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dormakaba Funkrauchmelder — Feststellanlagen ohne Kabel ergänzen
- Funkkomponenten des Systems Funeo — Funkmodul FM-AP, Funkrauchmelder RM-F und Funkhandtaster HT-F
- Verbinden Melder und Taster kabellos mit der Rauchmeldezentrale — kein Schlitzen, kein Kabelkanal
- Bis zu 20 Funkteilnehmer je Funkmodul, AES256-verschlüsselt, Reichweite 0,3–20 m im Gebäude
- Kein eigenständiges Meldesystem — Funeo ergänzt eine vorhandene dormakaba Rauchmeldezentrale (RMZ)
- Ohne Funkmodul FM-AP geht nichts: RM-F und HT-F funken ausschließlich über dieses Modul zur Zentrale
Wofür dormakaba mit Funeo steht
Eine Feststellanlage hält Brand- und Rauchschutztüren im Alltag offen und schließt sie, sobald ein Melder Rauch erkennt. Reicht der Melder am Türsturz nicht aus — weil die Decke hoch ist, die Öffnung breit oder ein Nebenraum mit überwacht werden muss —, kommen weitere Melder dazu. Genau dort setzt Funk an: Jeder zusätzliche Melder bräuchte sonst eine Leitung bis zur Zentrale.
dormakaba fasst diese Funkkomponenten unter dem Namen Funeo zusammen. Das Funkmodul FM-AP wird an die Rauchmeldezentrale angeschlossen und ist Gegenstelle für alle Funkteilnehmer; der Rauchmelder RM-F arbeitet nach dem Streulichtprinzip gemäß EN 54-7, der Handtaster HT-F löst die Anlage von Hand aus. Alle drei tragen einen mehrfarbigen LED-Leuchtring, der Normalbetrieb, Störung, schwache Batterie und das Ende der zulässigen Betriebszeit anzeigt. Jeder Teilnehmer wirkt zugleich als Repeater und vergrößert damit die Reichweite des Netzes. Typische Einsatzfälle sind Nachrüstungen im Bestand, denkmalgeschützte Gebäude und alle Objekte, in denen keine Leitung verlegt werden darf.
Verwandte Kategorien
- dormakaba Rauchmelder — die kabelgebundenen Melder derselben Anlagen
- Rauchschaltzentralen — die Zentrale, an die das Funkmodul angeschlossen wird
- dormakaba Feststellanlagen — der komplette Zweig mit Türschließern und Haftmagneten
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Welche Funeo-Komponente wofür
Die drei Bauteile sind keine Alternativen zueinander, sondern bauen aufeinander auf. Das Funkmodul ist immer dabei — Melder und Taster kommen je nach Bedarf hinzu.
| Komponente | Aufgabe | Anschluss / Energie | Eckdaten |
|---|---|---|---|
| FM-AP Funkmodul | Gegenstelle zwischen Rauchmeldezentrale und allen Funkteilnehmern | 18–28 V DC von der Zentrale, Wandmontage | bis 20 Funkteilnehmer, IP40 |
| RM-F Funkrauchmelder | erkennt Rauch nach dem Streulichtprinzip und meldet per Funk | Batterie 3 V DC, ca. 8 Jahre | EN 54-7, IP42 |
| HT-F Funkhandtaster | löst die Feststellanlage von Hand aus | Batterie, Aufputz oder Unterputz | EN 54-18, rot mit Aufschrift „Tür schließen“ |
Das Funknetz arbeitet auf 433,05–434,79 MHz und 865,0–868,6 MHz mit AES256-Verschlüsselung; die Reichweite im Gebäude gibt dormakaba mit 0,3 bis 20 m an. Jeder angemeldete Teilnehmer arbeitet zugleich als Repeater und verlängert damit die Kette. Für die Platzierung des Funkmoduls gilt die allgemeine Funkregel: nicht direkt auf Metall oder Stahlbeton montieren und mindestens 5 cm Abstand zu Metallträgern halten.
