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GfS DEXCON — Alarmsicherung für Notausgangstüren
- Runde Aufbaubox, die das unberechtigte Öffnen einer Fluchttür hörbar macht — 75 oder 95 dB/1 m, umschaltbar, dazu ein potentialfreier Kontakt zur Aufschaltung
- Drei Ausführungen nach dem, was am Türblatt sitzt: Druckstange nach DIN EN 1125, Stangengriff oder Tür und Fenster ganz ohne Stange
- Montage auf dem Türblatt neben dem Beschlag — verschraubt oder geklebt, kabellos und vollständig batteriebetrieben mit Batterieüberwachung
- Der STOP-Aufkleber auf dem Korpus wirkt schon vor dem Zugriff: Die Sicherung ist sichtbar, bevor jemand die Tür anfasst
- Ausschlusskriterium: Der DEXCON verriegelt nicht. Er meldet. Wer die Tür im Rettungsweg tatsächlich verriegeln muss, braucht ein System nach DIN EN 13637 und die Zustimmung der Genehmigungsbehörde
Wie der DEXCON eine Fluchttür sichert
Eine Notausgangstür muss im Ernstfall ohne Hilfsmittel begehbar bleiben und darf trotzdem nicht als zweiter Hausausgang benutzt werden. Der DEXCON löst diesen Konflikt nicht durch Sperren, sondern durch Melden: Auf dem Türblatt sitzt eine runde Box von 200 mm Durchmesser und 60 mm Höhe, die über Magnetfolie und Reed-Kontakte erkennt, wenn der Beschlag betätigt oder der Flügel geöffnet wird — und dann Alarm gibt. Die Tür selbst bleibt jederzeit frei.
GfS baut Fluchtwegsicherung seit über 40 Jahren und deckt mit dem DEXCON die Türen ab, an denen ein gewöhnlicher Türwächter nicht sitzen kann, weil kein Drücker vorhanden ist: Panikstangen und Stangengriffe. Das Verhalten im Alarmfall ist bei allen drei Ausführungen einstellbar — über DIP-Schalter auf der Platine zwischen Daueralarm, Voralarm sowie verzögertem und stummem Alarm; die Alarmabschaltung erfolgt automatisch nach drei Minuten, im Hotelmodus nach 30 Sekunden oder sofort über den Geräteschlüssel.
Verwandte Kategorien
- Sicherheitstechnik — der Überblick über alle Wege, einen Fluchtweg zu sichern
- GfS EH-Türwächter — die Bauform für die Standardtür mit Drücker
- GfS Fluchttürhauben — mechanische Abdeckung statt Alarmbox, wenn der Beschlag selbst geschützt werden soll
- GfS Montageplatten & Distanzstücke — Ausgleich, wo der Untergrund keine ebene Auflage bietet
- GfS — der Hersteller und das komplette Programm
Welche der drei Ausführungen?
Die Auswahl entscheidet nicht der Raum und nicht die Türgröße, sondern was am Türblatt sitzt. Alle drei Geräte sind baugleich — sie unterscheiden sich darin, wie sie die Betätigung erkennen:
| Am Türblatt sitzt | Ausführung | Wie ausgelöst wird |
|---|---|---|
| Druckstange nach DIN EN 1125 | DEXCON für Druckstangen | Auslösewinkel über der Druckstange, auf Länge gekürzt; Magnetfolie auf der Stange schaltet beim Drücken zwei Reed-Kontakte |
| Stangengriff | DEXCON für Stangengriffe | Auslösewinkel über dem Stangengriff; die Magnetfolie auf dem Griff verändert bei Betätigung ihre Position |
| weder noch — Tür oder Fenster ohne Stange | DEXCON für Türen und Fenster | Magnetfolie und Reed-Kontakt direkt am Flügel, ohne Auslösewinkel — deshalb auch an Fenstern einsetzbar |
Gemeinsam ist allen dreien die runde Aufbaubox mit 200 mm Durchmesser und 60 mm Höhe, der umschaltbare Alarm mit 75 oder 95 dB in 1 m Abstand, die 9-V-Batterie mit Batterieüberwachung und der potentialfreie Kontakt für die Aufschaltung auf eine Melde- oder Gebäudeleittechnik. Die Befestigung erfolgt mit fünf Schrauben oder alternativ über ein Klebepad.
