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GfS Funkkomponenten — die Alarmmeldung ohne Leitung zur Zentrale bringen
- Die empfangende Seite der GfS-Funkstrecke: Funkempfänger und Funkrepeater
- Der Empfänger schaltet zwei potentialfreie Relais (2-Kanal) und gibt die Meldung an die vorhandene Technik weiter
- Arbeitet auf 868 MHz mit rund 30 m Reichweite; der Repeater verlängert sie um weitere 30 m und ist dreifach kaskadierbar
- Für die Nachrüstung gedacht, wo eine Leitung zwischen Tür und Zentrale nicht in Frage kommt
- Kein Türwächter und keine Alarmzentrale enthalten — die sendenden Geräte und die auswertende Anlage kommen dazu
Was diese Bauteile im GfS-System tun
Ein Türwächter meldet — er verriegelt nicht. Sobald jemand den gesicherten Notausgang benutzt, schlägt das Gerät an der Tür Alarm. Damit dieser Alarm auch dort ankommt, wo jemand darauf reagieren kann, muss das Signal die Tür verlassen. Der klassische Weg dafür ist eine Leitung zur Einbruchmelde- oder Gebäudeleittechnik — und genau die lässt sich im Bestand oft nicht ziehen: denkmalgeschützte Substanz, fertige Oberflächen, große Entfernungen, Brandabschnitte.
GfS führt „Funk" deshalb als eigene Ausstattungslinie neben PUR, PRAXIS, PLUS und IP 45: dieselbe Grundfunktion des Geräts, nur kabellos übertragen, auf 868 MHz mit etwa 30 m Reichweite. Diese Kategorie enthält die Gegenstelle dazu. Der Funkempfänger nimmt das Signal auf und übersetzt es in zwei potentialfreie Relaiskontakte, an denen die vorhandene Anlage angeschlossen wird; der Funkrepeater überbrückt die Strecke, wenn Entfernung oder Bausubstanz dazwischenstehen.
Verwandte Kategorien
- GfS Fluchttürhauben — hier steht die sendende Seite: der Haubenwächter mit Funkweiterleitung
- GfS EH-Türwächter — die Geräte für Türen mit Drücker
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- GfS Terminals — wenn die Tür tatsächlich verriegelt werden muss
- GfS — der Hersteller und das übrige Programm
Empfänger, Repeater — oder beides?
Die Auswahl beginnt nicht beim Bauteil, sondern bei der Strecke zwischen der gesicherten Tür und der Stelle, an der die Meldung ankommen soll:
| Ausgangslage | Was gebraucht wird | Warum |
|---|---|---|
| Zentrale, Meldeanlage oder Leittechnik liegt in Funkreichweite der Tür | Funkempfänger | Er ist die Gegenstelle des sendenden Geräts und stellt die Meldung als zwei potentialfreie Relaiskontakte bereit |
| Zwischen Tür und Zentrale liegen mehr als rund 30 m oder dämpfende Bauteile | Funkempfänger und Funkrepeater | Der Repeater nimmt das Signal unterwegs auf und gibt es weiter — je Gerät rund 30 m zusätzlich |
| Die Strecke ist auch mit einem Repeater noch zu lang | bis zu drei Repeater hintereinander | Der Funkrepeater ist dreifach kaskadierbar; darüber hinaus verlängert er die Strecke nicht weiter |
| Montageort ist feucht, staubig oder im Freien | Funkempfänger — Schutzart beachten | Der Empfänger ist nach IP 65 staubdicht und gegen Strahlwasser geschützt |
| Es fehlt noch das Gerät an der Tür selbst | zuerst die sendende Seite wählen | Ohne sendendes Gerät gibt es nichts zu empfangen — die Funkausstattung ist eine Ausstattungslinie des Türgeräts, keine Nachrüstung am Empfänger |
Wo Sie die sendende Seite finden: in unserem Sortiment ist das derzeit der Fluchttürhauben-Wächter mit Funkweiterleitung.
Funkempfänger und Funkrepeater im Vergleich
Beide Geräte arbeiten auf derselben Frequenz und werden regelmäßig verwechselt — sie haben aber gegensätzliche Aufgaben. Der eine beendet die Funkstrecke, der andere verlängert sie.
| Funkempfänger | Funkrepeater | |
|---|---|---|
| Aufgabe | Ende der Funkstrecke: Signal aufnehmen und schalten | Mitte der Funkstrecke: Signal aufnehmen und weitergeben |
| Frequenz | 868,30 MHz, EasyWave-Protokoll | 868,3 MHz |
| Ausgang | 2 potentialfreie Relaisausgänge (2-Kanal) | kein Schaltausgang — gibt das Funksignal weiter |
| Anschließbare Last | externe Signalgeber mit 24 V AC 1 A oder 30 V DC 1 A | — |
| Schutzart | IP 65 (staubdicht, strahlwassergeschützt) | vom Hersteller nicht angegeben |
| Abmessungen | 70 × 62 × 35 mm | vom Hersteller nicht angegeben |
| Gewicht | 0,057 kg | 0,045 kg |
| Mehrfach einsetzbar | je Empfangsstelle einer | bis zu drei hintereinander, je rund 30 m |
Wo der Hersteller zu einem Merkmal nichts angibt, steht das hier ausdrücklich so — geraten wird nicht. Die vollständigen Angaben je Gerät stehen auf der jeweiligen Produktseite.
