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GEZE Feststellanlagen für 1-flügelige Türen
- Hält die einzelne Brandschutztür im Alltag offen und schließt sie bei Rauchalarm selbsttätig — geprüft nach DIN EN 1154 und DIN EN 1155, als Anlage nach DIN EN 14637 mit DIBt-Bauartgenehmigung
- Zwei Bauarten im Zweig: Gleitschiene (TS 5000) und Gestänge (TS 4000), beide für Flügelbreiten bis 1400 mm
- Vier Funktionsstufen: E (24 V DC, externe Zentrale), R (Rauchschalter integriert), EFS (Freilauf, 24 V DC), RFS (Freilauf mit Rauchschalter)
- Für die Bandgegenseite gibt es die L-Ausführungen TS 5000 L-E und L-R
- Nur für Innenwände — alle Bauartgenehmigungen für Feststellanlagen gelten ausschließlich dort, an Außentüren ist die Anlage nicht zulässig
Was eine einflügelige Feststellanlage leistet
Eine Feuer- oder Rauchschutztür muss selbsttätig schließen — offen halten darf man sie nur mit einer zugelassenen Feststellanlage. Die hält den Flügel elektrisch in Offenstellung und gibt ihn frei, sobald ein Brandmelder anspricht, der Handauslösetaster betätigt wird oder die Spannung ausfällt. Der Türschließer bringt die Tür dann ins Schloss. Genau das ist der Unterschied zur mechanischen Feststellung, die an solchen Türen nicht erlaubt ist.
An der einflügeligen Tür sitzt die gesamte Anlage in einem Bauteil oder in wenigen: Der Schließer trägt die Feststellung in der Gleitschiene oder im Schließerkörper, bei den R-Varianten steckt die Rauchschalterzentrale mit im Gerät. Vollständig ist die Anlage erst mit Energieversorgung, Brandmelder, Feststellvorrichtung, Auslösung und Handauslösetaster — bei zweiflügeligen Türen kommt die Schließfolgeregelung hinzu, die hier entfällt.
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GEZE TS 5000 EFS - Türblattmontage - Freilauftürschließer für Feststellanlagen
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Die Varianten im Vergleich
Vier Buchstabenkombinationen entscheiden über Spannung, Zentrale und Bedienkomfort. Sie stehen quer über beide Bauarten — TS 5000 mit Gleitschiene, TS 4000 mit Gestänge.
| Ausführung | Bauart | Spannung | Rauchschalter | Feststell- bzw. Freilaufbereich | Montage |
|---|---|---|---|---|---|
| TS 5000 E | Gleitschiene | 24 V DC | nein — externe RSZ | Feststellung 80°–130° | Türblatt, Bandseite |
| TS 5000 R | Gleitschiene | 230 V AC | ja, integriert | Feststellung 80°–130° | Türblatt, Bandseite |
| TS 5000 EFS | Gleitschiene | 24 V DC | nein — externe RSZ | Freilauf 85°–160° | Türblatt oder Kopfmontage, Bandseite |
| TS 5000 RFS | Gleitschiene | 230 V AC | ja, integriert | Freilauf 85°–160° | Türblatt, Bandseite |
| TS 5000 L-E | Gleitschiene | 24 V DC | nein — externe RSZ | Feststellung ab 80° | Türblatt, Bandgegenseite |
| TS 5000 L-R | Gleitschiene | 24 V DC | ja, integriert | Feststellung ab 80° | Türblatt, Bandgegenseite |
| TS 4000 E | Gestänge | 24 V DC | nein — externe RSZ | Feststellung 80°–175° | Türblatt Bandseite oder Kopfmontage Bandgegenseite |
| TS 4000 R | Gestänge | 230 V AC | ja, integriert | Feststellung 80°–175° | Kopfmontage, Bandgegenseite |
| TS 4000 EFS | Gestänge | 24 V DC | nein — externe RSZ | Freilauf 80°–175° | Türblatt, Bandseite |
Die Schließkraft ist bei allen Ausführungen stufenlos einstellbar: TS 5000 in EN 2–6, die Freilaufvarianten TS 5000 EFS und RFS in EN 3–6, TS 4000 in EN 1–6. Die maximale Flügelbreite liegt durchgehend bei 1400 mm; für die elektrisch festgestellten Ausführungen weist GEZE die barrierefreie Nutzung nach DIN 18040 ebenfalls bis 1400 mm aus. Die R-Gleitschiene mit integrierter Rauchschalterzentrale ist zusätzlich einzeln gelistet; weitere Schienen stehen unter Gleitschienen.
