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GfS EH-Türwächter — Notausgänge sichern, ohne den Fluchtweg anzutasten
- Der Türwächter verriegelt nicht — er meldet: Die Tür bleibt jederzeit begehbar, das Öffnen löst Alarm aus
- Öffnung mit einem einzigen Handgriff, Signalgeber mit 95 dB in 1 m Abstand
- Gehäuse aus Zink-Druckguss in RAL 6029, Profilhalbzylinder 30/10 mm, 9-V-Batterie
- Vom einfachen Alarmgerät bis zur Ausführung mit Voralarm, Batterieüberwachung, Daueroffenkontakt oder Funkweiterleitung
- Kein Verriegelungssystem: Wo die Fluchttür tatsächlich verriegelt werden muss, gilt DIN EN 13637 und die Zustimmung der Genehmigungsbehörde
Wofür GfS in der Fluchtwegsicherung steht
Jeder Notausgang trägt denselben Zielkonflikt: Die Tür muss im Notfall jederzeit und ohne Hilfsmittel begehbar sein — und darf trotzdem nicht unbemerkt als bequemer Ausgang, als Raucherausstieg oder als Warenschleuse missbraucht werden. Die Pflicht dazu ergibt sich nicht aus einer einzelnen Norm, sondern aus der Verkehrssicherungspflicht des Betreibers und den Bauordnungen für Arbeits-, Versammlungs- und Verkaufsstätten.
Der GfS EH-Türwächter® ist die Antwort, mit der GfS diesen Konflikt löst, und das Kernprodukt des Hauses: ein patentierter Einhand-Türwächter, der auf dem Türblatt über dem Drücker sitzt. Er lässt die Fluchtfunktion unangetastet — der Notausgang wird mit einem einzigen Handgriff geöffnet, ohne Vorwissen und ohne Werkzeug. Gleichzeitig schlägt der eingebaute Signalgeber an und macht jedes Öffnen im Haus hörbar. Rund um dieses Gerät hat GfS ein ganzes Programm gebaut: Bauformen für Panikstangen, Schwenkgeräte, Fenster- und Flügelwächter, Schutzhauben und — für den Fall, dass wirklich verriegelt werden muss — Fluchtwegterminals nach DIN EN 13637.
Verwandte Kategorien
- GfS Schwenk-Türwächter — unter dem Drücker montiert, Freigabe und Alarm bei Schwenkung
- GfS Fluchttürhauben — Schutzabdeckung über Drücker oder Panikstange
- GfS Terminals — Fluchtwegverriegelung nach EN 13637, wenn die Tür verriegelt sein muss
- GfS Montageplatten & Distanzstücke — Anpassung an Beschlag und Türblatt
- GfS Funkkomponenten — Weiterleitung der Auslösung ohne Kabel
- Rettungswegtechnik — Panikbeschläge und Notausgangsverschlüsse
- GfS Gesellschaft für Sicherheitstechnik — der Hersteller und sein ganzes Programm
GfS Funk-BUS-Interface zum Anschluß eine GfS Türwächters an ein Master BUS-System
340,34 €*
inkl. MwSt
286,00 €
zzgl. MwSt
Welche Ausführung passt?
Alle Geräte dieser Kategorie haben dieselbe Grundfunktion — sie unterscheiden sich im Ausbau. GfS führt die Ausstattung in Linien, die sich in der Auswahl wiederfinden:
| Linie | Umfang | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| PUR | Basisausstattung: Alarm, Profilhalbzylinder, Schlüssel | die überwachte Notausgangstür im Regelfall |
| PRAXIS | zusätzlich Batterieüberwachung | wo niemand die Batterie im Blick hat |
| PLUS | zusätzlich Batterieüberwachung, Fremdeinspeisungsklemme, Deckelabhebekontakt | Objekte mit Aufschaltung und Sabotageanspruch |
| IP 45 | Spritzwasserschutz | Türen im Außenbereich |
| Funk | kabellose Weiterleitung, 868 MHz, ca. 30 m Reichweite | wenn keine Leitung zur Zentrale liegt |
Innerhalb des EH-Türwächters selbst wird über fünf Achsen konfiguriert: Voralarm (ja/nein), Modifikation (ohne, potentialfreier Kontakt, Daueroffenkontakt), Farbe (RAL 6029, Sonder-RAL, langnachleuchtend), Funkweiterleitung und Ausführung (Basis oder Stangengriff). Zwei Ausbaustufen sind als eigene Artikel geführt: die Basis mit Batterieüberwachung und die Ausführung mit Voralarm und Batterieüberwachung.
Der Voralarm ist dabei mehr als eine Komfortfunktion: Ein roter Aufsatz meldet bereits die leichte Berührung der Klinke mit einem Vorsignal; erst das vollständige Durchdrücken löst den Hauptalarm aus. Wer nur aus Versehen anfasst, wird gewarnt, bevor das ganze Haus es hört.
