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Ersatzteile für GEZE Feststellanlagen
- Austauschteile für bestehende GEZE Feststellanlagen — Elektromechanik, Hydraulik, Auslösung und Verschleißteile
- Vom Gleitstein und Bowdenzug über die E-Feststellung und die Anschlussplatine bis zum Raucherkennungsteil und zum Freilauf-Schließer TS 5000 E Hy
- Verbaut werden sie in der Gleitschiene über der Tür, in der Rauchschalterzentrale im Sturz und im Schließerkörper selbst
- Maßgeblich ist die GEZE Ident-Nummer, nicht die Baureihe — dieselbe Schiene läuft über mehrere TS-Serien, und innerhalb einer Serie unterscheiden sich die Teile je nach Ausführung
- Ein Ersatzteil darf nur eingebaut werden, wenn es in der Bauartgenehmigung der Anlage steht. Passt es mechanisch, steht aber nicht in der Genehmigung, verliert die Anlage ihre Zulassung und muss neu abgenommen werden
Was an einer Feststellanlage verschleißt
Eine Feststellanlage besteht aus Energieversorgung, Brandmelder, Feststellvorrichtung und Auslösevorrichtung, je nach Gerät dazu einem Handauslösetaster — und jede dieser Funktionen hat ihre eigenen Verschleißteile. Bewegte Teile sitzen in der Gleitschiene: Gleitstein, Bowdenzug und Drahtseil übertragen die Kraft und die Schließfolge und werden mit jedem Türspiel beansprucht. Elektrische Baugruppen wie Anschlussplatine, Auslösemechanik und E-Feststellung altern dagegen still — sie fallen erst bei der Prüfung auf.
Der Rauchschalter nimmt eine Sonderstellung ein: Er meldet seine Verschmutzung selbst — bei der Warnung sollte, an der Verschmutzungsgrenze muss er getauscht werden. Seine Messkammer darf nicht geöffnet werden. Alles andere wird ersetzt, wenn die jährliche Prüfung und Wartung es zeigt.
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Vom Symptom zum Ersatzteil
Die Anlage meldet selten, welches Bauteil defekt ist — sie zeigt ein Verhalten. Diese Zuordnung hilft beim Eingrenzen; verbindlich ist am Ende die Prüfung durch die Fachkraft.
| Was auffällt | Wo zu suchen ist | Welches Teil in Frage kommt |
|---|---|---|
| Die Tür bleibt nicht mehr in Offenstellung stehen | Feststellvorrichtung in der Gleitschiene | E-Feststellung als Baugruppe, Auslösemechanik, Gleitstein |
| Die Feststellung reagiert gar nicht — keine LED, keine Funktion | Elektrischer Anschluss und Spannungsversorgung | Anschlussplatine, Endkappe mit Platine, Stromversorgungsteil |
| Der Standflügel schließt nach dem Gangflügel | Schließfolgeregelung in der ISM-Gleitschiene | Bowdenzug, Drahtseil, Sperre für ISM-Gleitschienen |
| Der Schließer läuft rau, ungleichmäßig oder verliert Öl | Hydraulik im Schließerkörper | Schließer tauschen, z. B. TS 5000 E Hy — ein undichter Schließer wird getauscht, nicht nachgefüllt |
| Der Melder zeigt Revision oder Störung an | Rauchschalter | Raucherkennungsteil |
| Der Freilauf gibt die Tür nicht mehr frei | Freilaufhebel und Gleitstein in der Schiene | Komfort-Freilaufhebel, Gleitstein passend zur Schienenart |
Häufig gebrauchte Teile: die E-Feststellung, die elektrische Feststellvorrichtung der R-Gleitschiene sowie der E-ISM- und R-ISM-Gleitschiene (24 V DC, Freigabe über die angeschlossene Rauchschalterzentrale), der Gleitstein für die R-Gleitschiene (Ident-Nr. 115005), das Raucherkennungsteil GC 151 zur Sturzmontage in der Zentrale und der komplette Freilauf-Schließer TS 5000 E Hy.
Die Ident-Nummer ist das Bestellkriterium, nicht die Baureihe. Der Gleitstein der R-Gleitschiene (115005) und der Gleitstein für RFS-, EFS- und T-Stop-Schienen (102343) sitzen beide in einem TS 5000 und sind trotzdem verschiedene Teile. Umgekehrt läuft dieselbe Montageplatte für R- und RFS-Gleitschienen (123296) über mehrere Ausführungen hinweg. Die Nummer ist auf dem Bauteil eingeprägt.
