Welcher Sockel für den Rauchmelder ORS 142?

Der Rauchmelder ist meist schnell gewählt — die Frage, an der es hakt, ist der Sockel. Hekatron beantwortet sie in der Produktinformation der Serie 143 selbst, und die Antwort hat nichts mit dem Meldermodell zu tun: „Die Sockel der Serie 143 sind in verschiedenen Ausführungen lieferbar, die Auswahl ist abhängig von den Umgebungsbedingungen wie trockene oder feuchte Umgebung, und vom Montageort zum Beispiel Sturz, Decke oder Konsole."
Kurz & knapp
- 143 A — Aufputz an massiver Decke und auf Konsolen, trockene Räume. Der Standardfall
- 143 AF — dasselbe für feuchte Räume, mit Dichtringen und Distanzhülse
- 143 UH — Hohldecken, mit Blendring Ø 114 mm, Deckenausschnitt Ø 96 mm
- 143 W — Wand- und Sturzmontage in trockenen Räumen
- K 143-S und K 143-K sind Konsolen, keine Sockel — auf sie kommt der Sockel
- Jeder Sockel trägt einen Magneten, der die Leitungsüberwachung im ORS 142 aktiviert
Zwei Fragen entscheiden — nicht das Meldermodell
Alle Sockel der Serie 143 passen mechanisch auf dieselben Melder: die optischen Rauchschalter ORS 142, den Thermodifferentialschalter TDS 247 und die Melder der Typenreihe 140. Die Bajonettfassung ist bei allen gleich. Was den Sockel unterscheidet, ist, wo und worin er sitzt:
- Wie ist die Umgebung? Trocken oder feucht — das trennt 143 A von 143 AF
- Wo wird montiert? Massive Decke, Hohldecke, Wand/Sturz oder Konsole — das trennt 143 A, 143 UH und 143 W
Die vier Sockel im Vergleich
| Sockel | Montageort | Umgebung | Besonderheit |
| 143 A | Aufputz (massive Decke) und Konsolenmontage | trocken | Universalsockel — der häufigste Fall |
| 143 AF | Aufputz und Konsolenmontage | feucht | mit Dichtringen und Distanzhülse |
| 143 UH | Hohldecke, flächenbündig | trocken | Blendring Ø 114 mm, Deckenausschnitt Ø 96 mm, Befestigungskralle |
| 143 W | Wand / Sturz | trocken | für die Sturzmontage des ORS 142 und TDS 247 |
Die DIBt-Zuordnung nach Montageort
Das Hekatron-Planungshandbuch ordnet jedem Montageort eine feste Kombination zu — verdrahtet und als Funklösung:
| Montageort | Verdrahtet | Mit Funk |
| Türsturz, Industriebereich | ORS 142 mit Sockel 143 W | ORS 155 F mit Konsole K 155-W * |
| Türsturz, Verwaltungsbereich | ORS 142 W | |
| Decke, massiv | ORS 142 mit Sockel 143 A | ORS 155 F * |
| Decke, Hohldecke | ORS 142 mit Sockel 143 UH | ORS 155 F mit Sockel 155 UH * |
| über der Oberkante der Wandöffnung | ORS 142 mit Sockel 143 A und Konsole K 143-K | ORS 155 F mit K 143-K |
* Der Funkrauchschalter ORS 155 F setzt zwingend ein Funkmodul FM 155 F voraus, das mit der Feststellanlagenzentrale verdrahtet wird.
Konsolen K 143-S und K 143-K — der Sockel kommt obendrauf
Die beiden Konsolen sind Stahlteile, die den Melder tragen; der Sockel wird auf sie montiert. Auf die Konsolen K 143-S und K 143-K wird der Sockel 143 A montiert — für feuchte Umgebungen führt Hekatron dort auch den 143 AF.
- K 143-S — Sturzkonsole aus Stahl, 323 × 103,5 mm, für die sichere Montage im Sturzbereich
- K 143-K — Kragarmkonsole. Sie ist dafür gemacht, den Rauchschalter „gemäß der DIBt Zulassung mit einem Abstand von 0,5 m zur Wand zu montieren" — genau das Maß, das gilt, wenn die Decke mehr als 5 m über der Öffnung liegt
Der Magnet im Sockel
Ein Detail, das leicht übersehen wird und im Fehlerfall Sucherei kostet: Jeder Sockel der Serie 143 nimmt einen Magneten auf. Durch dessen Einbau wird das im Rauchschalter ORS 142 integrierte Abschlussmodul für die Leitungsüberwachung aktiviert. Der Sockel ist damit nicht nur Halterung, sondern Teil der Überwachungsfunktion.
Wie der Melder im Sockel sitzt
Alle Sockel der Serie 143 arbeiten mit einer Bajonettfassung: Der Melder wird aufgesteckt und durch Drehen verriegelt. Für die elektrische Verbindung sitzen im Sockel Kontaktfedern, die die Anschlussstifte des Melders von beiden Seiten umfassen. Meldet ein Gerät eine Störung, ohne dass am Kabel etwas zu finden ist, lohnt der Blick zuerst hierhin.
Eine Besonderheit, die bei der Verdrahtung Zeit spart: Die Klemme 6 des Sockels hat keine Verbindung zum Melder — sie ist als Stützpunktklemme im Sockel vorgesehen, also zum Durchschleifen gedacht, nicht zum Anschließen des Geräts.
Warum der Sockel länger hält als der Melder
Rauchschalter in Feststellanlagen werden nach 8 Jahren Nutzungsdauer getauscht (DIN 14677) — der Sockel bleibt dabei an Ort und Stelle. Genau dafür gibt es die Austausch-Melder mit AT-Kennzeichnung: Verkabelung und Sockel bleiben unberührt, gewechselt wird nur der Melderkopf.
Das macht die Sockelwahl zu einer Entscheidung, die länger trägt als das Gerät darauf. Wer beim Erstaufbau den zum Montageort und zur Umgebung passenden Sockel setzt, spart bei jedem weiteren Tauschzyklus die Demontage — und vermeidet, dass bei der nächsten Wartung Bohrlöcher neu gesetzt werden müssen.
Der 1-cm-Abstand, der oft vergessen wird
Beim ORS 142 W und bei der RSZ Kompakt ist ein Mindestabstand von 1 cm zu darüberliegenden Bauteilen einzuhalten. Sitzt der Melder direkt unter einem vorspringenden Sturz oder einer Deckenblende, fehlt ihm die Anströmung — er ist montiert, aber wirkungslos.
Im Ex-Bereich
Für explosionsgefährdete Bereiche gibt es einen eigenen Weg: Die Anschlussbox des ORS 142 Ex lässt sich in den vorgebohrten Befestigungslöchern der Konsolen K 143-S und K 143-K befestigen.
Wie viele Melder überhaupt?
Der Sockel beantwortet die Frage nach dem Wie der Montage. Wie viele Melder ein Abschluss überhaupt braucht und wo genau sie sitzen dürfen, entscheidet die DIBt-Projektierung über den Abstand zwischen Öffnung und Decke.
Die passenden Melder, Sockel und Konsolen finden Sie unter Feststellanlagen.
Wie viele Melder ein Abschluss überhaupt braucht und wo genau sie sitzen dürfen, steht in Wie viele Rauchmelder braucht eine Feststellanlage.
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