Angeschlossen wird das Funkmodul an eine Rauchschaltzentrale. Die kabelgebundene Alternative — Melder mit Leitung zur Zentrale — steht unter dormakaba Rauchmelder.
Zulassung, Normen und Wartungspflicht
Feststellanlagen sind bauaufsichtlich geregelt. Für das dormakaba-System gilt die Bauartgenehmigung des Deutschen Instituts für Bautechnik Z-6.500-2372 (gültig bis 25.01.2029); ihr Umfang schließt die Rauchmeldezentrale RMZ, den Melder RM-N, den Haftmagneten EM 500 und die Funkkomponenten ein. Daraus folgt die wichtigste Einschränkung: Eine Zulassung gilt nur für die in ihr aufgeführten Komponentenkombinationen. Wird ein Gerät durch eines ersetzt, das nicht in der Zulassung steht, ist eine Neuabnahme fällig.
Die Funkkomponenten sind nach DIN EN 54-7 (optische Rauchmelder), DIN EN 54-18 (Eingangs- und Ausgangsgeräte) und DIN EN 54-25 (Hochfrequenz-Verbindungen) geprüft; dazu kommen die Funkanlagenrichtlinie RED 2014/53/EU und die Stoffbeschränkung RoHS 2011/65/EU.
| Pflicht | Intervall | Wer |
|---|---|---|
| Funktionsprüfung | monatlich, nach zwölf fehlerfreien Monatsprüfungen vierteljährlich | eingewiesene Person |
| Fachprüfung | jährlich | Fachkraft nach DIN 14677-2 |
| Austausch Funkrauchmelder RM-F | nach 8 Jahren | Fachkraft |
| Austausch Funkmodul FM-AP | nach 16 Jahren (Herstellerempfehlung) | Fachkraft |
Geprüft wird der Funkrauchmelder mit Prüfaerosol und zusätzlich über einen Funk-Verbindungstest. Rauchschalter dürfen weder gereinigt noch geöffnet werden — bei Verschmutzung hilft nur der Austausch. Weiter im Detail: Wartung und Prüfung nach DIN 14677 und Meldertausch nach 8 Jahren.
Zwei Grenzen gelten unabhängig vom Hersteller: Feststellanlagen sind nur an Innenwänden zulässig, und der Netzanschluss der Zentrale gehört in die Hand einer Elektrofachkraft.
Häufige Fragen zu Funkrauchmeldern
Was ist das Funeo Funkrauchmeldesystem?
Funeo ist der Name, unter dem dormakaba seine Funkkomponenten für Feststellanlagen zusammenfasst: das Funkmodul FM-AP, den Funkrauchmelder RM-F und den Funkhandtaster HT-F. Sie ersetzen die Leitung zwischen Melder beziehungsweise Taster und der Rauchmeldezentrale — die Zentrale selbst bleibt kabelgebunden.
Brauche ich zum Funkrauchmelder zusätzlich das Funkmodul FM-AP?
Ja. RM-F und HT-F funken ausschließlich zum FM-AP, das seinerseits an die Rauchmeldezentrale angeschlossen wird und von dort 18–28 V DC bezieht. Ohne Funkmodul haben die Funkteilnehmer keine Gegenstelle. Ein Funkmodul reicht für bis zu 20 Teilnehmer.
Wie weit reicht die Funkverbindung im Gebäude?
dormakaba gibt 0,3 bis 20 m im Gebäude an. Der Wert hängt von der Bausubstanz ab. Weil jeder angemeldete Teilnehmer zugleich als Repeater arbeitet, verlängert jedes zusätzliche Gerät die Kette. Das Funkmodul sollte nicht direkt auf Metall oder Stahlbeton sitzen und mindestens 5 cm Abstand zu Metallträgern haben.
Ist die Funkübertragung verschlüsselt?
