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dormakaba Feststellanlagen 1-flügelig — die Anlage für die einzelne Brandschutztür
- Halten eine Feuer- oder Rauchschutztür im Alltag offen und schließen sie bei Rauchalarm, Störung oder Stromausfall selbsttätig
- Im Programm die elektromechanische Feststellung (TS 93 EMF/EMR, TS 98 XEA EMR, G-EMR XEA), die elektrohydraulische (TS 73 EMF), der Freilauf (TS 99) und die batteriebetriebene Anlage G-Ubivis XEA
- Montiert wird am Sturz oder auf dem Türblatt — Melder und Feststellung sitzen je nach Bauart im Schließer, in der Gleitschiene oder in einer eigenen Zentrale
- Flügelbreiten je nach Baureihe bis 1250 mm (TS 93 EN 2–5, TS 99, G-Ubivis XEA) oder bis 1400 mm (TS 73 EMF, TS 98 XEA)
- Ein Türschließer mit Feststellung ist noch keine Feststellanlage. Erst Brandmelder, Energieversorgung, Feststell- und Auslösevorrichtung samt Handauslösetaster ergeben eine bauaufsichtlich zugelassene Anlage — mit Abnahmeprüfung und Prüfbuch je Tür
Was eine einflügelige Feststellanlage leistet
Eine Brandschutztür soll geschlossen sein, wenn es brennt — und im Alltag steht sie im Weg. Genau diesen Widerspruch löst eine Feststellanlage: Sie hält den Flügel in einer definierten Offenstellung und gibt ihn frei, sobald ein Rauchmelder anspricht, die Handauslösung betätigt wird, eine Störung auftritt oder die Spannung ausfällt. Der Türschließer bringt die Tür dann sicher ins Schloss. Die Alternative, die man in Gebäuden ständig sieht — Keil, Haken oder Rastfeststellung — ist an Feuer- und Rauchschutzabschlüssen unzulässig, weil sie im Brandfall nichts freigibt.
An der einflügeligen Tür ist die Aufgabe technisch überschaubar: Es gibt keine Schließfolge zu regeln, kein Zusammenspiel zweier Flügel. Deshalb unterscheidet sich diese Kategorie vor allem darin, wo die Bauteile sitzen und woher sie ihre Energie beziehen. Bei den EMR-Ausführungen und beim TS 99 FLR/FLR-K ist der Rauchmelder im Gerät; bei den EMF-Ausführungen und beim TS 73 EMF kommt er aus einer externen Rauchmeldezentrale. Die G-Ubivis XEA geht einen dritten Weg: Sie arbeitet mit Batterie und braucht überhaupt keine Elektroinstallation.
Verwandte Kategorien
- dormakaba Feststellanlagen, 2-flügelig — dieselbe Aufgabe an der Doppelflügeltür, zusätzlich mit Schließfolgeregelung
- dormakaba Rauchmelder — Melder und Rauchmeldezentralen für die EMF-Ausführungen
- Gleitschienen — die Schienen mit integrierter Feststellung und Rauchschalter
- Ersatzteile — Rauchschalter- und Netzteilplatinen für Wartung und Austausch
DORMA TS 93 EMF mit elektromechanischer Feststellung, Größe EN 2 - 5
453,98 €*
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Welche Anlage zu welcher Tür passt
Die Auswahl beginnt nicht beim Gerät, sondern bei drei Fragen zur Tür: Wie breit ist der Flügel, liegt ein Stromanschluss an, und gibt es im Objekt schon eine Rauchmeldezentrale?
