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GEZE Rauchmelder für Feststellanlagen — das Bauteil, das die Tür freigibt
- Der Rauchmelder ist das auslösende Bauteil der Feststellanlage — erkennt er Rauch, wird die offen gehaltene Brandschutztür freigegeben und schließt
- Zwei Bauformen: GC 151 zur Sturzmontage über der Tür, GC 152 als zusätzlicher Deckenmelder
- Beide gehören zum System FA GC 150, geprüft nach EN 54-7, die Anlage mit allgemeiner Bauartgenehmigung des DIBt
- Alarmschwellennachführung und Leitungsüberwachung sind bei beiden integriert
- Kein Universalteil: Melder gehören zum Anlagensystem ihres Herstellers — sie ersetzen keinen Melder von dormakaba, Hekatron oder DICTATOR
Was der Rauchmelder in einer Feststellanlage tut
Eine Feststellanlage hält eine Brand- oder Rauchschutztür im Alltag offen und lässt sie im Ernstfall zufallen. Damit das funktioniert, braucht sie Energieversorgung, Brandmelder, Feststellvorrichtung und Auslösevorrichtung; ein Handauslösetaster kommt hinzu, wo sich das Gerät nicht durch Zuziehen der Tür auslösen lässt — laut GEZE bei den Freilaufschließern EFS/RFS und den Haftmagneten GT 50 R bis GT 70 R. Der Rauchmelder ist der Brandmelder dieser Kette — er entscheidet, wann die Tür freigegeben wird. Er arbeitet nach dem Streulichtprinzip: Rauchpartikel in der Messkammer streuen das Licht einer Diode, und ab einer bestimmten Schwelle gilt der Alarm als erkannt.
Bei GEZE gehören die Melder zum System FA GC 150. Der GC 151 ist dabei der Sonderfall: Er wird über der Tür am Sturz montiert und vereint Raucherkennung, Auswertung und Auslösung in einem Bauteil — er versorgt die Feststellvorrichtung im Normalbetrieb mit 24 V DC und unterbricht diese Versorgung bei Rauch, Stromausfall oder manueller Auslösung. Der GC 152 ist dagegen ein reiner Melder für die Decke: Er überwacht den Deckenbereich vor der Tür und meldet an den GC 151 — in der Rauchschalterzentrale RSZ 6 oder RSZ 7 oder in der R-Gleitschiene. Nötig wird er — je einer auf jeder Seite der Tür —, sobald der Abstand zwischen Sturzunterkante und Decke auf einer Seite mehr als 100 cm beträgt oder die Öffnungsweite 300 cm übersteigt.
GC 151 oder GC 152 — welcher Melder?
Die beiden Melder sind keine Alternativen zueinander, sondern haben verschiedene Rollen im System:
| GC 151 | GC 152 | |
|---|---|---|
| Bauart | Raucherkennungsteil mit Auslösevorrichtung | optischer Deckenrauchmelder |
| Montageort | am Sturz, unmittelbar über der Tür | an der Decke vor der Tür |
| Rolle | erkennt Rauch, wertet aus und steuert die Feststellung | meldet an den GC 151, steuert selbst nicht |
| Einbau und Anschluss | sitzt in der RSZ 6 oder RSZ 7 bzw. in der R-Gleitschiene, deren Netzteil ihn versorgt | wird am GC 151 angeschlossen — bis zu drei Deckenmelder |
| Technische Daten | 24 V DC, Anschluss für Deckenmelder und Funkmodul GC 171 | 24 V DC, 20 mA, IP54, −5 bis +50 °C, weiß RAL 9010 |
| Prüfnorm | EN 54-7 | EN 54-7, DIN EN 14637 |
| Typischer Anlass | Kernbauteil jeder GEZE Feststellanlage FA GC 150 | je einer auf jeder Seite, sobald der Sturz mehr als 100 cm unter der Decke liegt oder die Öffnung breiter als 300 cm ist |
Praktisch heißt das: Der GC 151 ist das Bauteil, das jede GEZE Feststellanlage des Systems FA GC 150 braucht — er wird bei R-Gleitschienen direkt in die Schiene eingeclipst. Der GC 152 kommt zusätzlich dazu und wird komplett mit Montagesockel geliefert. Ohne R-Gleitschiene sitzt der GC 151 in einer Rauchschalterzentrale: Die RSZ 7 liefert die Energieversorgung mit 24 V DC, nimmt den GC 151 als integrierten Rauchschalter auf und bis zu zwei zusätzliche Rauchschalter; ihre Teleskopfunktion überbrückt Sturzsituationen bis 45 mm. Ihre Vorgängerin RSZ 6 findet sich in Bestandsanlagen und wird nicht mehr gefertigt.
