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GfS Zutrittskontrolle — Schlüsselschalter und Codetastaturen
- Geräte, die eine Freigabe an eine Steuerung geben — wer den Schlüssel oder den Code hat, schaltet; alle anderen nicht
- Kernstück ist der Universal-Schlüsselschalter und -taster in einem: Aluminium, IP 54, Kontakte für 230 V / 16 A, wahlweise mit einem oder zwei Kontakten
- Der Zylinder wird bauseits gestellt — das Gerät kommt ohne, damit die Schließung zur vorhandenen Anlage passt
- Für die Aufputzmontage gibt es ein Aufbaugehäuse aus Aluminium mit Kabeleinführung; als elektronische Alternative führt GfS eine Touch-Codetastatur mit Glasoberfläche und LED-Beleuchtung
- Ausschlusskriterium: Ein Schlüsselschalter verriegelt nichts. Er schaltet einen Kontakt. Was daraufhin geschieht, entscheidet die Anlage dahinter — und an einer Fluchttür gelten dafür eigene Regeln
Was diese Geräte im Türsystem tun
Zutrittskontrolle beantwortet eine andere Frage als Fluchtwegsicherung: nicht „wer hat die Tür unberechtigt benutzt", sondern „wer darf sie im Alltag benutzen". Die Antwort darauf geben Geräte, die einen berechtigten Bediener erkennen und daraufhin eine elektrische Freigabe erteilen — über einen Schlüssel oder über einen Code. Der Schalter selbst öffnet dabei nichts; er liefert das Signal an einen Türöffner, eine Steuerung oder einen Antrieb.
GfS ordnet diese Geräte unter „Zutrittskontrolle/-steuerung" ein und führt dort Schlüsseltaster und -schalter. Das Universalgerät der Reihe ist bewusst nicht auf eine der beiden Funktionen festgelegt: Es ist Schlüsselschalter und Schlüsseltaster in einem, und die Funktion lässt sich nach Belieben ändern — dieselbe Baugruppe deckt damit die Dauerfreigabe und den kurzen Impuls ab.
Verwandte Kategorien
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- GfS — der Hersteller und das komplette Programm
Was zur Auswahl steht
Drei Entscheidungen, in dieser Reihenfolge: Schlüssel oder Code, dann ein Kontakt oder zwei, dann Unterputz oder Aufputz. Alles Weitere ergibt sich daraus:
| Art.-Nr. | Gerät | Daten |
|---|---|---|
| 771480 | Universal-Schlüsselschalter und -taster, 1 Kontakt | Aluminium, IP 54, 230 V / 16 A, ohne Zylinder |
| 771481 | Universal-Schlüsselschalter und -taster, 2 Kontakte | Aluminium, IP 54, 230 V / 16 A, ohne Zylinder |
| 771482 | Aufbaugehäuse | Aluminium, mit Kabeleinführung — passend für 771480 und 771481 |
| 210700 | Touch-Codetastatur, Aufputz | RAL 9006, 76 × 76 × 11 mm, Glasoberfläche, LED-Beleuchtung |
Der Schlüsselschalter ist bei beiden Kontaktvarianten dasselbe Gerät in derselben Bauform — die Kontaktanzahl ist die einzige Achse. Das Aufbaugehäuse ist kein Zubehör für alle Fälle: Es wird gebraucht, wenn nicht in die Wand eingelassen werden kann oder soll, und bringt dafür die Kabeleinführung mit. Die Codetastatur ist die elektronische Alternative ohne Schlüssel und mit nur 11 mm Aufbautiefe.
Zutritt, Meldung oder Notzugang — drei verschiedene Aufgaben
Rund um die Tür laufen drei Fragen nebeneinander, und für jede gibt es eigene Geräte. Wer die Aufgabe falsch zuordnet, kauft Technik, die das eigentliche Problem nicht löst:
| Die Frage | Das Gerät | Was es tut |
|---|---|---|
| Wer darf im Alltag hinein? | Schlüsselschalter, Codetastatur — diese Kategorie | gibt eine elektrische Freigabe an die Steuerung |
| Wer hat die Tür benutzt, der es nicht sollte? | Türwächter, DEXCON | lässt die Tür begehbar und macht das Öffnen hörbar |
| Wie kommt jemand ohne eigenen Schlüssel hinein — im Ernstfall? | Schlüsseldepot | hinterlegt einen Schlüssel, mechanisch gesichert |
| Darf diese Tür im Rettungsweg verriegelt sein? | Fluchtwegterminal nach DIN EN 13637 | verriegelt und gibt nach Betätigung des Nottasters frei — genehmigungspflichtig |
Die vierte Zeile ist die wichtigste Abgrenzung dieser Seite: Ein Schlüsselschalter ist kein Verriegelungssystem für den Rettungsweg. Er schaltet einen Kontakt. Ob eine Tür im Rettungsweg überhaupt verriegelt werden darf, richtet sich nach DIN EN 13637 und der Zustimmung der Genehmigungsbehörde — nicht danach, was der Schalter technisch könnte.
Häufige Fragen
Was unterscheidet einen Schlüsselschalter von einem Schlüsseltaster?