| Situation an der Tür | Passende Bauart | Was Sie zusätzlich brauchen |
|---|---|---|
| Bestandstür ohne Stromanschluss, denkmalgeschützt oder aufwendig zu verkabeln | batteriebetriebene Anlage G-Ubivis XEA, auch als Set mit Schließer als TS 98 XEA Ubivis | nichts an Installation — der Melder ist integriert |
| Einzelne Tür, 230 V vorhanden, keine Zentrale im Objekt | EMR-Ausführung mit integriertem Melder: TS 93 EMR, TS 98 XEA EMR oder die Gleitschiene G-EMR XEA | 230-V-Anschluss und Handauslösetaster |
| Mehrere Türen oder schon eine Rauchmeldezentrale im Objekt | EMF-Ausführung ohne eigenen Melder: TS 93 EMF oder TS 73 EMF | externe Rauchmeldezentrale, Melder, 24 V DC |
| Tür wird sehr oft begangen, soll aber nicht dauerhaft offen stehen | Freilauf: TS 99 FLR, TS 99 FLR K oder TS 99 FL | Handauslösetaster ohne Ausnahme; beim FL zusätzlich eine Zentrale |
| Bestehende Anlage soll ersetzt werden | TS 93 EMR 120° Austausch-Ausführung | Maße und Öffnungswinkel am Objekt vor der Bestellung prüfen |
Die batteriebetriebene Lösung ist die Antwort auf den häufigsten Hinderungsgrund beim Nachrüsten: Kein Kabel, kein Wanddurchbruch, kein Eingriff in die Elektroinstallation. Die G-Ubivis XEA hält damit ihre Zulassung — sie ist vom DIBt allgemein bauaufsichtlich zugelassen wie eine verkabelte Anlage auch.
Was die Bauarten technisch unterscheidet
Elektromechanisch (EMF/EMR). Ein Elektromagnet in der Gleitschiene hält den Flügel in der eingestellten Offenlage. Fällt der Strom weg — durch Alarm, Störung oder Netzausfall —, gibt er ihn frei. EMF arbeitet mit 24 V DC und braucht eine externe Rauchmeldezentrale, EMR mit 230 V AC und hat den Melder an Bord. Das R steht in beiden Fällen für den integrierten Rauchmelder: Wo kein R steht, ist kein Melder im Gerät. Der TS 93 deckt in dieser Bauart EN 2–5 bis 1250 mm ab, der TS 98 XEA EN 1–6 bis 1400 mm.
Elektrohydraulisch (TS 73 EMF). Statt eines Magneten hält hier die Hydraulik des Schließers selbst. Der Feststellpunkt ist zwischen 75° und 180° frei wählbar — deutlich mehr Spielraum als bei einer festen Schienenposition. Die Baureihe arbeitet mit 24 V DC, deckt EN 4–6 bis 1400 mm ab und setzt eine externe Rauchmeldezentrale voraus.
Batteriebetrieben (G-Ubivis XEA). Eine Kombination aus Permanent- und Elektromagnet macht den Dauerstrom entbehrlich: Gehalten wird magnetisch ohne Energiezufuhr, Energie kostet nur das Loslassen. Daraus ergibt sich eine Batterielaufzeit von bis zu 16 Monaten. Der Rauchmelder ist integriert, der Feststellpunkt liegt bei etwa 80° bis 140°, die Türbreite bei bis zu 1250 mm, die Schutzart bei IP30 und der zulässige Temperaturbereich bei −5 bis +45 °C. Die Anlage ist auf alle G-N-Bohrbilder nachrüstbar.
Freilauf (TS 99). Die Sonderform: Hier wird gar nichts festgehalten. Der Schließer koppelt seine Feder aus, die Tür ist frei beweglich und bleibt stehen, wo man sie loslässt. Im Alarmfall koppelt er ein und schließt. Details dazu stehen unter Freilauftürschließer dormakaba.
Quer über alle Bauarten gilt dieselbe Normenlage: EN 1154 für den Schließer, EN 1155 für die Feststellvorrichtung, EN 14637 für die Anlage als Ganzes und DIN 14677 für Prüfung und Wartung.
Häufige Fragen zu einflügeligen Feststellanlagen
Was gehört alles zu einer Feststellanlage an einer einflügeligen Tür?
Fünf Bestandteile: Energieversorgung, Brandmelder, Feststellvorrichtung, Auslösevorrichtung und Handauslösetaster. Je nach Bauart stecken mehrere davon in einem Gerät — bei einer EMR-Ausführung etwa Melder und Feststellung gemeinsam. Fehlt einer, ist es keine zulässige Anlage.
Woran erkenne ich, ob eine Anlage einen eigenen Rauchmelder hat?
Am R in der Bezeichnung. EMR, G-EMR und TS 99 FLR/FLR-K haben den Melder integriert und kommen ohne externe Rauchmeldezentrale aus. EMF, G-EMF, TS 73 EMF und TS 99 FL haben keinen und brauchen eine Zentrale. Die G-Ubivis XEA hat ebenfalls einen integrierten Melder, arbeitet aber mit Batterie.