Wo keine Leitung verlegt werden kann — Denkmalschutz, Nachrüstung im Bestand —, führt der Weg über die Funkerweiterung FA GC 170: Das Funkmodul GC 171 bindet bis zu sechs Funkteilnehmer ein, darunter den Funkrauchmelder GC 172 mit acht Jahren Batterielaufzeit.
Zulassung, Prüfung und Meldertausch
Rauchmelder in Feststellanlagen sind keine frei wählbaren Bauteile. Drei Ebenen greifen ineinander:
| Ebene | Regelwerk | Was daraus folgt |
|---|---|---|
| Melder | EN 54-7 | Prüfnorm für optische Rauchmelder — sie qualifiziert das Bauteil, nicht die Anlage |
| Feststellvorrichtung | DIN EN 1155, DIN EN 14637 | Anforderungen an elektrisch gesteuerte Feststellvorrichtungen, Leitungsüberwachung, EMV |
| Anlage | Bauartgenehmigung des DIBt | erst die genehmigte Zusammenstellung darf eine Brandschutztür offen halten |
| Betrieb | DIN 14677 | monatliche Funktionsprüfung, jährliche Prüfung und Wartung, Dokumentation im Prüfbuch |
Die jährliche Prüfung ist keine Sichtkontrolle: Sie umfasst das Auslösen der Anlage, die Prüfung von Feststellvorrichtung, Auslöseeinrichtung und Energieversorgung sowie die Dokumentation. Durchführen darf sie nur ein Fachmann oder eine dafür ausgebildete Person; die Maßnahmen richten sich nach DIN 14677-1. Die Einzelheiten stehen unter Wartung und Prüfung nach DIN 14677 und Prüfbuch für Feststellanlagen.
Beim Meldertausch werden zwei Punkte regelmäßig übersehen. Erstens entscheidet die Bauartgenehmigung der Anlage darüber, welches Ersatzprodukt zulässig ist — für Altanlagen führt GEZE eigene Ausführungen wie den Deckenmelder ORS 142 AT. Zweitens lohnt vor dem Tausch die Messung am Netzteil: GEZE gibt seine Ausgangsspannung mit 24 V ± 0,5 V DC an. Beides ist ausführlich unter Meldertausch nach 8 Jahren beschrieben.
Und unabhängig vom Melder: Einen Handauslösetaster schreibt GEZE bei Geräten vor, die sich nicht von Hand auslösen lassen — bei den Freilaufschließern EFS/RFS und den Haftmagneten GT 50 R, GT 60 R, GT 63 R und GT 70 R. Bei E- und R-Gleitschienen, TS 4000 E/R und TS 5000 R/R-ISM genügt es, die Tür von Hand zu schließen; der Taster ist dort optional.
Häufige Fragen zu GEZE Rauchmeldern
Welche Aufgabe hat der Rauchmelder in einer Feststellanlage?
Er ist der Brandmelder der Anlage und damit das auslösende Bauteil. Solange er keinen Rauch erkennt, bleibt die Feststellvorrichtung bestromt und hält die Tür offen. Erkennt er Rauch, wird die Versorgung unterbrochen, die Feststellung gibt die Tür frei und der Türschließer bringt sie ins Schloss. Dasselbe passiert bei Stromausfall und bei manueller Auslösung über den Handauslösetaster.
Was unterscheidet den GC 151 vom GC 152?
Der GC 151 sitzt am Sturz über der Tür und vereint drei Funktionen: Raucherkennung, Auswertung und Steuerung der Feststellvorrichtung. Der GC 152 ist ein reiner Deckenmelder — er erkennt Rauch und meldet ihn weiter, steuert aber selbst nichts. Er wird deshalb am GC 151 angeschlossen, der in der Rauchschalterzentrale RSZ 6 oder RSZ 7 oder in der R-Gleitschiene sitzt.
Wo wird der Rauchmelder montiert — Sturz oder Decke?