Das Verhalten nach dem Loslassen. Ein Schalter bleibt in der gewählten Stellung stehen — der Kontakt bleibt geschlossen, bis jemand zurückschaltet; das ist die Dauerfreigabe, etwa während einer Anlieferung. Ein Taster fällt in die Ausgangslage zurück, der Kontakt liegt nur kurz an; das ist der Impuls, mit dem eine Tür einmal freigegeben wird. GfS führt sein Universalgerät ausdrücklich als beides in einem, weil an derselben Tür je nach Betriebszustand beides gebraucht wird.
Kann ich die Funktion nachträglich von Schalter auf Taster ändern?
Ja — genau darauf zielt die Bauart. GfS beschreibt das Gerät als „Universal-Schlüsselschalter und -taster in Einem, die Funktion kann nach Belieben geändert werden". Es muss also nicht beim Kauf festgelegt werden, ob die Freigabe dauerhaft anstehen oder nur als Impuls kommen soll. Das ist vor allem dort nützlich, wo sich die Nutzung einer Tür im Laufe der Zeit ändert oder erst im Betrieb klar wird, welche Variante die praktischere ist.
Was bedeutet die Angabe 230 V / 16 A an einem Schlüsselschalter?
Sie beschreibt, wofür die Kontakte ausgelegt sind — nicht, was tatsächlich geschaltet wird. Was an den Klemmen liegt, gibt die Anlage vor: Viele Türsteuerungen arbeiten mit Kleinspannung, dann schaltet der Kontakt auch nur diese. Die Angabe ist die Obergrenze, bis zu der der Kontakt belastet werden darf. Sobald tatsächlich Netzspannung geschaltet wird, ist der Anschluss Sache einer Elektrofachkraft.
Darf ein Schlüsselschalter an einer Fluchttür sitzen?
Die Frage ist falsch gestellt — entscheidend ist nicht der Schalter, sondern was er schaltet. Ein Schlüsselschalter gibt einen Kontakt weiter; er verriegelt nichts und er hebt keine Fluchtfunktion auf. Kritisch wird es erst, wenn die Anlage dahinter die Tür im Rettungsweg verriegelt. Dafür gelten eigene Regeln: DIN EN 13637 für elektrisch gesteuerte Fluchtwegverriegelungen, dazu die Zustimmung der Genehmigungsbehörde. Ohne diese Grundlage ist die Verriegelung unzulässig, unabhängig vom verwendeten Schalter.
Fragen zur Kaufentscheidung
Warum wird der Schlüsselschalter ohne Zylinder geliefert?
Damit die Schließung zur vorhandenen Anlage passt. Käme ein Zylinder mit, gäbe es an der Tür einen zweiten Schlüssel, der zu nichts anderem passt — genau das, was eine Schließanlage vermeiden soll. Der Zylinder wird deshalb bauseits gestellt und nach der Anlage bestellt, in die er sich einfügen muss. Für die Bestellung heißt das: Der Zylinder ist ein eigener Posten und gehört zur Planung der Schließung, nicht zum Schalter.
Wofür brauche ich einen zweiten Kontakt am Schlüsselschalter?
Für alles, was gleichzeitig, aber getrennt geschaltet werden soll. Mit einem Kontakt gibt der Schalter genau ein Signal ab. Ein zweiter Kontakt erlaubt es, mit derselben Schlüsseldrehung noch etwas anderes anzusteuern — etwa eine Rückmeldung an eine Zentrale zusätzlich zur eigentlichen Freigabe, oder zwei getrennte Stromkreise, die nicht miteinander verbunden werden dürfen. Wer das nicht braucht, fährt mit der Ausführung 771480 und einem Kontakt.
Wann brauche ich ein Aufbaugehäuse?
Wenn nicht in die Wand eingelassen werden kann. Das betrifft den Bestand mit massivem Mauerwerk ohne vorhandene Dose ebenso wie Untergründe, in denen sich keine Dose setzen lässt — Glas, Metallpfosten, gefliste Flächen. Das Aufbaugehäuse 771482 aus Aluminium nimmt den Schalter auf und bringt die Kabeleinführung mit; es passt zu beiden Kontaktvarianten, 771480 und 771481. Wer eine Unterputzdose hat, braucht es nicht.
Schlüsselschalter oder Codetastatur — was passt besser?
Der Unterschied liegt darin, was verloren gehen kann. Ein Schlüsselschalter bindet die Berechtigung an einen Gegenstand: Er fügt sich in eine bestehende Schließanlage ein, funktioniert ohne Programmierung — und ein verlorener Schlüssel ist ein echtes Problem. Eine Codetastatur braucht keinen Schlüssel; die Berechtigung ist Wissen statt Besitz, dafür ist sie weitergebbar, und der Code will verwaltet werden. GfS führt dafür eine Touch-Codetastatur mit Glasoberfläche und LED-Beleuchtung in 76 × 76 × 11 mm für die Aufputzmontage. Wo eine Schließanlage existiert, ist der Schlüsselschalter meist die schlüssigere Wahl; wo häufig wechselnde Personen Zugang brauchen, die Tastatur.