Warum ist ein Türstopper oder eine Rastfeststellung an einer Brandschutztür nicht erlaubt?
Weil beide die Tür festhalten, ohne sie im Brandfall freizugeben. Eine Feststellvorrichtung an einem Feuer- oder Rauchschutzabschluss muss den Flügel bei Rauchdetektion, Handauslösung, Störung und Stromausfall selbsttätig loslassen. Genau das leistet nur eine bauaufsichtlich zugelassene Feststellanlage.
Geht eine Feststellanlage auch ohne 230-V-Anschluss?
Ja, mit der batteriebetriebenen G-Ubivis XEA. Sie ist netzunabhängig, hat einen energiesparenden Rauchmelder integriert und ist vom DIBt allgemein bauaufsichtlich zugelassen. Das macht sie zur Lösung für Bestandsbauten und denkmalgeschützte Objekte, in denen keine Leitung verlegt werden kann.
Was ist nach dem Einbau zu tun?
Zuerst die Abnahmeprüfung nach der Errichtung. Danach prüft der Betreiber monatlich die Funktion; nach zwölf fehlerfreien Monatsprüfungen genügt die vierteljährliche Prüfung. Einmal jährlich kommt die Wartung durch eine dafür ausgebildete Fachkraft nach DIN 14677-1 dazu. Alles wird im Prüfbuch festgehalten — eines je Tür, dauerhaft am Betriebsort.
Fragen zur Kaufentscheidung
EMF oder EMR — welche Feststellung passt zu meiner Tür?
Entscheidend ist, ob im Objekt schon eine Rauchmeldezentrale steht. Wenn ja, ist die EMF-Ausführung mit 24 V DC der günstigere Weg — sie hängt sich an die vorhandene Zentrale. Wenn nein und es geht um eine einzelne Tür, spart die EMR-Ausführung mit 230 V AC und integriertem Melder die Zentrale komplett ein.
Wie breit darf der Flügel sein?
Das begrenzt die Baureihe, nicht die Feststellung: TS 93 in EN 2–5 und TS 99 bis 1250 mm, TS 73 EMF und TS 98 XEA bis 1400 mm, G-Ubivis XEA bis 1250 mm. Für barrierefreie Türen nach DIN 18040 ist zusätzlich die barrierefrei nutzbare Breite maßgeblich — sie kann unter der maximalen liegen.
Reicht ein Türschließer mit Feststellung allein für den Brandschutz?
Nein. Erst die vollständige Anlage aus Melder, Energieversorgung, Feststell- und Auslösevorrichtung samt Handauslösetaster ist bauaufsichtlich zugelassen — und sie braucht die Abnahmeprüfung. Ein Gerät ohne diese Kette ist ein Türschließer mit einer Zusatzfunktion, keine Feststellanlage.
Welche Anlage nehme ich für eine Bestandstür ohne Stromanschluss?
Die G-Ubivis XEA oder das Set TS 98 XEA Ubivis. Sie sind auf alle G-N-Bohrbilder nachrüstbar, sodass eine vorhandene Gleitschiene meist weiterverwendet werden kann. Was beim Nachrüsten sonst zu bedenken ist, steht unter Feststellanlage nachrüsten.
Contur oder XEA — spielt das Design eine Rolle für die Auswahl?
Technisch nein, praktisch schon. Es sind zwei Gestaltungslinien, deren Bauteile jeweils zueinander passen: Die XEA-Komponenten (TS 98 XEA, G-EMR XEA, G-Ubivis XEA, RMZ XEA) sind aufeinander abgestimmt, die Contur-Komponenten (TS 93, TS 99, RMZ) ebenso. Wer im Bestand ergänzt, bleibt sinnvollerweise in derselben Linie. Die XEA-Reihe bietet zusätzlich austauschbare Sichtblenden in sechs Farbausführungen.
Was kommt bei einer einflügeligen Anlage außer dem Gerät noch dazu?
In jedem Fall der Handauslösetaster und das Prüfbuch. Bei den EMF-Ausführungen zusätzlich Rauchmeldezentrale und Melder — beides steht unter dormakaba Rauchmelder. Bei Umbau oder Wartung kommen Rauchschalter- und Netzteilplatinen aus den Ersatzteilen in Frage.