Häufige Fragen zur Funkanbindung
Wie kommt der Alarm ohne Kabel zur Zentrale?
Das Gerät an der Tür sendet die Auslösung als Funktelegramm. Am anderen Ende nimmt der Funkempfänger es auf und schaltet daraufhin zwei potentialfreie Relaiskontakte. An diesen Kontakten hängt die vorhandene Technik — eine Meldeanlage, die Gebäudeleittechnik oder ein Signalgeber. Zwischen Tür und Empfänger liegt damit keine Leitung mehr, hinter dem Empfänger schon.
Welche Reichweite hat die Funkstrecke auf 868 MHz?
GfS gibt für die Ausstattungslinie Funk rund 30 m an. Das ist ein Richtwert für die Planung, kein Garantiewert: Stahlbeton, Metallzargen, Aufzugsschächte und Brandabschnitte dämpfen die Strecke, freie Sicht verlängert sie. Deshalb wird die Empfangsstelle so nah wie möglich an die gesicherte Tür gelegt und die Strecke bei der Inbetriebnahme geprüft.
Wozu dient ein Funkrepeater?
Er steht zwischen Sender und Empfänger, nimmt das Telegramm auf und gibt es weiter. Damit wächst die überbrückbare Strecke um rund 30 m je Gerät. Bis zu drei Repeater lassen sich hintereinander schalten — das ist die Grenze, die der Hersteller nennt.
Ersetzt die Funkanbindung eine Alarmanlage?
Nein. Empfänger und Repeater übertragen nur; sie werten nichts aus, speichern nichts und alarmieren niemanden von sich aus. Der Empfänger stellt lediglich zwei Schaltkontakte bereit. Was daraus wird — Sirene, Meldung auf der Leitstelle, Eintrag in der Leittechnik — entscheidet die Anlage, die dahinter hängt.
Welche Ausstattungslinie brauche ich für den Funkbetrieb?
Die Linie Funk. GfS führt seine Türgeräte in mehreren Ausstattungslinien mit derselben Grundfunktion, aber unterschiedlichem Ausbau: PUR als Basis, PRAXIS mit Batterieüberwachung, PLUS zusätzlich mit Fremdeinspeisungsklemme und Deckelabhebekontakt, IP 45 für den Außenbereich — und Funk für die kabellose Übertragung. Ein Gerät ohne Funkausstattung lässt sich nicht durch Zubehör aus dieser Kategorie funkfähig machen.
Fragen zur Kaufentscheidung
Was lässt sich an die potentialfreien Relais anschließen?
Der Funkempfänger steuert damit externe Signalgeber mit 24 V AC 1 A oder 30 V DC 1 A an. Potentialfrei heißt: Der Kontakt schaltet, führt selbst aber keine Spannung — Ihre Anlage bringt ihre eigene mit und bleibt galvanisch getrennt. Deshalb passt der Ausgang gleichermaßen an eine Meldeanlage, an die Gebäudeleittechnik oder an einen einzelnen Signalgeber, solange die Schaltleistung eingehalten wird.
Genügt ein Funkempfänger für mehrere gesicherte Türen?
Nur begrenzt. Der Empfänger hat zwei Kanäle und damit zwei Relaisausgänge — mehr als zwei Meldungen kann er nicht getrennt weitergeben. Sollen drei Türen an der Leittechnik einzeln erkennbar sein, braucht es entsprechend mehr Empfangsstellen. Wie viele Sender sich auf einen Empfänger einlernen lassen, steht in der Montageanleitung des Geräts; verlassen Sie sich dabei nicht auf eine Faustregel.
Muss der Empfänger geschützt eingebaut werden?
Er bringt den Schutz mit: IP 65 bedeutet staubdicht und gegen Strahlwasser aus allen Richtungen geschützt. Ein zusätzliches Gehäuse ist dafür nicht nötig. Mit 70 × 62 × 35 mm ist er klein genug, um auch in einem belegten Technikschrank noch einen Platz zu finden — dort allerdings möglichst nicht hinter Metall, weil das die Empfangsstrecke verkürzt.
Welche GfS-Geräte lassen sich per Funk anbinden?
Die Geräte, die GfS in der Ausstattungslinie Funk führt. In unserem Sortiment ist das derzeit der Fluchttürhauben-Wächter mit Funkweiterleitung. Ob ein Gerät auf einer anderen Kategorieseite funkfähig ist, steht in seiner Ausführungsbezeichnung — wenn Sie unsicher sind, fragen Sie vor der Bestellung nach, statt Empfänger und Türgerät getrennt zu bestellen und auf Verdacht zu kombinieren.