Bewegungsmelder für Automatiktüren — der Öffnungsimpuls ohne Berührung
- Gibt der Türsteuerung den Öffnungsimpuls, sobald sich jemand nähert — kein Taster, kein Kontakt
- Im Sortiment Radarsensoren (24,125 bzw. 24,15 GHz) und ein Kombigerät aus Radar und Präsenzdetektion
- Richtungserkennung und Querverkehrausblendung vermeiden Öffnungszyklen durch Vorbeigehende
- Montagehöhe je nach Gerät 1,8 bis 4 m, Schutzart IP54 — Innenbereich und geschützter Außenbereich
- Ein Bewegungsmelder sichert nicht ab: Er erfasst Bewegung, keine stehende Person. Gegen Einklemmen ist ein Sicherungssensor zuständig
Wie ein Bewegungsmelder an der Automatiktür arbeitet
Eine automatische Tür braucht ein Signal, das ihr sagt, wann sie öffnen soll. Der Bewegungsmelder liefert es: Er sendet Mikrowellen aus und wertet die Frequenzverschiebung des reflektierten Signals aus — bewegt sich etwas im Erfassungsfeld, ändert sich die Frequenz, und der Sensor schaltet seinen Ausgang. Weil das Verfahren auf Bewegung reagiert und nicht auf Licht oder Wärme, arbeitet es unabhängig von Beleuchtung und Temperatur. Der BEA EAGLE ARTEK erfasst dabei Bewegungen ab 5 cm/s.
Zwei Eigenschaften entscheiden über die Ruhe im Betrieb. Die Richtungserkennung unterscheidet, ob jemand auf die Tür zugeht oder sich entfernt — die Tür öffnet nur im ersten Fall. Die Querverkehrausblendung unterdrückt Bewegungen parallel zur Tür, also alles, was in einem Flur oder einer Passage an der Öffnung vorbeiläuft. Ohne beides fährt eine Tür an einer Laufstrecke ständig auf und zu. Wichtig bleibt die Grenze der Gattung: Ein Bewegungsmelder erfasst Bewegung. Eine Person, die im Türbereich stehen bleibt, hält er nicht — dafür braucht es Präsenzdetektion.
Verwandte Kategorien
- Impulsgeber für Automatiktüren — Flächentaster, Ellbogentaster, Notausschalter
- Automatische Schiebetüren — Antriebe und Systeme, an denen die Melder arbeiten
- Drehtürantriebe — Antriebe für automatische Drehflügeltüren
- Automatiktüren — Übersicht aller Komponenten
- GEZE Feststellanlagen — der GC 302 R aktiviert auch Feststellanlagen
BEA IXIO-DT3 Radarmelder und Präsenzmelder für Schiebetüren
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Die vier Melder im Vergleich
Alle vier arbeiten mit Radar, lösen aber unterschiedliche Aufgaben. Belegte Angaben stehen in der Tabelle; wo der Hersteller keine Werte veröffentlicht, bleibt das Feld leer statt geschätzt.
| Gerät | Aufgabe | Technik | Montagehöhe | Typischer Einsatz |
|---|---|---|---|---|
| BEA EAGLE ARTEK | Öffnen | Mikrowellen-Radar 24,15 GHz, richtungsempfindlich | 1,8–4 m | Schiebe-, Drehflügel- und Karusselltüren; Feldform digital einstellbar |
| GEZE GC 302 R | Öffnen | Radar 24,125 GHz | bis 4 m | automatische Türsysteme und GEZE Feststellanlagen |
| BEA IXIO-DT3 | Öffnen und Absichern | Radar und Aktivinfrarot im selben Gehäuse | — | lineare, Teleskop- und Bogenschiebetüren, auch in Flucht- und Rettungswegen |
| BEA MAGIC SWITCH | Öffnen auf Handbewegung | Radar, Wandmontage | — | Hygienebereiche: eine Handbewegung statt Tasterdruck |
Der EAGLE ARTEK und der GC 302 R geben ihr Signal über einen potentialfreien Kontakt weiter und lassen sich damit an beliebige Türsteuerungen anbinden. Der IXIO-DT3 ist der einzige der vier, der zugleich absichert — bei den übrigen übernimmt das ein eigener Sicherungssensor. Für BEA gelten laut Hersteller EN 16005 und DIN 18650.
Worauf es bei der Auswahl ankommt
- Öffnen oder Absichern — Öffnungssensoren lösen den Impuls aus, Sicherungssensoren überwachen Türblatt und Nebenschließkante gegen Einklemmen. Beides zusammen leistet nur ein Kombigerät.
- Richtungserkennung — richtungsempfindliche Melder ignorieren Personen, die sich von der Tür entfernen, und vermeiden unnötige Öffnungszyklen.
- Feldform und Feldgröße — schmales Feld für enge Durchgänge, breites für großzügige Eingangsbereiche. Beim EAGLE ARTEK liegt das schmale Feld bei 2 × 2,2 m, das breite bei 4 × 2 m (Montagehöhe 2,2 m); eingestellt wird digital per Drucktaster oder Fernbedienung, ein Antennentausch entfällt.
- Querverkehrausblendung — unterdrückt Bewegungen parallel zur Tür, etwa in Fluren und Passagen.