Ein Hinweis zum Zubehör: Auslösewinkel, Klebestreifen für die bohrlochfreie Montage, Ersatzschlüssel und Ersatzschlüsselschalter gehören zum DEXCON-Programm des Herstellers, sind hier aber nicht als eigene Artikel gelistet. Wer eine solche Bestellnummer aus einer Montageanleitung vor sich hat, kann sie uns nennen.
DEXCON, Türwächter oder Fluchttürhaube?
Drei Bauformen sichern dieselbe Tür auf drei verschiedene Arten. Die Wahl fällt danach, welches Bauteil am Türblatt vorhanden ist und was geschützt werden soll — nicht danach, welches Gerät mehr kann:
| DEXCON | EH-Türwächter | Fluchttürhaube | |
|---|---|---|---|
| Passt an | Druckstange, Stangengriff, Flügel ohne Stange | Standardtür mit Drücker | Drücker und Panikstange, je nach Bauform |
| Prinzip | Alarmbox auf dem Türblatt, meldet die Betätigung | Türwächter am Drücker, meldet das Öffnen | mechanische Abdeckung über dem Beschlag, Alarm beim Anheben |
| Betriebsarten | Daueralarm, Voralarm, verzögert, stumm — über DIP-Schalter | je nach Ausstattungslinie | mechanisch, wiederverwendbar |
| Aufschaltbar | ja, potentialfreier Kontakt | je nach Ausstattungslinie | je nach Bauform |
Keine der drei Bauformen verriegelt. Wenn die Tür wirklich verschlossen bleiben soll, führt der Weg über ein Fluchtwegterminal nach DIN EN 13637 — mit Prüfzeugnis und behördlicher Zustimmung. Das ist die Ausnahme, nicht der Regelfall; die Abgrenzung steht ausführlich unter Sicherheitstechnik.
Häufige Fragen
Wie unterscheidet sich der DEXCON von einem Türwächter am Drücker?
Durch den Anknüpfungspunkt. Ein Türwächter braucht einen Drücker, an dem er sitzen kann. Der DEXCON ist eine eigenständige Box auf dem Türblatt und erkennt die Betätigung über Magnetfolie und Reed-Kontakte — deshalb funktioniert er auch dort, wo gar kein Drücker vorhanden ist: an Druckstangen nach DIN EN 1125, an Stangengriffen und an Fensterflügeln.
Was bedeutet Voralarm bei einer Alarmsicherung?
Der Voralarm ist eine der Betriebsarten, die am DEXCON über DIP-Schalter auf der Platine gewählt werden. Statt sofort den vollen Alarm zu geben, warnt das Gerät zunächst — wer die Tür versehentlich angefasst hat, kann loslassen, ohne dass das ganze Haus reagiert. Daneben stehen Daueralarm, verzögerter und stummer Alarm zur Wahl; der stumme Alarm meldet ausschließlich über den potentialfreien Kontakt weiter.
Wie wird eine Druckstange nach DIN EN 1125 gesichert, ohne die Panikfunktion zu stören?
Indem die Sicherung die Stange nicht anfasst. Über der Druckstange sitzt ein Auslösewinkel, der auf die Stangenlänge gekürzt wird; auf der Stange selbst klebt eine Magnetfolie. Wird die Stange gedrückt, verändert die Folie ihre Lage und schaltet die Reed-Kontakte im Winkel. Mechanisch bleibt die Panikfunktion unangetastet — die Stange öffnet die Tür genau wie vorher, nur eben hörbar.
Wozu dient der Hotelmodus an einer Fluchttürsicherung?