Die Bauform richtet sich danach, was gesichert wird. Für Standardtüren mit Drücker ist der EH-Türwächter gemacht. Sitzt an der Tür eine Panikstange, gibt es dafür eine eigene Bauform, die auf der Druckstange montiert wird. Soll das Gerät unterhalb des Drückers sitzen und die Tür bei Schwenkung um 45° freigeben, führt der Weg zum Schwenk-Türwächter; für Fenster und Flügel, die als Rettungsöffnung dienen, zum Fensterwächter.
Zum Lieferumfang des EH-Türwächters gehören neben dem Gerät eine 9-V-Batterie, zwei Schlüssel, ein großes Piktogramm und drei Befestigungsschrauben. Das Gehäuse misst 175 × 52/45 × 76 mm; die Ausführung mit Fremdeinspeisung baut mit 181 mm etwas länger. Passt der Beschlag nicht unmittelbar, gleichen Montageplatten und Distanzstücke die Situation aus.
Was rechtlich dahintersteht
Die Sicherung von Fluchttüren berührt gleich mehrere Regelwerke — und der häufigste Fehler ist, die falsche Norm zu bemühen:
| Norm | Regelt | Bedienung |
|---|---|---|
| DIN EN 179 | Notausgangsverschlüsse | Drücker oder Stoßplatte — für ortskundige Nutzer ohne zu erwartende Panik |
| DIN EN 1125 | Paniktürverschlüsse | horizontale Panikstange — für Bereiche mit Publikumsverkehr |
| DIN EN 13637 | elektrisch gesteuerte Fluchtwegverriegelung | elektrische Verriegelung mit definierter Freigabe |
Die Abgrenzung zwischen EN 179 und EN 1125 ist keine Komfortfrage, sondern eine Frage der Nutzergruppe: Versammlungsstätten, Verkaufsstätten und alle Bereiche, in denen sich ortsunkundige Personen aufhalten, brauchen Panikverschlüsse nach EN 1125. Der EH-Türwächter wird in der Datenbasis mit der Angabe DIN EN 179 geführt — allerdings ausdrücklich in der Kombination aus Panikschloss, Schließblech und Drücker. Maßgeblich ist also nie das Einzelteil, sondern die geprüfte Zusammenstellung an der konkreten Tür.
Der zweite Punkt ist der wichtigere: Ein Türwächter verriegelt nicht. Er meldet. Genau darin liegt seine rechtliche Unbedenklichkeit — die Fluchtfunktion bleibt unangetastet, weil die Tür jederzeit ohne Schlüssel mit einem Handgriff zu öffnen ist; nur eben nicht unbemerkt. Eine echte Verriegelung im Rettungsweg ist etwas anderes und nur mit einem System nach EN 13637 (im Bestand nach EltVTR) und mit Zustimmung der Genehmigungsbehörde zulässig; die Geräte dafür stehen unter GfS Terminals. Auch die Verzögerungszeit einer solchen Anlage ist nicht frei wählbar, sondern richtet sich nach Landesbaurecht und Prüfzeugnis.
Die Pflicht des Betreibers selbst steht in § 823 Abs. 1 BGB (Verkehrssicherungspflicht), § 4 ArbStättV, § 9 Abs. 3 MVStättVO und § 15 Abs. 3 MVKVO. Für die Kennzeichnung gelten DIN 4844, ASR A 1.3 und ISO 7010 — deshalb ist Fluchtwegsicherungstechnik in RAL 6029 ausgeführt, und deshalb liegt den Geräten ein Piktogramm bei.
Häufige Fragen zu Türwächtern
Was ist ein Einhand-Türwächter?
Ein Alarmgerät, das auf der Innenseite der Fluchttür über dem Türdrücker montiert wird. Im gesicherten Zustand sichert es den Drücker gegen beiläufiges Öffnen; im Notfall wird der Schwenkhebel mit einer Hand heruntergedrückt, die Tür gibt frei und der Alarm ertönt. „Einhand" beschreibt genau das: ein einziger Handgriff, ohne Vorwissen, ohne Werkzeug und ohne Schlüssel.
Verriegelt ein Türwächter die Fluchttür?
Nein, und das ist der entscheidende Punkt. Er sichert den Drücker gegen beiläufiges Öffnen, hält aber niemanden auf: Der Schwenkhebel lässt sich ohne Schlüssel mit einer Hand herunterdrücken, die Tür gibt frei, und gleichzeitig ertönt der Alarm. Wer eine Fluchttür wirklich verriegeln will, braucht ein Fluchtwegterminal nach EN 13637 und die Zustimmung der Genehmigungsbehörde.
Wie laut ist der Alarm eines Türwächters?