- Montagehöhe und Schutzart — entscheidend für Außentüren und überdachte Eingänge. EAGLE ARTEK und GC 302 R sind IP54 und damit für den geschützten Außenbereich freigegeben; die Montagehöhe reicht bis 4 m.
- Türart — nicht jeder Melder ist für jede Bauform vorgesehen: Der IXIO-DT3 ist auf Schiebetüren ausgelegt, der EAGLE ARTEK deckt zusätzlich Drehflügel- und Karusselltüren ab.
- Einbauraum — der EAGLE ARTEK misst 120 × 50 × 50 mm und passt damit auf schmale Türprofile oder direkt auf den Antriebskasten.
Häufige Fragen zu Bewegungsmeldern
Wie erkennt ein Radar-Bewegungsmelder eine Person?
Über den Doppler-Effekt. Der Sensor sendet Mikrowellen aus — beim EAGLE ARTEK mit 24,15 GHz, beim GEZE GC 302 R mit 24,125 GHz — und wertet die Frequenzverschiebung des zurückgeworfenen Signals aus. Bewegt sich etwas im Feld, verschiebt sich die Frequenz. Der EAGLE ARTEK spricht ab einer Geschwindigkeit von 5 cm/s an. Licht, Dunkelheit und Temperaturschwankungen spielen dabei keine Rolle.
Warum öffnet die Tür nicht, wenn jemand davor stehen bleibt?
Weil ein Bewegungsmelder genau das erfasst, was sein Name sagt: Bewegung. Steht eine Person still, gibt es keine Frequenzverschiebung und damit kein Signal. Für Situationen, in denen jemand im Türbereich verharrt — etwa mit Rollstuhl oder Transportwagen —, ist Präsenzdetektion nötig, wie sie der IXIO-DT3 mitbringt.
Wozu dient die Richtungserkennung?
Sie unterscheidet Zugang und Abgang. Ein richtungsempfindlicher Melder reagiert nur auf Personen, die auf die Tür zukommen, und ignoriert die, die sich entfernen. Das spart Öffnungs- und Schließzyklen — und damit Energie, Verschleiß und Zugluft.
An welchen Türen ist Querverkehrausblendung unverzichtbar?
Überall dort, wo Menschen an der Tür vorbei- statt auf sie zulaufen: in Fluren, Passagen, Ladenstraßen und an Türen, die neben einem Hauptlaufweg liegen. Ohne diese Ausblendung nimmt der Melder jede parallele Bewegung als Anlass zum Öffnen.
Was unterscheidet einen Öffnungssensor von einem Sicherungssensor?
Die Blickrichtung. Der Öffnungssensor schaut in den Zugangsbereich und meldet, dass jemand kommt. Der Sicherungssensor überwacht Türblatt und Nebenschließkante und verhindert, dass die Tür auf eine Person zufährt oder sie einklemmt. Beide werden gebraucht — die Nutzungssicherheit automatischer Türen richtet sich nach EN 16005 und DIN 18650.
Fragen zur Kaufentscheidung
Brauche ich zusätzlich einen Sicherungssensor?
Bei einem reinen Öffnungssensor ja. EAGLE ARTEK, GC 302 R und MAGIC SWITCH lösen nur den Impuls aus; die Absicherung des Türbereichs übernimmt ein eigenes Gerät, bei Drehflügeltüren etwa ein Laserscanner an Türblatt und Nebenschließkante. Wer beides in einem Gehäuse möchte, nimmt den IXIO-DT3, der Radar und Präsenzdetektion verbindet.
Welcher Melder passt an eine Tür im Flucht- und Rettungsweg?
Von den hier geführten Geräten ist der IXIO-DT3 ausdrücklich für Standard- und FRW-Schiebetüren vorgesehen und nach DIN 18650 testbar. Bei allen anderen entscheidet die Freigabe des Türsystems — an einer Tür im Rettungsweg ist die Sensorik Teil des zugelassenen Gesamtsystems und nicht frei austauschbar.
Passt der Melder an meine vorhandene Türsteuerung?
In der Regel ja, wenn die Steuerung einen Impulseingang hat. EAGLE ARTEK und GC 302 R schalten über einen potentialfreien Kontakt — beim EAGLE ARTEK ein Relais-Wechselkontakt für maximal 30 V AC / 42 V DC und 100 mA. Der GC 302 R arbeitet mit 12–36 V DC oder 12–28 V AC, der EAGLE ARTEK mit 12–24 V AC oder DC.
Lohnt der Tausch eines EAGLE ONE gegen den EAGLE ARTEK?
Beim Austausch bestehender Anlagen spricht die Montage dafür: Der EAGLE ARTEK ist bohrlochkompatibel zum EAGLE ONE, neue Bohrungen entfallen. Dazu kommt, dass Feldform und Feldgröße digital eingestellt werden statt durch mechanischen Antennentausch, und die Querverkehrausblendung verbessert wurde.
In welcher Höhe wird ein Bewegungsmelder montiert?
Der EAGLE ARTEK ist für 1,8 bis 4 m freigegeben, der GC 302 R bis 4 m. Die Höhe wirkt direkt auf das Erfassungsfeld: Die Feldangaben des EAGLE ARTEK — 2 × 2,2 m schmal, 4 × 2 m breit — gelten für 2,2 m Montagehöhe. Neigen lässt er sich 0° bis 90° senkrecht und −30° bis +30° seitlich.