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Zubehör für dormakaba Feststellanlagen — Magnete, Anker, Taster und Nachweise
- Bauteile, die eine bestehende dormakaba Feststellanlage ergänzen oder vervollständigen — kein Teil davon ist für sich allein eine Feststellanlage
- Haftmagnete der Reihe EM 500 mit 400 N Haltekraft, 24 V AC/DC, für Auf-, Unter- und Bodenmontage, dazu die Ankerplatten MAG und MAW
- Handauslösetaster in Auf- und Unterputz, Rauchmeldezentrale RMZ, Montagekonsole fürs Funkmodul, Schließfolgeregler für zweiflügelige Türen
- Prüfbuch und Zulassungsschild — die Unterlagen, ohne die die Abnahme nach DIBt nicht abgeschlossen ist
- Nur innerhalb der Bauartgenehmigung kombinieren: Was zusammen zugelassen ist, steht in der Bauartgenehmigung der Anlage — frei gemischt verliert sie ihre Zulassung
Was zu einer dormakaba Feststellanlage gehört
Eine Feststellanlage hält eine Feuer- oder Rauchschutztür offen und lässt sie im Brandfall selbsttätig zufallen. Sie besteht immer aus fünf Baugruppen: der Energieversorgung, dem Brandmelder (Rauchschalter, teils zusätzlich Thermoschalter), der Feststellvorrichtung — bei dormakaba entweder ein Haftmagnet der Reihe EM 500 oder ein Türschließer mit Feststellung in der Gleitschiene —, der Auslösevorrichtung und der Handauslösung. Fällt eine dieser Baugruppen aus oder fehlt sie, ist die Anlage nicht funktionsfähig im Sinne ihrer Zulassung.
Diese Kategorie führt die Bauteile rund um diese Baugruppen: Haftmagnete und ihre Gegenstücke, Taster, die Rauchmeldezentrale RMZ als eigenständige Auslöse- und Versorgungseinheit, Montageteile — und die Papiere. Denn zur Anlage gehören nicht nur Geräte: Das Prüfbuch begleitet sie von der Abnahme über die monatliche Funktionsprüfung bis zur jährlichen Wartung, und das Kennzeichnungsschild belegt am Bauteil selbst, dass die Abnahme stattgefunden hat.
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- Netzteile — die Energieversorgung der Anlage
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- Handauslösetaster — wann er Pflicht ist und wann nicht
Welches Bauteil wofür?
Die Teile dieser Kategorie gehören zu vier Baugruppen. Welche davon gebraucht wird, hängt daran, wie die Tür festgehalten wird und wo die Anlage steht.
| Baugruppe | Bauteil | Aufgabe |
|---|---|---|
| Feststellvorrichtung | EM 500 G | Haftmagnet für Aufputz- oder Bodenmontage, 400 N |
| EM 500 U | derselbe Magnet für den verdeckten Einbau in Wand oder Boden | |
| EM 500 A | Wand-/Bodenmontage mit integriertem Unterbrecherdrucktaster | |
| MAG-Anker | Gegenplatte mit Grundplatte, für alle EM 500 | |
| MAW-Anker | Gegenplatte mit Winkelverstellung — wenn die Tür schräg auftrifft | |
| Auslösung und Versorgung | RMZ | Rauchmeldezentrale mit integriertem Melder und Netzteil, Sturzmontage, 230 V AC |
| FM-Konsole | Montagekonsole für das Funkmodul FM-AP | |
| Handauslösung | HT-AP / HT-UP | roter Taster „Tür schließen“, Aufputz oder Unterputz |
| Zweiflügelige Türen | SR 390 | mechanischer Schließfolgeregler für Gestängetürschließer, nach EN 1158 |
| MK 396 | Mitnehmerklappe zum Schließfolgeregler SR 390/392 | |
| Nachweis | Prüfbuch | Pflichtdokumentation von der Abnahme bis zur jährlichen Wartung |
| Zulassungsschild | Kennzeichnungsschild, nach der Abnahme sichtbar anzubringen | |
| Zulassungs-Set | Prüfbuch und Kennzeichnungsschild zusammen |
Alle drei EM-500-Ausführungen halten mit 400 N bei 24 V AC/DC, nehmen höchstens 1,5 W auf und sind für 100 % Einschaltdauer ausgelegt; sie unterscheiden sich allein in der Montageart. Der Unterschied zwischen MAG und MAW liegt nicht in der Haltekraft, sondern in der Geometrie: Der MAW gleicht einen schrägen Auftreffwinkel aus, damit Ankerplatte und Magnet flächig aufeinandertreffen — nur dann steht die volle Haltekraft zur Verfügung.