Der Signalgeber des EH-Türwächters ist mit 95 dB in 1 m Abstand angegeben. Das reicht, um im Umfeld der Tür sicher wahrgenommen zu werden — es ist ein Aufmerksamkeitssignal für das Haus, keine Sirene für das gesamte Gebäude.
Was bewirkt der Voralarm?
Er trennt Versehen von Absicht. Ein roter Aufsatz auf der Klinke gibt bei leichter Berührung ein Vorsignal; erst wenn die Klinke vollständig durchgedrückt wird, ertönt der Hauptalarm. In Bereichen mit viel Betrieb spart das eine Menge Fehlalarme, ohne die Meldefunktion einzuschränken.
Wie wird der Alarm nach dem Auslösen zurückgesetzt?
Über den Profilhalbzylinder im Gerät, mit einem der beiden mitgelieferten Schlüssel. Damit ist das Zurücksetzen eine bewusste Handlung befugter Personen — der Alarm lässt sich nicht einfach von jedem abstellen, der ihn ausgelöst hat.
Warum ist Fluchtwegtechnik grün?
Weil Rettungswegkennzeichnung nach DIN 4844, ASR A 1.3 und ISO 7010 grün ist. Fluchtwegsicherungstechnik wird deshalb in RAL 6029 ausgeführt, damit sie im Notfall als das erkannt wird, was sie ist: der Weg nach draußen. Für Sonderfälle gibt es die Geräte auch in anderen RAL-Tönen oder in langnachleuchtender Ausführung.
Fragen zur Kaufentscheidung
Basis, Voralarm oder Batterieüberwachung — was brauche ich?
Die Basis genügt, wo die Tür selten berührt wird und jemand die Anlage regelmäßig prüft. Voralarm lohnt sich dort, wo Menschen aus Gewohnheit an die Klinke fassen — er warnt, bevor der Hauptalarm losgeht. Die Batterieüberwachung ist die Antwort auf das häufigste stille Problem: eine leere 9-V-Batterie, die niemandem auffällt. In größeren Objekten ist sie faktisch Pflicht.
Passt der EH-Türwächter auch auf eine Panikstange?
Nicht in der Standardausführung — die ist für Türen mit Drücker gemacht. Für Panikstangen gibt es eine eigene Bauform, die auf der Druckstange montiert wird. Wer nur die vorhandene Betätigung schützen will, ohne ein Gerät auf die Stange zu setzen, findet unter GfS Fluchttürhauben die passende Schutzabdeckung.
Ist der Profilhalbzylinder im Lieferumfang?
Ja. Der EH-Türwächter kommt mit Profilhalbzylinder 30/10 mm und zwei passenden Schlüsseln, dazu 9-V-Batterie, ein großes Notausgangs-Piktogramm und drei Befestigungsschrauben. Wer eine eigene Schließanlage fahren will, kann den Zylinder tauschen — der Einbauraum ist für 27 bis 30/10 mm ausgelegt. Längere Zylinder passen nicht ohne Anpassung des Geräts.
Wie wird der Türwächter befestigt — und was gilt an einer Brandschutztür?
Im Normalfall mit drei Schrauben auf der Innenseite des Türblatts, ohne Eingriff in die Türkonstruktion; DIN links und DIN rechts spielen dabei keine Rolle. An einer Brandschutztür sieht GfS stattdessen die Montageplatte zum Kleben vor — sie kommt ohne Bohrung im Türblatt aus. Für Glasrahmentüren führt GfS eine eigene Platte; weitere Anpassungen stehen unter Montageplatten & Distanzstücke.
Darf ich eine Fluchttür überhaupt sichern?
Ja — solange die Sicherung die Fluchtfunktion nicht einschränkt. Genau das leistet der Türwächter: Er hält niemanden auf, sondern macht das Öffnen hörbar. Die Verkehrssicherungspflicht des Betreibers verlangt sogar beides zugleich, den freien Fluchtweg und den Schutz vor Missbrauch. Unzulässig wird es erst, wenn die Tür verriegelt wird, ohne dass ein genehmigtes System nach EN 13637 dahintersteht.
Was ist bei Montage im Außenbereich zu beachten?
Die Standardausführung ist für den Innenbereich gedacht. Für bewitterte Türen führt GfS eine Ausführung mit Schutzart IP 45 gegen Spritzwasser; für Strahlwasser aus beliebigen Richtungen gibt es zusätzlich eine Umrüstung. Beides ist bei der Bestellung anzugeben und nicht nachträglich am fertigen Gerät herzustellen.
Lässt sich die Auslösung an eine zentrale Stelle weitermelden?
Ja, auf zwei Wegen. Verdrahtet über die Modifikation „potentialfreier Kontakt", die den Alarm an eine übergeordnete Anlage übergibt — oder kabellos über die Funkkomponenten mit 868 MHz und rund 30 m Reichweite. Beides ist eine Konfigurationsentscheidung beim Kauf, keine spätere Nachrüstung am Gerät.