Er verkürzt den Alarm. Im Normalbetrieb schaltet der DEXCON den Ton nach drei Minuten selbsttätig ab; im Hotelmodus geschieht das bereits nach 30 Sekunden. Gedacht ist das für Häuser, in denen ein dreiminütiger Dauerton mehr Schaden anrichtet als der Vorfall selbst — der Alarm erfüllt seinen Zweck, ohne den Betrieb länger als nötig zu stören. Unabhängig davon lässt sich der Alarm jederzeit mit dem Geräteschlüssel beenden.
Was passiert, wenn die Tür zu lange offen steht?
Dafür haben die DEXCON-Geräte eine eigene Meldung, den Tür-zu-lange-auf-Alarm. Er greift den zweiten typischen Missstand an einem Notausgang auf: nicht das unberechtigte Öffnen, sondern das Offenstehenlassen — etwa eine mit einem Keil aufgestellte Tür während einer Anlieferung. Ist die Anlieferung geplant, gibt es dafür den richtigen Weg: die Dauerfreigabe über den Geräteschlüssel.
Fragen zur Kaufentscheidung
Druckstange, Stangengriff oder Türblatt — welche Ausführung brauche ich?
Sehen Sie sich an, was an der Tür montiert ist. Eine waagerechte Panikstange, die über die volle Türbreite läuft, ist eine Druckstange nach DIN EN 1125 — dafür ist die Ausführung 960955 gedacht. Ein senkrechter oder waagerechter Griff in Stangenform ist ein Stangengriff, dafür steht 960950. Ist weder das eine noch das andere vorhanden, etwa an einem Fensterflügel oder einer Tür mit gewöhnlichem Beschlag, greift 960960 — sie kommt ohne Auslösewinkel aus.
Lässt sich ein DEXCON an einer Glastür oder Brandschutztür befestigen?
Bohren ist nicht die einzige Möglichkeit: Neben der Verschraubung mit fünf Schrauben sieht GfS die Befestigung über ein Klebepad vor, und für die bohrlochfreie Montage an Glas- und Brandschutztüren führt der Hersteller einen eigenen Klebestreifen. Wichtig bleibt der Grundsatz für alle Brand- und Rauchschutztüren: Was am Türblatt befestigt werden darf, entscheidet der Verwendbarkeitsnachweis der konkreten Tür, nicht der Zubehörkatalog.
Was ist im Lieferumfang eines DEXCON enthalten und was nicht?
Das Gerät kommt betriebsfertig: 9-V-Batterie mit Batterieüberwachung, Reed-Kontakte, Magnetfolie, Befestigungsplatten, Schrauben, Schlüsselschalter mit zwei Schlüsseln und ein Piktogramm; bei der Ausführung für Druckstangen zusätzlich der Auslösewinkel mit Sicherungsband. Nicht enthalten ist alles, was die Aufschaltung betrifft — Leitung, Klemmenverdrahtung und die Gegenstelle für den potentialfreien Kontakt gehören zur Elektroinstallation.
Muss der DEXCON auf eine Meldeanlage aufgeschaltet werden?
Nein, er arbeitet eigenständig und rein batteriebetrieben — genau das macht ihn zum Nachrüstgerät, für das keine Leitung gezogen werden muss. Der potentialfreie Kontakt ist ein Angebot, keine Voraussetzung: Er wird gebraucht, wenn die Meldung zusätzlich an einer besetzten Stelle ankommen soll, etwa an der Pforte oder in der Gebäudeleittechnik. Soll die Meldung ohne Leitung weitergehen, führt der Weg über Funkkomponenten.
Braucht die gesicherte Tür zusätzlich eine Kennzeichnung?
Der DEXCON bringt zwei Dinge selbst mit: den STOP-Aufkleber auf dem Korpus, der die Sicherung sichtbar macht, und ein Piktogramm im Lieferumfang. Das ersetzt jedoch nicht die Rettungswegkennzeichnung des Gebäudes — die richtet sich nach DIN 4844, ASR A 1.3 und ISO 7010 und wird unabhängig vom Sicherungsgerät geplant.