GEZE Freilauftürschließer — TS 5000 EFS, TS 5000 RFS und TS 4000 EFS
- Im Normalbetrieb ist die Tür frei beweglich; bei Rauchalarm oder Stromausfall schließt der Schließer sie selbsttätig
- Drei Ausführungen im Programm: TS 5000 EFS und TS 5000 RFS (EN 3–6, bis 1400 mm) sowie TS 4000 EFS (EN 1–6, bis 1400 mm)
- EFS arbeitet mit 24 V DC und braucht eine externe Rauchschalterzentrale, RFS bringt sie integriert mit und läuft mit 230 V AC
- Alle drei erfüllen DIN 18040 über die volle Flügelbreite von 1400 mm — beim TS 5000 arretiert die Komfortrastfunktion die Tür am Ende des Freilaufbereichs
- Der Unterbrechertaster ist in Deutschland bei EFS und RFS Pflicht und darf nicht entfallen
Wofür GEZE in dieser Gattung steht
GEZE führt den Freilauf als Funktionsvariante innerhalb der bestehenden TS-Baureihen, nicht als eigene Serie. Der Schließerkörper ist derselbe wie beim TS 5000 beziehungsweise TS 4000; hinzu kommt die Steuerung, die die Feder im Normalbetrieb auskoppelt. Das hat einen praktischen Vorteil: Montageart, Gleitschienenfamilie und Zubehörlogik bleiben die gewohnten.
Zwei Buchstabenpaare trennen die Ausführungen. EFS steht für die Freilauffunktion ohne integrierten Rauchschalter — sie arbeitet mit 24 V DC und wird an eine externe Rauchschalterzentrale angeschlossen. RFS hat die Rauchschalterzentrale im Gerät und läuft mit 230 V AC; das Netzteil sitzt im Lieferumfang. Weil ein Freilauftürschließer immer Teil einer Feststellanlage ist, stehen dieselben Geräte zusätzlich unter GEZE Feststellanlagen, 1-flügelig — dort im Zusammenhang mit Melder, Zentrale und Taster, hier im Vergleich mit den übrigen Freilauftürschließern.
Verwandte Kategorien
- Freilauftürschließer — alle Hersteller im Vergleich
- Freilauftürschließer von dormakaba — TS 99 FL und FLR, EN 2–5
- GEZE Feststellanlagen, 1-flügelig — dieselben Geräte im Anlagenzusammenhang, dazu die Ausführungen mit Feststellung
- Gleitschienen für GEZE Feststellanlagen — die passenden Schienen mit Feststellung und Rauchschalter
- GEZE Rauchmelder — die Melder, die die Auslösung übernehmen
- GEZE Türschließer — die Baureihen ohne Freilauf
- Handauslösetaster — warum er beim Freilauf nicht entfallen darf
GEZE TS 5000 EFS - Türblattmontage - Freilauftürschließer für Feststellanlagen
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GEZE TS 5000 EFS - Kopfmontage Bandseite - Freilauftürschließer für Feststellanlagen
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EFS oder RFS — und wo ist der Unterschied zu E und R?
| Kürzel | Funktion | Rauchschalter | Spannung |
|---|---|---|---|
| EFS | Freilauf | nein — externe Rauchschalterzentrale nötig | 24 V DC |
| RFS | Freilauf | ja, integriert | 230 V AC |
| E | elektrische Feststellung in der Gleitschiene | nein — externe Zentrale nötig | 24 V DC |
| R | elektrische Feststellung mit Rauchschalterzentrale | ja, integriert | 230 V AC |
Die erste Spalte trennt zwei Dinge auf einmal: F steht für Freilauf, das führende E oder R für „ohne" beziehungsweise „mit" integriertem Rauchschalter. Ein TS 5000 E hält die Tür in einer festen Offenstellung; ein TS 5000 EFS lässt sie frei beweglich. Wer nur die Tür offen halten will, braucht keinen Freilauf — die Ausführungen mit Feststellung stehen ebenfalls unter GEZE Feststellanlagen.
Und so unterscheiden sich die drei Geräte dieser Kategorie im Einzelnen:
| Gerät | Kraftübertragung | EN-Klasse | Freilaufbereich | Spannung | Montage |
|---|---|---|---|---|---|
| TS 5000 EFS | Gleitschiene | EN 3–6 | 85°–160° | 24 V DC | Türblatt oder Kopf, Bandseite |
| TS 5000 RFS | Gleitschiene | EN 3–6 | 85°–160° | 230 V AC | Türblattmontage Bandseite |
| TS 4000 EFS | Gestänge | EN 1–6 | 80°–175° | 24 V DC | Türblattmontage Bandseite |
Alle drei sind für Flügelbreiten bis 1400 mm ausgelegt und erfüllen DIN 18040 über diese ganze Breite — der Freilauf ist damit die Antwort auf barrierefreie Brandschutztüren. Der maximale Öffnungswinkel liegt jeweils bei 180°. Die Schließkraft ist bei allen dreien stufenlos einstellbar und von vorn ablesbar.
Was der Betrieb verlangt
Ein Freilauftürschließer ist die Feststellvorrichtung innerhalb einer Feststellanlage. Dazu gehören immer eine Energieversorgung, ein Brandmelder, eine Auslösevorrichtung und ein Handauslösetaster. Beim RFS sind Rauchschalterzentrale und Netzteil integriert; beim EFS kommen sie extern dazu.
Der Unterbrechertaster ist bei EFS und RFS Pflicht. GEZE führt ihn für diese Ausführungen ausdrücklich als in Deutschland verpflichtend. Der Grund ist konstruktiv: Bei einer elektromagnetischen Feststellung kann man die Tür notfalls mit Kraft zuziehen und damit auslösen — beim Freilauf gibt es diese Haltekraft nicht. Der Taster muss rot sein, „Tür schließen" tragen, gut sichtbar und frei zugänglich hängen und darf von der geöffneten Tür nicht verdeckt werden; empfohlene Höhe nach DIN VDE 0833-2 sind 1,4 m.