Komplette Systeme statt einzelner Teile stehen unter 1-flügelige und 2-flügelige Feststellanlagen, Melder und Zentralen unter Rauchmelder, die Schienen selbst unter Gleitschienen.
Was beim Teiletausch rechtlich gilt
Ein Ersatzteil in einer Feststellanlage ist kein beliebiges Verschleißteil. Drei Regeln entscheiden darüber, ob die Anlage nach dem Tausch noch zugelassen ist:
- Die Bauartgenehmigung gilt für Kombinationen, nicht für Bauteilgattungen. Verwendet werden dürfen nur die Geräte und Gerätekombinationen, die in der Bauartgenehmigung aufgeführt sind — ein Teil, das dort fehlt, ist nicht zulässig, auch wenn es technisch einwandfrei passt.
- Beim Melder entscheidet die Zulassungshistorie der Anlage. Das DIBt hat die Prüfgrundlage zum 01.01.2020 umgestellt: Anlagen nach alter allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung tragen Nummern aus dem Kreis Z-6.5-…, Anlagen nach Bauartgenehmigung solche aus dem Kreis Z-6.500-…. Beide verlangen unterschiedliche Ersatzprodukte. Das falsche Produkt kostet der Anlage die Zulassung.
- Wer prüfen und abnehmen darf, ist geregelt. Die jährliche Prüfung und Wartung darf nur ein Fachmann oder eine dafür ausgebildete Person ausführen; die Abnahmeprüfung dürfen nur Fachkräfte des Herstellers, von ihm autorisierte Fachkräfte oder Fachkräfte einer vom DIBt benannten Prüfstelle durchführen. Den Netzanschluss stellt eine Elektrofachkraft her.
Optische Rauchschalter zeigen ihre Verschmutzung selbst an: Bei der Warnung sollte, an der Verschmutzungsgrenze muss der Melder getauscht werden. Die Messkammer darf nicht geöffnet werden. Beim Meldertausch lohnt außerdem die Messung am Netzteil: GEZE gibt seine Ausgangsspannung mit 24 V ± 0,5 V DC an. Eine feste Tauschschwelle nennt GEZE nicht — ob das Netzteil mitgetauscht wird, entscheidet die Fachkraft nach der Messung.
Jede Prüfung und jeder Teiletausch gehören ins Prüfbuch. Es ist der Nachweis gegenüber Behörde und Versicherer.
Häufige Fragen zu Ersatzteilen für Feststellanlagen
Wie finde ich das richtige Ersatzteil?
Über die GEZE Ident-Nummer, die auf dem Bauteil eingeprägt ist — nicht über die Baureihe. Dieselbe Schiene wird über mehrere TS-Serien hinweg verbaut, während sich innerhalb einer Serie die Teile je nach Ausführung unterscheiden. Wer nur die Baureihe kennt, braucht zusätzlich die Ausführung: R, RFS, EFS, ISM oder Standard.
Kann ich ein Ersatzteil selbst einbauen?
Der Einbau selbst ist Handwerk, die Folge ist es nicht. Die jährliche Prüfung und Wartung verlangt einen Fachmann oder eine dafür ausgebildete Person, die Abnahmeprüfung Fachkräfte des Herstellers, von ihm autorisierte Fachkräfte oder Fachkräfte einer vom DIBt benannten Prüfstelle; eingebaut werden darf nur, was in der Bauartgenehmigung aufgeführt ist. Den Netzanschluss darf ohnehin nur eine Elektrofachkraft herstellen.
Der Rauchmelder blinkt gelb — muss ich ihn tauschen?
Nicht wegen der Farbe allein. Am GEZE Sturzrauchschalter GC 151 leuchtet Gelb, wenn der Handauslösetaster oder die Prüftaste betätigt wurde; Verschmutzung zeigt er rot/grün im Wechsel an: Bei der Warnung sollte er getauscht werden, bei erreichter Verschmutzungsgrenze muss er es. Grün ist Normalbetrieb, dauerhaft Rot heißt Alarm oder ein Problem an der Deckenmelder-Leitung. An den Funkgeräten GC 171, GC 172 und GC 175 meldet Gelb die Batterieladung. Die Messkammer eines Rauchschalters darf nicht geöffnet werden. Die Zuordnung der Signale steht unter Blinkcodes und LED-Anzeigen, das Rücksetzen unter Wartungsanzeige zurücksetzen.
Wofür ist der Bowdenzug in einer Feststellanlage da?