Nachweis, Abnahme und Prüfpflicht
Feststellanlagen sind bauaufsichtlich geregelt. Das betrifft nicht nur den Einbau, sondern die gesamte Betriebsdauer — und es ist der Grund, warum Prüfbuch und Kennzeichnungsschild in dieser Kategorie stehen und nicht als Zubehör im Wortsinn gelten.
| Pflicht | Was verlangt wird | Wer |
|---|---|---|
| Bauartgenehmigung | Nur Komponenten, die gemeinsam zugelassen sind — für die RMZ ist das die Bauartgenehmigung Z-6.500-2372 | Planer und Errichter |
| Abnahme | Abnahmeprüfung nach Erstinbetriebnahme, dokumentiert im Prüfbuch; danach das Kennzeichnungsschild anbringen | autorisierte Fachkraft oder DIBt-Prüfstelle |
| Funktionsprüfung | monatlich; nach zwölf fehlerfreien Monatsprotokollen genügt vierteljährlich | Betreiber nach Einweisung |
| Wartung | jährlich, mit Auslösung der Anlage, Prüfung von Feststellvorrichtung, Auslöseeinrichtung und Energieversorgung | befähigte Person nach DIN 14677-2 |
| Meldertausch | nach acht Jahren; bei Anlagen über 16 Jahren vorher die Ausgangsspannung des Netzgeräts messen | befähigte Person |
| Dokumentation | Prüfbuch dauerhaft am Betriebsort, ein eigenes je Tür | Betreiber |
Beim Austausch einzelner Bauteile entscheidet die Zulassungshistorie der Anlage darüber, was zulässig ist: Eine nach allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung abgenommene Anlage darf nur mit den dafür vorgesehenen Ersatzprodukten instandgesetzt werden, sonst verliert sie ihre Zulassung. Das ist kein formaler Punkt — ohne gültige Zulassung ist die Tür im Brandfall nicht mehr abgesichert.
Häufige Fragen zum Zubehör für Feststellanlagen
Aus welchen Bauteilen besteht eine Feststellanlage?
Aus fünf Baugruppen: Energieversorgung, Brandmelder, Feststellvorrichtung, Auslösevorrichtung und Handauslösung. Bei dormakaba können mehrere davon in einem Gerät stecken — die RMZ bringt Melder, Auslösung und Netzteil zusammen, eine Gleitschiene der EMR-Reihe zusätzlich noch die Feststellung. Getrennt aufgebaut wird meist dort, wo ein Haftmagnet die Tür hält.
Worin unterscheiden sich EM 500 G, U und A?
Nur in der Montageart, nicht in der Leistung. Alle drei halten mit 400 N bei 24 V AC/DC. Der G ist für Aufputz- und Bodenmontage gedacht, der U für den verdeckten Einbau in Wand oder Boden, der A für Wand- und Bodenmontage mit einem integrierten Unterbrecherdrucktaster. Alle drei haben Verpolschutz und Remanenzstift und lassen sich mit verdeckter Kabelführung montieren.
Wozu dient die Ankerplatte am Haftmagneten?
Sie ist das Gegenstück, an dem der Magnet hält — der eine Teil sitzt an der Tür, der andere an Wand, Boden oder Rahmen. Ohne passende Ankerplatte kommt keine Haltekraft zustande. Entscheidend ist, dass beide Flächen plan aufeinandertreffen: Schon ein leichter Winkel reduziert die tatsächlich wirkende Kraft erheblich.
MAG oder MAW — welcher Anker bei schrägem Auftreffen der Tür?
Der MAW. Er trägt eine Winkelverstellung und richtet die Ankerplatte so aus, dass sie den Magneten trotz schräger Anfahrt flächig trifft. Der MAG mit Grundplatte ist die Standardlösung, wenn Tür und Magnet ohnehin parallel zueinander stehen. Beide passen zu allen Ausführungen der Reihe EM 500.
