Netzteile für Feststellanlagen — die Stromversorgung, an der alles hängt
- Das Netzteil macht aus 230 V AC die 24 V DC, mit denen Rauchschalter, Auslösevorrichtung und Feststellvorrichtung arbeiten
- Es ist eine der fünf Baugruppen jeder Feststellanlage — ohne Spannung fällt die Feststellung ab und die Tür schließt
- Hier steht das GEZE Stromversorgungsteil in den Ausführungen 85392 und 115818 für die Rauchschalterzentralen RSZ 6 und RSZ 7
- Montage im Gehäuse der Zentrale beziehungsweise in der Baureihe, zu der es gehört — kein frei verwendbares Universalnetzteil
- Ausschlusskriterium: Diese Netzteile sind baureihengebunden. Hekatron-Anlagen versorgen sich über eigene Zentralen, nicht über ein GEZE-Netzteil
Welche Rolle das Netzteil in der Feststellanlage spielt
Eine Feststellanlage besteht aus mindestens fünf Baugruppen: Energieversorgung, Brandmelder, Feststellvorrichtung, Auslösevorrichtung und — je nach Bauart — Handauslösetaster. Die Energieversorgung ist die unscheinbarste davon und zugleich die, an der die ganze Anlage hängt. Sie wandelt die Netzspannung in die Kleinspannung, mit der Rauchschalter und Feststellvorrichtung arbeiten.
Das ist bewusst so konstruiert: Fällt die Spannung weg, hält nichts die Tür mehr offen, und der Türschließer bringt sie zu. Ein defektes Netzteil legt deshalb keine Tür lahm — es schickt alle angeschlossenen Anlagen in den sicheren Zustand. Der Brandschutz bleibt gewahrt, der normale Betrieb nicht: Die Türen stehen dann dauerhaft zu. Ein zeitnaher Austausch ist daher eine Betriebs-, keine Sicherheitsfrage. Den Netzanschluss selbst darf ausschließlich eine Elektrofachkraft herstellen.
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Die beiden Ausführungen im Vergleich
Das GEZE Stromversorgungsteil gibt es unter zwei Artikelnummern. Elektrisch sind sie gleich — Eingang 230 V AC, Ausgang 24 V DC. Der Unterschied liegt in den Längen der Anschlussleitungen, und damit darin, in welche Gerätegeneration das Teil eingebaut werden kann.
| Nummer | Für Baujahr | Leitung 24 V | Leitung 230 V | Typischer Fall |
|---|---|---|---|---|
| 85392 | bis 2008 | ca. 700 mm | ca. 730 mm | RSZ 6 und ältere R-Baureihen |
| 115818 | ab 2008 | ca. 750 mm | ca. 700 mm | immer bei der RSZ 7 |
Die Längenangaben sind an eigenen Geräten nachgemessen; der Hersteller veröffentlicht dazu keine Werte. Maßgeblich für die Bestellung bleibt das Baujahr der Anlage.
Nicht jede Feststellanlage braucht ein separates Netzteil. Bei den Hekatron-Zentralen sitzt die Energieversorgung in der Zentrale selbst — sie stehen unter Stromversorgung Hekatron. Eigenständige Baureihen mit integriertem Rauchmelder, etwa die 230-V-Ausführungen der Gleitschienen, bringen ihr Netzteil ebenfalls mit.
So finden Sie das richtige Netzteil
| Schritt | Was zu klären ist |
|---|---|
| 1 · Anlage bestimmen | Steht eine Rauchschalterzentrale RSZ an der Wand, oder sitzt die Technik in der Gleitschiene? Das GEZE Stromversorgungsteil wird in RSZ 6 und RSZ 7 verwendet und ebenso in den R-Baureihen — etwa TS 5000 R, TS 5000 R-ISM, TS 5000 RFS oder TS 4000 R. |
| 2 · Baujahr ablesen | Fertigungsdatum und Artikelnummer stehen auf dem Typenschild des Geräts. Bis 2008 gehört die 85392 hinein, ab 2008 die 115818. |
| 3 · Spannung messen | Vor dem Tausch die Ausgangsspannung prüfen lassen. Hekatron empfiehlt für Bestandsanlagen: liegt sie außerhalb von 18–28 V DC, gehört das Netzgerät mit erneuert — bei Geräten über 16 Jahren sinkt die Ausgangsspannung durch austrocknende Kondensatoren ab. |
| 4 · Fachkraft einplanen | Den Netzanschluss darf ausschließlich eine Elektrofachkraft herstellen. Nach dem Eingriff gilt die Instandhaltung nach DIN 14677 weiter. |
Steht ohnehin ein Meldertausch nach acht Jahren an, ist das der günstigste Zeitpunkt, das Netzgerät gleich mit zu prüfen — beides passiert im selben Gehäuse.
