusammen mit der Regel, welcher in welche Anlage gehört.
Der Montageort hängt am Unterbau, nicht am Melder. Im Regelfall sind es zwei Sockel: Sockel 143 A für die Aufputz-Deckenmontage und Sockel 143 W für Wand und Türsturz. Für Sonderfälle gibt es den 143 AF für Feuchträume und den 143 UH für Unterputz und Hohldecke. Jedem der vier liegt der Magnet bei, mit dem sich das im ORS 142 integrierte Abschlussmodul für die Leitungsüberwachung aktivieren lässt — eingesetzt wird er nur im letzten Melder eines Stichs. Sitzt der Melder nicht an der Decke, übernimmt eine Konsole: die K 143-S für die Sturzmontage und die K 143-K als Kragarm, wenn der Abstand der Decke von der Oberkante der Rauchdurchtrittsöffnung größer als 5 m ist — sie hält den Melder mindestens 3,5 m über der Oberkante der Öffnung, im Abstand von 0,5 m zur Wand.
Zum Funksystem 155 F gehört neben dem Melder der Funk-Handauslösetaster HAT 155 F AP (unter Taster und Signalgeber); die Verbindung zur verdrahteten Anlage stellt das Funkmodul FM 155 F her. Die Gehäuseoberteile RNO 02 stehen jetzt unter Austauschmelder & Ersatzteile, die Pflückerstangen unter Inbetriebnahme und Instandhaltung.
Häufige Fragen zu Hekatron Rauchmeldern
Woran erkenne ich, ob meine Anlage eine abZ oder eine abG hat?
Am Nummernkreis auf dem Zulassungsdokument beziehungsweise im Prüfbuch der Anlage: Z-6.5-… steht für die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung der Bestandswelt, Z-6.500-… für die allgemeine Bauartgenehmigung, nach der seit etwa 2020 zugelassen wird. Danach richtet sich, ob ein AT- oder ein Standardmelder einzubauen ist.
Wann nehme ich einen Thermoschalter statt eines Rauchschalters?
Wenn im Raum betriebsbedingt Staub, Dampf oder Rauch auftritt und ein optischer Melder deshalb Fehlalarme auslösen würde — etwa in Werkstätten oder Küchen. Der TDS 247 erkennt Temperaturänderungen und offene Brände, mit und ohne Rauch. Die Grenze ist klar gezogen: An Abschlüssen in Flucht- und Rettungswegen darf er nicht eingesetzt werden.
Passt ein Hekatron-Melder auch an eine Anlage eines anderen Herstellers?
Häufig ja — der ORS 142 ist in den Bauartgenehmigungen zahlreicher Steuerungs- und Schließerhersteller gelistet, unter anderem dormakaba, GEZE, ASSA ABLOY, DICTATOR, ECO Schulte, GU BKS und Hodapp. Verbindlich ist aber immer die Zulassung Ihrer Anlage: Was dort gelistet ist, darf eingebaut werden, und nur das.
Welchen Sockel brauche ich für welchen Montageort?
143 A für die Aufputzmontage an der Decke, 143 AF für Feuchträume, 143 W für die Wand, 143 UH für Unterputz und Hohldecken. Der Melder selbst ist bei allen derselbe — der Sockel entscheidet über den Ort und trägt zugleich den Magneten für die Leitungsüberwachung.
Was bedeutet die Leitungsüberwachung im Sockel?
Sie meldet der Zentrale, wenn die Verbindung zum Melder unterbrochen ist — ein abgerissenes Kabel bleibt dann nicht unbemerkt. Aktiviert wird sie über einen Magneten, der in den Sockel eingesetzt wird; er liegt jedem der vier Sockel bei und gehört in den letzten Melder eines Stichs.
Melder an die Decke oder an den Sturz?
Im Regelfall beides: je ein Deckenmelder in den beiden angrenzenden Räumen und dazu ein Sturzmelder über der Oberkante der Rauchdurchtrittsöffnung. Der Sturzmelder kann entfallen, wenn die Decke auf beiden Seiten nicht mehr als 1,0 m über der Öffnung liegt; umgekehrt darf bei Drehflügeltüren mit einer Rauchdurchtrittsöffnung bis 3,0 m Breite anstelle der zwei Deckenmelder ein Sturzmelder gesetzt werden. Für den Sturz gibt es zwei Wege: die Wandausführung ORS 142 W, die ohne Sockel direkt verschraubt wird, oder ein Deckenmelder auf der Sturzkonsole K 143-S. Liegt die Decke mehr als 5 m über der Oberkante der Rauchdurchtrittsöffnung, dürfen die Deckenmelder durch Kragarmmelder auf der Konsole K 143-K ersetzt werden.
Fragen zur Kaufentscheidung
Standard oder AT — welchen Melder braucht meine Anlage?
Schauen Sie zuerst ins Prüfbuch, nicht in den Katalog. Trägt die Anlage eine Zulassung Z-6.5-…, gehört ein AT-Produkt hinein: ORS 142 AT RetroFit oder ORS 142 W AT. Trägt sie Z-6.500-…, gehört das Standardgerät hinein: ORS 142 oder ORS 142 W. Der falsche Griff kostet die Zulassung — nicht die Funktion.
Was ist beim Meldertausch in einer alten Anlage noch zu prüfen?
Die Spannung. Bei Anlagen, die älter als rund 16 Jahre sind, sollte die Ausgangsspannung des Netzgeräts gemessen werden; unter 18 V ist es mitzutauschen. Die passenden Zentralen stehen unter Feststellanlagenzentralen.
Kabelgebunden oder Funk — was passt in meinen Bestand?
Wo eine Leitung liegt oder ohne großen Aufwand gelegt werden kann, ist der kabelgebundene Melder der einfachere Weg. Wo das nicht geht — Denkmalschutz, sichtbare Oberflächen, bewohnter Bestand —, ist das Funkset ORS 155 F die Antwort: rund acht Jahre Batteriestandzeit, verschlüsselte Übertragung, und über das Funkmodul FM 155 F auch als Erweiterung einer bestehenden verdrahteten Anlage einsetzbar.
Muss ich Melder und Sockel zusammen bestellen?
Ja, wenn beides neu ist: Der ORS 142 wird ohne Sockel geliefert. Beim Austausch in einer bestehenden Anlage bleibt der Sockel in der Regel an Ort und Stelle, sofern er unbeschädigt ist — dann genügt der Melder.
Was gehört außer dem Melder noch zur Anlage?
Energieversorgung, Feststellvorrichtung, Auslösevorrichtung und der Handauslösetaster. Die Zentralen stehen unter Feststellanlagenzentralen, die Haftmagnete unter Haftmagnete und Ankerplatten. Für die wiederkehrende Prüfung braucht es zusätzlich Prüfmittel — siehe Inbetriebnahme und Instandhaltung.
Verwandte Kategorien
- Feststellanlagenzentralen — die Zentralen, an denen der Melder hängt
- Haftmagnete und Ankerplatten — die Feststellvorrichtung, die der Melder abschaltet
- Inbetriebnahme und Instandhaltung — Prüfgas und Werkzeug für die wiederkehrende Prüfung
- GEZE Rauchmelder — die Melder des GEZE-Systems, wenn die Anlage sie vorschreibt