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GfS Fluchttürhauben — den Notausgang sichern, ohne den Fluchtweg anzutasten
- Die Haube deckt den Beschlag ab und verriegelt nichts — die Tür bleibt jederzeit von Hand zu öffnen
- Rein mechanisch: kein Strom, keine Verkabelung, keine Batterie
- Fünf Typen für unterschiedliche Beschlagformen — K für Türklinken, S für Schubstangen, D2, E und F für weitere Beschläge
- Aufschraubmontage auf dem Türblatt über dem vorhandenen Beschlag, nachrüstbar
- Kein Ersatz für eine Verriegelung: Wo die Tür wirklich verriegelt werden muss, führt der Weg über ein System nach DIN EN 13637 — und über die Zustimmung der Genehmigungsbehörde
Was eine Fluchttürhaube leistet
Notausgänge stehen unter einem Widerspruch: Sie müssen im Notfall ohne Hilfsmittel begehbar sein — und werden im Alltag trotzdem gern als Abkürzung, Raucherausgang oder Warenschleuse benutzt. Die Fluchttürhaube löst das nicht mit einem Schloss, sondern mit einer Hemmschwelle. Sie legt sich als Abdeckung über den Beschlag und wird von roten Oberplatten gehalten. Wer die Tür benutzen will, drückt die Haube weg: Die Oberplatte gibt nach, der Beschlag ist frei, und der Zugriff bleibt danach sichtbar. Die Fluchtfunktion der Tür wird dabei zu keinem Zeitpunkt eingeschränkt.
GfS baut seit über vierzig Jahren Technik für Flucht- und Rettungswege und gehört zur ASSA ABLOY Gruppe. Die Hauben sind der mechanische, stromlose Teil dieses Programms — dort richtig, wo es um den Beschlag selbst geht und keine Verkabelung gelegt werden soll. Braucht der Notausgang zusätzlich eine akustische Meldung, ergänzt ein Haubenwächter die Haube um eine Hupe oder eine Funkweiterleitung.
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GfS Fluchttürhauben-Wächter mit Funkweiterleitung, PHZ eingebaut komplett wahlweise für Haube D2, E, K oder F
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GfS Fluchttürhaube Typ F wiederverwendbar mit Sollbruchstelle
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Welcher Haubentyp an welchen Beschlag
Die Typenbezeichnung steht für die Beschlagform. Maßgeblich für die Auswahl sind die Abmessungen des Beschlags, der abgedeckt werden soll — deshalb stehen die Außenmaße hier neben jedem Typ:
| Typ | Beschlagform | Maße | Haubenwächter möglich |
|---|---|---|---|
| K | Türklinken, 2-Punkt-Befestigung | — | ja |
| S | Schubstangen | 314 × 210 × 50 mm | nein |
| E | weitere Beschlagformen | 330 × 65 × 90 mm | ja |
| D2 | weitere Beschlagformen | 297 × 80 × 72 mm | ja |
| F | weitere Beschlagformen, Sollbruchstelle | 125 × 65 × 48 mm | ja |
Typ F ist mit 125 × 65 × 48 mm die kleinste Bauform und arbeitet mit einer Sollbruchstelle: Die Haube bricht definiert und lässt sich mit einer neuen roten Oberplatte wieder herrichten. Typ S ist mit 314 × 210 × 50 mm die großflächigste — sie muss eine Schubstange abdecken. Für Typ E führt der Shop zusätzlich die Ersatzhaube für den Fall, dass die Haube selbst beschädigt wurde und nicht nur die Oberplatte zu tauschen ist.
Eingesetzt werden die Hauben überall dort, wo Notausgänge begehbar bleiben müssen, im Alltag aber nicht als Durchgang dienen sollen — im Handel, in Schulen, Kliniken und Verwaltungen. Zu jeder Haube gehören zwei grüne Unterplatten, sechs rote Oberplatten, ein Piktogramm und vier Schrauben; bei Typ K kommen zwei Befestigungswinkel und zwei Endabschlüsse hinzu.
Was rechtlich gilt
Die Pflicht, Flucht- und Rettungswege freizuhalten und zugleich gegen Missbrauch zu sichern, steht in keiner einzelnen Norm. Sie ergibt sich aus der Verkehrssicherungspflicht des Betreibers nach § 823 Abs. 1 BGB und aus dem Baurecht: ArbStättV § 4, MVStättVO § 9 Abs. 3 für Versammlungsstätten, MVKVO § 15 Abs. 3 für Verkaufsstätten.
Daraus folgt die Grenze, an der sich jede Fluchtwegsicherung messen lassen muss: Eine Fluchttür darf nicht abgeschlossen werden. Zulässig ist entweder eine Sicherung, die die Tür begehbar lässt und den Zugriff meldet oder sichtbar macht — dazu gehören die Fluchttürhauben und die Türwächter — oder eine elektrische Verriegelung nach DIN EN 13637 beziehungsweise nach EltVTR im Bestand, und die nur mit Zustimmung der Genehmigungsbehörde.
Welche Beschläge an der Tür überhaupt zulässig sind, entscheidet die Nutzergruppe, nicht der Komfort: DIN EN 179 regelt Notausgangsverschlüsse für ortskundige Nutzer, DIN EN 1125 Paniktürverschlüsse mit horizontaler Druckstange für Bereiche mit Publikumsverkehr, in denen Panik entstehen kann. Die Haube ändert daran nichts — sie deckt den vorhandenen Beschlag ab.