Häufige Fragen zu Netzteilen in Feststellanlagen
Wozu braucht eine Feststellanlage ein eigenes Netzteil?
Rauchschalter, Auslösevorrichtung und Feststellvorrichtung arbeiten mit 24 V Gleichspannung, das Gebäude liefert 230 V Wechselspannung. Das Netzteil ist das Bauteil dazwischen. Es ist eine der fünf Baugruppen, aus denen eine Feststellanlage mindestens besteht — neben Brandmelder, Feststellvorrichtung, Auslösevorrichtung und, je nach Bauart, dem Handauslösetaster.
Warum schließen die Türen, wenn das Netzteil ausfällt?
Weil die Feststellung nur hält, solange Spannung anliegt. Genau darauf beruht das Sicherheitsprinzip: Jede Unterbrechung — Rauchalarm, Störung, Handauslösung, Stromausfall oder eben ein defektes Netzgerät — führt zum sicheren Zustand, und der ist die geschlossene Tür. Die Anlage ist dann nicht gefährlich, aber außer Betrieb.
Ist das Netzteil dasselbe wie die Rauchschaltzentrale?
Nein. Die Zentrale wertet den Melder aus und schaltet die Feststellung ab — sie ist die Auslösevorrichtung. Das Netzteil versorgt sie mit Spannung. Bei manchen Bauarten stecken beide im selben Gehäuse und werden als eine Einheit gekauft; bei den Rauchschaltzentralen GEZE RSZ ist das Stromversorgungsteil dagegen eine eigene, einzeln tauschbare Baugruppe.
Was gehört alles zu einer GEZE Rauchschalterzentrale RSZ?
Die RSZ 6 und die RSZ 7 bestehen aus drei Baugruppen: dem Gehäuse, dem Raucherkennungsteil GC 151 und dem Stromversorgungsteil. Diese Aufteilung gilt nur für die Rauchschalterzentralen. In den Gleitschienen-Baureihen kommen weitere Komponenten hinzu, etwa die elektrische Feststellung — dort ist das Netzteil nur eines von mehreren Teilen.
Fragen zur Kaufentscheidung
85392 oder 115818 — welche Ausführung passt zu meiner GEZE Anlage?
Das entscheidet das Baujahr: bis 2008 die 85392, ab 2008 die 115818. Bei der RSZ 7 ist es immer die 115818. Elektrisch sind beide gleich, der Unterschied liegt in den Längen der Anschlussleitungen — deshalb lässt sich die falsche Ausführung im Gehäuse nicht sauber verlegen.
Wann sollte ich das Netzteil beim Meldertausch gleich mit erneuern?
Wenn die Anlage älter als etwa 16 Jahre ist. Hekatron weist für Bestandsanlagen darauf hin, dass nach dem Meldertausch eine Störung auftreten kann, weil das Netzgerät altersbedingt unter 18 V abgesunken ist. Die Empfehlung: vor dem Tausch die Ausgangsspannung messen lassen und außerhalb von 18–28 V DC das Netzgerät mit austauschen.
Darf ich das Netzteil selbst anschließen?
Nein. Der Netzanschluss ist ausschließlich einer Elektrofachkraft vorbehalten. Für die Instandhaltung der Feststellanlage insgesamt gilt zusätzlich die Fachkraft-Anforderung nach DIN 14677-2 — Facharbeiterabschluss in Elektrotechnik oder Mechanik, Abschluss nach DIN 14675 oder drei Jahre Berufserfahrung im Tätigkeitsgebiet.
Warum steht in dieser Kategorie nur ein Netzteil?
Weil separat bestellbare Netzteile die Ausnahme sind. Die meisten Feststellanlagen bringen ihre Energieversorgung mit: entweder in der Zentrale, wie bei den Hekatron-Baureihen unter Stromversorgung Hekatron, oder gleich in der Gleitschiene. Als Einzelteil kommt ein Netzteil vor allem im Reparaturfall in Frage — die übrigen Ersatzteile stehen bei GEZE und dormakaba.