Wann wird ein separater Handauslösetaster gebraucht?
Das hängt an der Art der Feststellung. Bei einem Haftmagneten wird er gebraucht: Der Magnet hält mit voller Kraft und gibt erst frei, wenn der Strom unterbrochen wird — genau das tut der Taster. Bei einem Türschließer mit elektromagnetischer Feststellung in der Gleitschiene darf er unter Umständen entfallen, weil die Feststellung nachgibt, sobald die Tür von Hand zugezogen wird. Bei Freilauftürschließern ist er Pflicht. Maßgeblich bleibt der Verwendbarkeitsnachweis der konkreten Anlage; die Einzelheiten stehen unter Handauslösetaster.
Wofür ist ein Schließfolgeregler an zweiflügeligen Türen nötig?
Damit die Flügel in der richtigen Reihenfolge schließen. Bei einer zweiflügeligen Tür überdeckt der Gangflügel den Standflügel; schließt er zuerst, bleibt der Standflügel offen stehen und der Falz schließt nicht. Der Schließfolgeregler hält den Gangflügel zurück, bis der Standflügel im Schloss ist. An Feuer- und Rauchschutztüren ist das keine Komfortfrage — ohne geschlossenen Falz wirkt der Abschluss nicht. Der SR 390 ist nach EN 1158 geprüft und für die Gestängetürschließer TS 73 V und TS 83 vorgesehen.
Fragen zur Kaufentscheidung
Brauche ich das Prüfbuch, oder reicht ein eigenes Protokoll?
Das Prüfbuch ist Pflichtdokumentation nach Baurecht und wird in der Bauartgenehmigung ausdrücklich verlangt — ein selbst geführtes Protokoll ersetzt es nicht. Es enthält Objektdaten, Übereinstimmungserklärung, Komponentenliste, die Abnahmeprüfung mit Checkliste sowie die Formulare für die monatliche Funktionsprüfung und die jährliche Wartung. Je Tür wird ein eigenes Prüfbuch gebraucht, und es muss dauerhaft am Betriebsort liegen, nicht im Büro der Hausverwaltung.
Auf- oder Unterputz beim Handauslösetaster?
Eine reine Frage der Installation, technisch sind beide gleich. Der Unterputz-Taster sitzt in einer vorhandenen Gerätedose und fällt kaum auf — das setzt eine Dose an der richtigen Stelle voraus. Der Aufputz-Taster wird auf die Wand geschraubt und braucht keine Vorarbeit, was ihn zur Wahl bei Nachrüstungen und im Bestand macht. Wichtig ist in beiden Fällen die Lage: Der Taster muss von der Tür aus erreichbar und als solcher erkennbar sein.
Was passiert mit der Bauartgenehmigung, wenn ich ein Bauteil tausche?
Sie gilt für eine bestimmte Kombination von Komponenten, nicht für die Tür an sich. Wird ein Teil durch eines ersetzt, das in dieser Kombination nicht vorgesehen ist, endet die Zulassung der Anlage — auch dann, wenn das Ersatzteil technisch passt und funktioniert. Vor jedem Tausch gehört deshalb der Blick in die Genehmigung und ins Prüfbuch, in dem die eingesetzten Geräte gelistet sind.
Wer darf die jährliche Prüfung einer Feststellanlage durchführen?
Eine befähigte Person nach DIN 14677-2. Die Qualifikation wird über Herstellerschulungen erworben; ohne sie ist weder die Abnahme noch die wiederkehrende Prüfung zulässig. Die monatliche Funktionsprüfung darf der Betreiber nach Einweisung dagegen selbst übernehmen — und nach zwölf fehlerfreien Monatsprotokollen genügt sie vierteljährlich.
Was ist das Zulassungsschild und wo kommt es hin?
Ein Kennzeichnungsschild im Format 105 × 52 mm, das nach bestandener Abnahme an der Anlage angebracht wird. Es zeigt, dass die Anlage abgenommen wurde, und ist bei Kontrollen der erste Anhaltspunkt. Es muss sichtbar sitzen — hinter einer Verkleidung erfüllt es seinen Zweck nicht. Zusammen mit dem Prüfbuch gibt es das Schild auch als Zulassungs-Set.