Für die Kennzeichnung gelten DIN 4844, ASR A 1.3 und ISO 7010; ein Piktogramm liegt jeder Haube bei. Die Signalfarbe der Fluchtwegsicherungstechnik ist RAL 6029 — daher die grünen Unterplatten.
Häufige Fragen zu Fluchttürhauben
Verriegelt eine Fluchttürhaube die Tür?
Nein. Die Haube verriegelt nicht — sie deckt den Beschlag ab und wird von roten Oberplatten gehalten. Wer die Tür benutzen will, drückt die Haube weg; die Oberplatte gibt nach und der Beschlag ist frei. Die Tür bleibt damit jederzeit ohne Hilfsmittel zu öffnen.
Löst eine Fluchttürhaube selbst Alarm aus?
Nein. Die Haube arbeitet rein mechanisch und meldet nichts — sie erhöht die Hemmschwelle und macht den Zugriff im Nachhinein sichtbar. Für eine akustische Meldung im Moment der Benutzung wird zusätzlich ein Haubenwächter montiert.
Wofür stehen die Typenbezeichnungen D2, E, F, K und S?
Sie stehen für die Beschlagform, nicht für eine Ausstattungsstufe. Typ K ist für Türklinken gedacht, Typ S für Schubstangen; D2, E und F decken weitere Beschlagformen ab und unterscheiden sich vor allem in den Abmessungen. Maßgeblich für die Auswahl ist deshalb das Maß des Beschlags, der abgedeckt werden soll.
Braucht eine Fluchttürhaube Strom oder eine Batterie?
Nein. Sie ist eine rein mechanische Abdeckung — ohne Verkabelung, ohne Batterie und ohne wiederkehrende Batteriewartung. Strom kommt erst ins Spiel, wenn ein Haubenwächter ergänzt wird; der arbeitet mit einer 9-V-Blockbatterie und ebenfalls kabellos.
Was passiert mit der roten Oberplatte, wenn jemand die Tür benutzt?
Sie gibt beim Wegdrücken der Haube nach und dokumentiert damit den Zugriff — genau das ist ihre Aufgabe. Zu jeder Haube gehören sechs rote Oberplatten, mit denen sich der Ausgangszustand wiederherstellen lässt. Bei Typ F bricht zusätzlich die Haube selbst an einer definierten Sollbruchstelle und ist danach wiederverwendbar.
Warum ist Fluchtwegsicherungstechnik signalgrün?
Fluchtwegsicherungstechnik wird in RAL 6029, Signalgrün, ausgeführt — daher die grünen Unterplatten der Hauben. Die Rettungswegkennzeichnung selbst folgt DIN 4844, ASR A 1.3 und ISO 7010; das Piktogramm dafür liegt jeder Haube bei.
Fragen zur Kaufentscheidung
Welchen Haubentyp brauche ich für meinen Beschlag?
Zuerst nach der Bauform: Türklinke führt zu Typ K, Schubstange zu Typ S. Bei allen anderen Beschlägen entscheiden die Abmessungen — Typ F ist mit 125 × 65 × 48 mm die kleinste Bauform, Typ D2 misst 297 × 80 × 72 mm, Typ E 330 × 65 × 90 mm. Vor der Bestellung deshalb den Beschlag ausmessen und nicht nach dem Typbuchstaben allein gehen.
Brauche ich zusätzlich einen Haubenwächter?
Das hängt davon ab, ob der Zugriff nur nachträglich erkennbar sein soll oder sofort gemeldet werden muss. Die Haube allein zeigt an der Oberplatte, dass jemand durchgegangen ist. Soll das Personal es im selben Moment mitbekommen, kommt ein Wächter dazu: der GfS Haubenwächter mit Hupe 95 dB/1 m vor Ort oder der Wächter mit Funkweiterleitung mit rund 20 m Reichweite an eine entfernte Stelle.
Passt ein Haubenwächter zu jedem Haubentyp?
Nein. Der Hersteller gibt beide Wächter für die Haubentypen D2, E, K und F an — für Typ S nicht. Wer eine Schubstange abdeckt und zugleich eine akustische Meldung braucht, muss deshalb einen anderen Weg gehen, etwa über einen Türwächter am Beschlag.
Reicht eine Fluchttürhaube allein, um einen Notausgang zu sichern?
Als Schutz gegen die alltägliche Fehlbenutzung ja — dafür ist sie gebaut, und sie kommt ohne Strom und ohne Wartung aus. Sie ersetzt aber weder eine Alarmierung noch eine Verriegelung. Wo das Öffnen sofort gemeldet werden soll, gehört ein Türwächter an die Tür; wo tatsächlich verriegelt werden muss, führt der Weg nur über ein System nach DIN EN 13637 mit Zustimmung der Genehmigungsbehörde.
Was gehört bei einer Fluchttürhaube zum Lieferumfang?
Zwei grüne Unterplatten, sechs rote Oberplatten, ein Piktogramm und vier Schrauben. Bei Typ K kommen zwei Befestigungswinkel und zwei Endabschlüsse hinzu. Die Ersatzhaube für Typ E enthält dagegen nur die Haube und das Piktogramm — Unterplatte, Schrauben und Winkel bleiben von der ursprünglichen Montage erhalten.
Darf eine Fluchttür abgeschlossen werden?
Nein. Zulässig ist entweder eine Sicherung, die die Tür begehbar lässt und den Zugriff meldet oder sichtbar macht, oder eine elektrische Verriegelung nach DIN EN 13637 — und die nur mit Zustimmung der Genehmigungsbehörde. Die Fluchttürhaube gehört zur ersten Gruppe: Sie hält niemanden auf, sie macht den Durchgang erkennbar.