Im Regelfall beides: GEZE sieht über der Tür einen Sturzmelder und in den beiden angrenzenden Räumen je einen Deckenmelder vor. Der Sturzmelder allein genügt nur, wenn der Abstand zwischen Sturzunterkante und Decke auf beiden Seiten kleiner als 100 cm und die Öffnungsweite kleiner als 300 cm ist. Fehlt am Sturz der Platz über der Rauchkammer, hilft die Teleskopfunktion der RSZ 7.
Warum reicht ein Rauchwarnmelder aus dem Baumarkt hier nicht?
Weil er eine andere Aufgabe hat. Ein Rauchwarnmelder warnt Personen im Raum akustisch. Der Melder einer Feststellanlage muss dagegen eine Tür freigeben — er ist Teil einer bauaufsichtlich genehmigten Anlage, wird nach EN 54-7 geprüft, überwacht seine Leitungen und arbeitet mit der Spannung des Systems. Ein Gerät ohne diese Einbindung darf an einer Brandschutztür nicht verwendet werden.
Warum haben die GEZE Rauchmelder eine Alarmschwellennachführung?
Weil sich die Messkammer im Betrieb langsam mit Staub zusetzt. Ohne Korrektur würde der Melder mit den Jahren immer empfindlicher und schließlich grundlos auslösen. Die Alarmschwellennachführung gleicht diese Verschmutzung aus und verlängert damit die nutzbare Standzeit — sie ersetzt aber nicht den Tausch nach acht Jahren.
Was macht die Leitungsüberwachung?
Sie prüft die Anschlussleitungen laufend auf Kabelbruch und Kurzschluss. Das ist bei Feststellanlagen kein Komfortmerkmal, sondern eine Anforderung aus DIN EN 14637: Ein unbemerkt unterbrochenes Kabel würde bedeuten, dass die Anlage im Ernstfall nicht auslöst.
Fragen zur Kaufentscheidung
Brauche ich zusätzlich eine Rauchschalterzentrale?
Das hängt vom Gerät ab. R-Geräte wie die R-Gleitschiene haben die Rauchschalterzentrale integriert, der GC 151 sitzt dort in der Schiene. Bei E-Geräten und Haftmagneten sitzt er in einer separaten Rauchschalterzentrale, bei GEZE heute die RSZ 7. Deckenmelder werden in beiden Fällen am GC 151 angeschlossen.
Wie viele zusätzliche Rauchmelder lassen sich anschließen?
An die RSZ 7 sind laut Herstellerdatenblatt bis zu zwei zusätzliche Rauchschalter anschließbar. Am GC 151 lassen sich laut GEZE bis zu drei Deckenmelder anschließen, dazu das Funkmodul GC 171.
Passt ein GEZE Rauchmelder in die Anlage eines anderen Herstellers?
Nein, davon ist auszugehen. Melder, Zentrale und Feststellvorrichtung sind als System zugelassen; die Bauartgenehmigung gilt der Zusammenstellung, nicht dem Einzelteil. Für Anlagen mit dormakaba RMZ oder aus dem Hekatron-Programm gibt es eigene Melder — sie stehen unter dormakaba Rauchmelder und Hekatron Rauchmelder.
Wann ist der Meldertausch an einer GEZE Feststellanlage fällig?
Nach acht Jahren — so schreibt es DIN 14677 vor, unabhängig davon, ob der Melder noch funktioniert. Vor der Bestellung lohnt der Blick in die Anlagendokumentation: Die Zulassungshistorie entscheidet, welches Ersatzprodukt zulässig ist, und die Ausgangsspannung des Netzteils (GEZE: 24 V ± 0,5 V DC) gehört mitgeprüft.
Ist der GC 151 auch ein Ersatzteil?
Ja, und das ist sogar sein häufigster Anlass. Er ist das Kernbauteil aller GEZE Feststellanlagen des Systems FA GC 150 — also der R-Gleitschienen, der E-Gleitschienen und der Gestänge-Ausführungen. Wer eine bestehende GEZE Anlage instand setzt, kommt in aller Regel bei ihm heraus. Die passenden Anlagen selbst stehen unter GEZE Feststellanlagen 1-flügelig.
Wie wird der Melder nach dem Einbau geprüft?
Über eine Auslöseprüfung, nicht über Augenschein — bei GEZE mit Prüfgas oder über die Prüftaste, anschließend dokumentiert im Prüfbuch. Der genaue Ablauf für dieses Bauteil steht unter Prüfung der Rauchmelder GEZE GC 151.
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