Für die Schließfolgeregelung an zweiflügeligen Türen. Schließt der Gangflügel zuerst, hält die Schließfolgeregelung ihn in seiner Warteposition, bis der Standflügel geschlossen ist und ihn freigibt. Bowdenzug und Drahtseil übertragen dieses Signal auf das IS-Ventil am Türschließer des Gangflügels. Die Ausführungen unterscheiden sich nach Schienentyp — der eine gehört zu IS-, E-IS- und R-IS-Gleitschienen, der andere zur L-ISM-Ausführung samt Umlenkung.
Was ist die E-Feststellung genau?
Die elektrische Feststellvorrichtung (24 V DC) der GEZE R-Gleitschiene sowie der E-ISM- und R-ISM-Gleitschiene, bei E-ISM und R-ISM als Ersatzteil für Gang- und Standflügel auf der Bandseite. Aus einer Standard-Gleitschiene macht sie keine Feststellanlage — dafür wird die Schiene gegen eine E-Gleitschiene getauscht. Sie hält den Flügel und gibt ihn frei, sobald die angeschlossene Rauchschalterzentrale bei Rauchalarm abschaltet. Sie ersetzt also nicht den Melder, sondern nur die Haltefunktion.
Mein Bauteil wird nicht mehr gefertigt — was jetzt?
Prüfen, ob ein Nachfolgeprodukt in der geltenden Bauartgenehmigung geführt wird. Ist das der Fall, wird getauscht; steht es nicht in der Genehmigung, darf es nicht eingebaut werden. Eine Übersicht steht unter Nachfolgeprodukte Feststellanlagen.
Fragen zur Kaufentscheidung
Einzelteil tauschen oder gleich die Baugruppe?
Verschleißteile wie Gleitstein, Bowdenzug und Drahtseil werden einzeln getauscht — sie sind dafür gedacht. Bei elektrischen Baugruppen lohnt der Blick auf das Alter der Anlage: Wenn Platine und Netzteil aus derselben Zeit stammen, spart der gemeinsame Tausch den zweiten Anfahrtsweg. Ein hydraulisch undichter Schließer wird grundsätzlich getauscht und nicht nachgefüllt.
Welchen Gleitstein brauche ich?
Den zur Schiene, nicht den zur Baureihe. Der Gleitstein der R-Gleitschiene (115005) und der für RFS-, EFS- und T-Stop-Schienen (102343) passen beide in einen TS 5000 und sind trotzdem verschiedene Teile. Vor der Bestellung also feststellen, welche Schiene verbaut ist — die Ident-Nummer steht auf ihr.
Ich tausche den Melder — brauche ich sonst noch etwas?
Zwei Dinge. Erstens die Prüfung, ob das Ersatzprodukt zur Zulassungshistorie der Anlage passt. Zweitens die Messung der Ausgangsspannung am Netzteil — GEZE gibt 24 V ± 0,5 V DC an. Und der Tausch gehört ins Prüfbuch.
Lohnt die Reparatur oder gleich eine neue Anlage?
Eine Faustregel gibt es nicht, aber zwei klare Grenzen. Wenn das benötigte Teil nicht mehr in der geltenden Bauartgenehmigung steht, darf es nicht mehr eingebaut werden — dann ist der Sprung auf ein aktuelles System oft der kürzere Weg. Und wenn mehrere Baugruppen gleichzeitig altern, ist die Ersatzteilkette selten am Ende. Fällt die Wahl auf neu, stehen die kompletten Anlagen unter 1-flügelig und 2-flügelig.
Passt ein Ersatzteil eines anderen Herstellers?
Bei den mechanischen Teilen nein: Gleitschienen, Gestänge und die darin sitzenden Bauteile sind herstellerspezifisch und untereinander nicht austauschbar. Bei Meldern entscheidet nicht der Hersteller, sondern die Bauartgenehmigung — GEZE führt für die FA GC 150 selbst den Hekatron-Deckenmelder ORS 142. Ein Gerät, das dort nicht aufgeführt ist, kostet die Anlage die Zulassung.
Wie halte ich die Anlage prüfbereit?
Prüfbuch führen, Abnahmeunterlagen aufbewahren und die Fristen einhalten: monatliche Funktionsprüfung durch eine eingewiesene Person, nach zwölf fehlerfreien Monatsprüfungen vierteljährlich, dazu die jährliche Fachprüfung. Die passenden Prüfmittel und Nachweisunterlagen stehen unter Zubehör für Feststellanlagen.
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