Wo kein Rauchschalter im Gerät sitzt — bei allen E- und EFS-Ausführungen — übernimmt eine externe Rauchschalterzentrale die Auslösung. Die GEZE-Zentralen RSZ 6 und RSZ 7 arbeiten mit den Meldern GC 151 und GC 152 und nehmen zusätzlich den Hekatron ORS 142 als externen Rauchschalter auf. Melder und Taster stehen unter Rauchmelder, die Funkanbindung unter Funkerweiterung FA GC 170.
Wo die einflügelige Anlage sitzt — und was dazugehört
Der typische Ort ist die einzelne Feuer- oder Rauchschutztür im Gebäudeinneren: Flurabschluss, Treppenraumtür, Übergang zwischen zwei Brandabschnitten. Solche Türen sollen im Betrieb offen stehen, weil sie sonst ständig aufgehalten oder verkeilt werden — und genau das Verkeilen ist der Zustand, den die Feststellanlage überflüssig macht.
Vollständig ist eine Feststellanlage erst mit fünf Bestandteilen: Energieversorgung, Brandmelder, Feststellvorrichtung, Auslösevorrichtung und Handauslösetaster. Bei den R- und RFS-Ausführungen stecken Melder und Auslösung bereits im Gerät; bei E und EFS kommt die Rauchschalterzentrale dazu. Zum Zubehör gehören außerdem Sturzfutterwinkel, Öffnungsbegrenzungen und Montageplatten — zu finden unter Zubehör Feststellanlagen und Ersatzteile Feststellanlagen.
Für die barrierefreie Nutzung ist der Freilauf die komfortabelste Lösung: Im Freilaufbereich ist die Tür praktisch widerstandsfrei begehbar, der Schließer wirkt erst bei Alarm oder Stromausfall. Die Komfortrastfunktion der TS 5000 EFS und RFS arretiert den Flügel am Ende des Freilaufbereichs. Beim TS 4000 EFS aktiviert sich der Freilauf, nachdem die Tür einmal auf etwa 90° geöffnet wurde.
Drei Regeln aus den Bauartgenehmigungen begrenzen den Einsatz und werden in der Praxis am häufigsten übersehen: Feststellanlagen sind nur für Innenwände zugelassen. In Flucht- und Rettungswegen sind ausschließlich optische Rauchschalter zulässig, keine Thermoschalter. Und Rauchmelder dürfen nicht geklebt, sondern müssen geschraubt werden; Türblätter dürfen für Ankerplatten nicht durchbohrt werden.
Häufige Fragen zu einflügeligen Feststellanlagen
Was unterscheidet die GEZE-Varianten E, R, EFS und RFS?
E steht für die elektrische Feststellung mit 24 V DC — der Rauchschalter sitzt nicht im Gerät, eine externe Rauchschalterzentrale ist nötig. R bezeichnet die Ausführung mit integriertem Rauchschalter und DIBt-Zulassung; sie arbeitet mit 230 V AC und braucht kein separates Zentralengehäuse. EFS ist die elektrische Freilauffunktion ohne integrierten Rauchschalter, RFS die Kombination aus Freilauf und integrierter Rauchschalterzentrale.
Brauche ich bei einer einflügeligen Feststellanlage eine externe Rauchschalterzentrale?
Das hängt an der Ausführung. Die R- und RFS-Varianten bringen die Rauchschalterzentrale mit — dort genügt der 230-V-Anschluss. Die E- und EFS-Varianten arbeiten mit 24 V DC und benötigen eine externe Zentrale, bei GEZE die RSZ 6 oder RSZ 7. Der Netzanschluss ist in beiden Fällen Sache einer Elektrofachkraft.
Wann ist der Handauslösetaster Pflicht und wann darf er entfallen?
Bei Freilauftürschließern — also EFS und RFS — ist er Pflicht: Die Tür ist im Freilauf frei beweglich, es gibt keine Haltekraft, die man durch Zuziehen überwinden könnte. Bei Türschließern mit elektromagnetischer Feststellung in der Gleitschiene darf er unter Umständen entfallen, weil die Feststellung nachgibt, wenn die Tür von Hand zugezogen wird. „Darf ggf. entfallen" ist dabei eine Möglichkeit, keine Freigabe im Einzelfall — maßgeblich bleibt der Verwendbarkeitsnachweis der konkreten Anlage. Der Taster selbst muss rot sein, die Aufschrift „Tür schließen" tragen und darf von der festgestellten Tür nicht verdeckt werden.
Was bedeutet Freilauf an einer Brandschutztür?
Im Freilaufbereich ist die Tür ohne spürbaren Widerstand zu bewegen — der Schließer wirkt nicht. Erst wenn der Rauchschalter auslöst, der Handauslösetaster betätigt wird oder die Spannung ausfällt, übernimmt er und bringt die Tür ins Schloss. Das ist die komfortabelste Lösung für barrierefreie Zugänge an Brandschutztüren, weil sich der Zielkonflikt zwischen sicherem Schließen und leichtem Öffnen im Normalbetrieb gar nicht erst stellt.