Ja, mit AES256. Gesendet wird in den Bereichen 433,05–434,79 MHz und 865,0–868,6 MHz mit 10 beziehungsweise 14 dBm. Die Hochfrequenz-Verbindung ist nach DIN EN 54-25 geprüft.
Woran erkenne ich, dass ein Funkteilnehmer gewartet werden muss?
Alle Funeo-Komponenten tragen einen mehrfarbigen LED-Leuchtring. Grün steht für Normalbetrieb, Gelb oder Rot für Störung, Verschmutzung, schwache Batterie oder das Erreichen der zulässigen Betriebszeit. Die Anzeige ersetzt die vorgeschriebenen Prüfungen nicht, sie macht Handlungsbedarf nur früher sichtbar.
Wie wird ein Funkrauchmelder geprüft?
Mit Prüfaerosol wie bei jedem optischen Rauchschalter, zusätzlich mit einem Funk-Verbindungstest. Öffnen oder reinigen lässt sich der Melder nicht — ist er verschmutzt, wird er getauscht.
Fragen zur Kaufentscheidung
Passt Funeo an meine vorhandene dormakaba Feststellanlage?
Voraussetzung ist eine dormakaba Rauchmeldezentrale (RMZ), an die das Funkmodul angeschlossen wird. Die Datenbasis führt als kompatibel die dormakaba-Serien RMZ, G-SR EMR, G-EMR, TS 99 FLR-K, ED-Serie und TS 97 FLR-K XEA. Maßgeblich bleibt der Verwendbarkeitsnachweis Ihrer konkreten Anlage: Die Bauartgenehmigung gilt nur für die dort aufgeführten Komponentenkombinationen.
Wann lohnt sich Funk gegenüber einer Verkabelung?
Immer dann, wenn die Leitung das Problem ist und nicht der Melder: in Bestandsgebäuden ohne Leerrohre, in denkmalgeschützter Substanz, bei Decken, die nicht geöffnet werden dürfen, und überall dort, wo ein zusätzlicher Melder weit von der Zentrale entfernt sitzt. Wo ohnehin gebaut wird, ist die kabelgebundene Lösung meist die einfachere.
Muss ich den Funkhandtaster HT-F mitbestellen?
Das hängt an der Bauart der Feststellung, nicht am Funksystem. Bei Freilauftürschließern ist die Handauslösung Pflicht; bei Türschließern mit elektromagnetischer Feststellung in der Gleitschiene darf sie unter Umständen entfallen, weil die Feststellung nachgibt, wenn die Tür von Hand zugezogen wird. Bei Türhaftmagneten wird sie gebraucht. Die Einzelheiten stehen unter Handauslösetaster.
Wie viele Melder braucht die Tür überhaupt?
Das entscheidet die Einbausituation, nicht der Wunsch. Ein am Sturz sitzender Melder genügt nur, wenn die Deckenunterfläche beidseits höchstens 1,0 m über der Oberkante der Rauchdurchtrittsöffnung liegt und die lichte Türbreite 3,0 m nicht überschreitet — sonst kommen zwei Deckenmelder hinzu, ab 4,0 m Öffnungsbreite weitere. Genau diese zusätzlichen Melder sind der typische Anlass für Funk.
Was ist beim Austausch in einer Bestandsanlage zu beachten?
Die Nummer der Zulassung entscheidet. Anlagen mit einer alten allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung (Nummernkreis Z-6.5-…) und Anlagen mit einer Bauartgenehmigung (Z-6.500-…) verlangen unterschiedliche Ersatzprodukte; das falsche Produkt kostet die Anlage ihre Zulassung. Bei Anlagen, die älter als 16 Jahre sind, sollte vor dem Tausch außerdem die Ausgangsspannung des Netzgeräts gemessen werden — liegt sie außerhalb von 18–28 V DC, gehört das Netzgerät mit erneuert. Mehr dazu unter Meldertausch nach 8 Jahren.