Nach der Errichtung ist eine Abnahmeprüfung fällig. Danach prüft der Betreiber die Funktion monatlich, dazu kommt die jährliche Prüfung und Wartung durch eine dafür ausgebildete Fachkraft nach DIN 14677-1. Der Bereich, den die Tür zum Schließen braucht, ist ständig freizuhalten.
Häufige Fragen zu GEZE Freilauftürschließern
Welche GEZE-Freilauftürschließer haben die Komfortrastfunktion?
GEZE führt sie für den TS 5000 EFS und den TS 5000 RFS. Sie arretiert die Tür am Ende des Freilaufbereichs, also in der weit geöffneten Stellung: Der Flügel bleibt dort stehen, statt bei Zugluft zurückzuschwingen — und löst im Alarmfall trotzdem aus.
In welchem Öffnungswinkel wirkt der Freilauf?
Nicht über den ganzen Schwenkbereich. Beim TS 5000 EFS und RFS liegt der Freilaufbereich zwischen 85° und 160°, beim TS 4000 EFS zwischen 80° und 175°. Unterhalb dieses Fensters arbeitet der Schließer normal — die Tür fällt also aus einer leicht geöffneten Stellung ganz regulär zu. Der maximale Öffnungswinkel beträgt bei allen dreien 180°.
Muss die Tür zum Aktivieren des Freilaufs einmal geöffnet werden?
Beim TS 4000 EFS ja: Die Freilauffunktion stellt sich ein, nachdem die Tür einmal auf etwa 90° geöffnet wurde. Das ist kein Mangel, sondern gewollt — der Schließer erkennt daran die Nulllage und koppelt erst dann aus.
Welche Flügelbreiten deckt der Freilauf ab?
TS 5000 EFS und TS 5000 RFS sind für EN 3–6 und Flügelbreiten bis 1400 mm ausgelegt und erfüllen DIN 18040 über diese ganze Breite. Der TS 4000 EFS deckt EN 1–6 bis 1400 mm ab, ebenfalls barrierefrei über die volle Breite.
Koppelt der Freilauf bei Stromausfall aus oder ein?
Er koppelt ein: Der Schließer greift wieder und schließt die Tür — dieselbe Reaktion wie im Alarmfall. Die sichere Stellung einer Brandschutztür ist die geschlossene.
Kann ich einen TS 5000 nachträglich zum EFS machen?
Nein. Der Freilauf steckt im Schließerkörper und in der Steuerung, nicht in einem austauschbaren Anbauteil. Dazu kommen Melder, Energieversorgung und Handauslösetaster — praktisch der Aufbau einer kompletten Anlage.
Brauche ich eine bestimmte Gleitschiene?
Ja, die Freilaufausführungen arbeiten mit eigenen Schienen. Sie stehen unter Gleitschienen für GEZE Feststellanlagen; die Gleitsteine dieser Schienen unterscheiden sich von denen der Standardschiene. Beim TS 4000 EFS entfällt die Frage — er arbeitet mit einem eigenen Freilauf-Gestänge statt mit einer Schiene.
Fragen zur Kaufentscheidung
EFS oder RFS — was nehme ich?
Wenn ohnehin eine Rauchschalterzentrale im Objekt steht oder mehrere Türen zusammen versorgt werden, ist der TS 5000 EFS mit 24 V DC die passende Wahl. Für eine einzelne Tür ohne vorhandene Zentrale ist der TS 5000 RFS mit integrierter Zentrale und 230-V-Anschluss der kürzere Weg.
TS 5000 EFS oder TS 4000 EFS?
Wie bei den Standardausführungen: Der TS 5000 arbeitet mit Gleitschiene, der TS 4000 mit Gestänge. Die Gleitschiene ist flacher und leiser, das Gestänge hat mehr Kraftreserve bei Windlast und schweren Flügeln. Der TS 4000 EFS beginnt zudem eine Klasse tiefer (EN 1–6 statt EN 3–6) und hat mit 80° bis 175° den größeren Freilaufbereich; die Komfortrast bietet dafür nur der TS 5000.
Welche GEZE-Freilauftürschließer gibt es für Kopfmontage?
Nur den TS 5000 EFS — von ihm stehen beide Montagearten als eigene Artikel im Programm: Türblattmontage und Kopfmontage auf der Bandseite. TS 5000 RFS und TS 4000 EFS sind für die Türblattmontage auf der Bandseite vorgesehen. Welche der beiden in Frage kommt, entscheidet die Einbausituation, nicht die Funktion; welche Seite die Bandseite ist, klärt Bandseite und Bandgegenseite.
Was gehört neben dem GEZE-Freilauftürschließer noch zur Feststellanlage?
Mindestens ein Handauslösetaster, die passende Gleitschiene und — bei der EFS-Ausführung — eine Rauchschalterzentrale mit Melder. Ob ein zusätzlicher Deckenmelder nötig ist, hängt von Deckenhöhe und lichter Türbreite ab; die Regel dazu steht in der Bauartgenehmigung der jeweiligen Anlage.
Ist der Freilauf die richtige Antwort auf „die Tür geht zu schwer"?
Wenn es sich um eine Brandschutztür handelt, oft ja — denn dort ist der Spielraum über die Einstellung erschöpft: Nach unten muss mindestens EN 3 eingestellt bleiben. An einer gewöhnlichen Tür ist der Freilauf dagegen unnötig aufwändig; dort genügt eine Gleitschiene mit Öffnungsunterstützung.