In welchem Winkelbereich hält die festgestellte Tür offen?
Das unterscheidet die Bauarten deutlich. Bei der Gleitschienenlösung TS 5000 E und R liegt der Feststellbereich zwischen 80° und 130°, bei den L-Ausführungen ab 80°. Die Gestängevariante TS 4000 E und R hält von 80° bis 175° fest. Die Freilaufbereiche liegen bei der TS 5000 EFS und RFS zwischen 85° und 160°, beim TS 4000 EFS zwischen 80° und 175°.
Genügt der integrierte Rauchmelder als alleiniger Sturzmelder?
Nicht immer — das ist das häufigste Missverständnis bei Geräten mit integriertem Melder. Die Bauartgenehmigungen lassen ihn als alleinigen Sturzmelder nur zu, wenn die Deckenunterfläche beidseits höchstens 1,0 m über der Oberkante der Rauchdurchtrittsöffnung liegt und die lichte Türbreite 3,0 m nicht überschreitet. Sonst kommen zwei Deckenmelder hinzu, ab 4,0 m Öffnungsbreite weitere. Sturzhöhe und Türbreite bestimmen die Melderzahl, nicht das Gerät.
Wofür steht das L in TS 5000 L-E und L-R?
Für die Bandgegenseite. Die L-Ausführungen werden auf der den Bändern gegenüberliegenden Seite des Türblatts montiert — dort, wo die Tür vom Betrachter weg öffnet. Der maximale Öffnungswinkel liegt dann bei 120° statt 180°. Gebraucht wird die Ausführung immer dann, wenn auf der Bandseite kein Platz ist oder der Schließer dort nicht sichtbar sein soll.
Fragen zur Kaufentscheidung
Welche GEZE-Baureihe passt an eine einflügelige Brandschutztür?
Die Vorauswahl fällt in zwei Schritten. Erstens die Bauart: Gleitschiene (TS 5000) für die flache Optik und das günstigere Öffnungsmoment, Gestänge (TS 4000) für die höhere Kraftreserve. Zweitens die Funktionsstufe: R oder RFS, wenn die Anlage ohne separate Zentrale auskommen soll; E oder EFS, wenn eine Rauchschalterzentrale ohnehin vorhanden ist oder mehrere Türen daran hängen. Der Freilauf (EFS, RFS) kommt dazu, wenn die Tür barrierefrei begehbar sein muss.
Gleitschiene oder Gestänge — was passt an meine Tür?
Die Gleitschiene führt den Gleitstein in einer flachen Schiene: unauffälliger, mit dem günstigeren Öffnungsmoment und deshalb die erste Wahl bei barrierefreien Anforderungen. Das Gestänge ist der zweiteilige Hebelarm: robuster, mit mehr Kraftreserve, und beim TS 4000 mit dem größeren Feststellbereich bis 175°. Beide Bauarten decken Flügelbreiten bis 1400 mm ab.
Was gehört außer dem Türschließer zur einflügeligen Feststellanlage?
Energieversorgung, Brandmelder, Feststellvorrichtung, Auslösevorrichtung und Handauslösetaster. Wie viel davon im Schließer steckt, entscheidet die Ausführung: Bei R und RFS sind Melder und Auslösung integriert, bei E und EFS kommen Zentrale und Melder separat dazu. Der Handauslösetaster ist bei den Freilaufvarianten in jedem Fall einzuplanen.
Wer darf die Feststellanlage abnehmen und jährlich prüfen?
Abnehmen dürfen nur Fachkräfte des Herstellers, von ihm autorisierte Fachkräfte oder Fachkräfte einer vom DIBt benannten Prüfstelle — die Berechtigung ist personenbezogen und nicht übertragbar. Die jährliche Fachprüfung führt eine Fachkraft nach DIN 14677-2 durch. Dazwischen liegt die Funktionsprüfung durch eine eingewiesene Person: zunächst monatlich, nach zwölf fehlerfreien Monatsprüfungen darf auf vierteljährlich umgestellt werden.
Wie lange hält der Rauchschalter?
Nach DIN 14677 wird ein optischer Rauchschalter nach acht Jahren getauscht. Reinigen ist keine Option — er darf weder geöffnet noch gereinigt werden, bei Verschmutzung ist der Austausch fällig. Vor dem Tausch in älteren Anlagen lohnt ein Blick auf das Netzgerät: Bei Anlagen über 16 Jahren kann die Ausgangsspannung altersbedingt unter 18 V gefallen sein, was nach dem Meldertausch als Störung auffällt. Der Sollbereich liegt bei 18–28 V DC, gemessen durch eine Elektrofachkraft.