Lifttürschließer und Aufzugtürschließer
- Beschläge für Aufzug-Schachttüren und für Türen, an denen kein Schließmechanismus sichtbar sein soll
- Zwei Bauarten im Programm: ein Endlagendämpfer für Schachttüren und ein verdeckt im Türblatt liegender Schließer
- Beide arbeiten mit Hydraulik — der Endlagendämpfer stufenlos regulierbar, der verdeckte Schließer mit integrierter Dämpfung
- Hersteller ist DICTATOR, ein Spezialist für Dämpfungs- und Sicherheitstechnik im Aufzugbau
- Ein Endlagendämpfer ist kein Türschließer: Er bremst die Bewegung am Ende ab, bringt die Tür aber nicht von selbst zu
Worum es auf dieser Seite geht
Aufzug-Schachttüren stellen andere Anforderungen als Gebäudetüren. Sie werden sehr häufig bewegt, im Schacht herrschen wechselnde Druckverhältnisse, und ein harter Anschlag belastet Führungen und Antriebsmechanik. Deshalb sitzt an dieser Stelle typischerweise kein klassischer Obentürschließer, sondern ein Dämpfer, der die Bewegung kurz vor der Endlage abfängt.
Die zweite Bauart auf dieser Seite ist der vollständig im Türblatt liegende Schließer. Er kombiniert Schließfeder und hydraulische Dämpfung in einem Bauteil und bleibt nach der Montage unsichtbar. Beide Geräte lösen unterschiedliche Aufgaben — der eine bremst, der andere schließt. Welche der beiden gebraucht wird, entscheidet sich daran, ob die Tür ohnehin bewegt wird oder von selbst zugehen muss.
Verwandte Kategorien
- Endlagendämpfer — Dämpfer für Endlagen außerhalb des Aufzugbaus
- Türdämpfer — wenn eine Drehtür nur zu hart zufällt
- Rohrtürschließer — die zweite verdeckt im Türblatt liegende Bauart
- DICTATOR im Schliessershop — der Hersteller und sein Programm
Was im Aufzugschacht anders ist
Eine Schachttür wird nicht von Hand geschlossen, sondern von der Anlage bewegt — oft mehrere hundert Mal am Tag. Was hier zählt, ist deshalb nicht die Schließkraft, sondern das Abfangen der Bewegung am Ende: Ein harter Anschlag belastet Türblatt, Führungsschienen und Antrieb und erzeugt im Schacht einen deutlich hörbaren Schlag.
Genau dafür ist ein Endlagendämpfer gebaut. Er bremst die Tür kurz vor Erreichen der Schließ- oder Öffnungsposition ab, arbeitet hydraulisch und lässt sich stufenlos regulieren — so lässt sich die Bremscharakteristik an Türgewicht und Geschwindigkeit anpassen. Der DICTATOR ED STD 3 ist unabhängig vom Aufzughersteller montierbar und für Personen- wie Lastenaufzüge vorgesehen; für gewöhnliche Drehtüren ist er nicht konstruiert.
Dämpfen oder schließen?
| Endlagendämpfer | verdeckt liegender Türschließer | |
|---|---|---|
| Aufgabe | bremst die Bewegung kurz vor der Endlage | schließt die Tür selbsttätig und dämpft dabei |
| Bringt die Tür von selbst zu | nein | ja |
| Einbauort | an der Schachttür | komplett im Türblatt versenkt |
| Einstellung | Dämpfung stufenlos regulierbar | Hydraulikdämpfung integriert |
| Beispiel | DICTATOR ED STD 3 | DICTATOR Phantom PH 90 |
Die Faustregel: Wird die Tür ohnehin bewegt und stört nur der Anschlag, genügt der Dämpfer. Muss sie von selbst zugehen, braucht es einen Schließer. Für gewöhnliche Drehtüren im Gebäude sind beide Geräte nicht die naheliegende Wahl — dort führen die Türschließer und die Türdämpfer weiter.
Häufige Fragen zu Lift- und Aufzugtürschließern
Was ist ein Endlagendämpfer?
Ein hydraulisches Bauteil, das eine bewegte Tür kurz vor der Endposition abbremst. Es verhindert den harten Anschlag und schont damit Türblatt, Führungsschienen und Antriebsmechanik. Geschlossen wird die Tür dadurch nicht.
Ist die Dämpfung einstellbar?
Beim ED STD 3 ja, stufenlos. So lässt sich die Bremscharakteristik an Türgewicht und Geschwindigkeit anpassen.
Passt der Schachttürdämpfer an jeden Aufzug?
Er ist für handelsübliche Aufzug-Schachttüren vorgesehen und wird unabhängig vom Aufzughersteller montiert, für Personen- wie Lastenaufzüge. Ob er in die konkrete Einbausituation passt, ist am Objekt zu prüfen.
Kann ich den Schachttürdämpfer an einer normalen Tür verwenden?
Nein, er ist speziell für Aufzug-Schachttüren konstruiert. Für gewöhnliche Drehtüren, die zu hart zufallen, gibt es die Türdämpfer.
Was leistet ein verdeckt im Türblatt liegender Schließer?
Er vereint Schließfeder und hydraulische Dämpfung in einem Bauteil, das komplett im Türblatt versenkt wird. Nach der Montage ist kein Schließmechanismus sichtbar; ein zusätzlicher Türdämpfer ist nicht erforderlich.
Fragen zur Kaufentscheidung
Meine Schachttür schlägt hart an — was brauche ich?
Einen Endlagendämpfer. Er ist genau für diesen Fall gebaut: Er bremst kurz vor der Endlage ab und reduziert den Schlag im Schacht.
Die Tür soll von selbst zugehen — reicht ein Dämpfer?
Nein. Ein Dämpfer bremst nur; die Tür muss aus eigener Kraft in Bewegung sein. Wo die Tür selbsttätig schließen soll, gehört ein Türschließer an die Tür.
Wie viel Platz braucht der verdeckte Schließer?
Er wird vollständig im Türblatt versenkt, die Tür muss also die nötige Bautiefe mitbringen. Das ist vor der Bestellung am Objekt zu prüfen — bei zu dünnem Türblatt scheidet die Bauart aus.
Eignet sich ein verdeckter Schließer für Außentüren oder Brandschutztüren?
Für den Phantom PH 90 ist beides nicht vorgesehen. An Feuer- und Rauchschutztüren kommen ausschließlich dafür geprüfte Türschließer in Frage; ein Einbau im Türblatt greift zudem in die geprüfte Gesamtkonstruktion der Tür ein.
Muss ich den Lifttürschließer passend zur Anschlagrichtung der Schachttür bestellen?
Beim Phantom PH 90 nicht. Er ist das Nachfolgemodell des älteren Phantom und hat ein neu konstruiertes Gehäuse, mit dem sich dasselbe Gerät an rechten wie an linken Türen einsetzen lässt; welche Drehrichtung sich ergibt, bestimmt die Einbaulage der Achse. Der Hersteller nennt das ausdrücklich eine Erleichterung für den Service — bevorratet werden muss nur ein Artikel statt zweier spiegelbildlicher Ausführungen.