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Hekatron THM 440 — Türhaftmagnet für Wandmontage
Kurz & Knapp
- Türhaftmagnet für die Wandmontage in Feststellanlagen an Brand- und Rauchschutztüren
- Haftkraft 490 N, Magnetdurchmesser 50 mm
- Kompakte Grundplatte 70 × 70 mm mit verdeckten Anschlussklemmen
- Integrierte Funkenlöschdiode und Verpolschutz
- Standardanker ASS 55, alternativ AFS 55 oder ATS 55
- Schutzart IP40, 63 mA Stromaufnahme, Farbe schwarz
Produktbeschreibung
Der Hekatron THM 440 ist ein Türhaftmagnet für die Wandmontage in Feststellanlagen. Er hält bewegliche Raumabschlüsse wie Feuerschutzabschlüsse und Rauchschutztüren im geöffneten Zustand und gibt sie frei, sobald der Haltestrom abgeschaltet wird — im Brandfall, bei Störung oder Stromausfall. Der Türschließer schließt den Abschluss dann selbsttätig und verhindert die Ausbreitung von Feuer und Rauch.
Der Magnetkörper sitzt auf einer quadratischen Grundplatte von 70 × 70 mm; die Bautiefe beträgt 65 mm. Damit beansprucht der THM 440 wenig Wandfläche. Die Anschlussklemmen liegen verdeckt im Gehäuse.
Eine integrierte Funkenlöschdiode (Freilaufdiode) schützt die Schaltelemente der Zentrale vor vorzeitigem Abbrand und Überspannungsspitzen. Der Verpolschutz sichert gegen fehlerhafte Polarität beim Anschluss ab.
Wo wird der THM 440 eingesetzt?
Der THM 440 wird an Drehflügeltüren und Schiebetüren eingesetzt sowie an Schiebe-, Roll-, Fall- und Sektionaltoren. Typische Einsatzorte sind Flure, Treppenhäuser und Brandabschnittstüren in Verwaltungsgebäuden, Schulen, Kliniken und Industriebauten — überall dort, wo Türen im Alltag offenstehen sollen, im Brandfall aber zuverlässig schließen müssen.
Der Haftmagnet ist Teil einer Feststellanlage und darf nicht einzeln betrieben werden. Er benötigt immer eine Brandmelde- bzw. Feststellanlagenzentrale mit Rauchmelder, die im Alarmfall den Haltestrom unterbricht.
Technische Daten
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Montage | Wandmontage |
| Haftkraft | 490 N |
| Betriebsspannung | 24 V DC |
| Stromaufnahme | 63 mA |
| Leistungsaufnahme | 1,5 W |
| Einschaltdauer | 100 % |
| Schutzart | IP40 |
| Betriebsumgebungstemperatur | -5 bis +55 °C |
| Magnetdurchmesser (Polfläche) | 50 mm |
| Grundplatte | 70 × 70 mm |
| Bautiefe | 65 mm |
| Lochbild / Befestigungsloch | 55 × 55 mm / Ø 4,5 mm |
| Gewicht | 0,42 kg |
| Farbe | Schwarz |
| Ankerplatte | Ø 55 mm (ASS 55 / AFS 55 / ATS 55) |
| Funkenlöschdiode | Integriert |
| Verpolschutz | Ja |
| Artikelnummer Hersteller | 6500109 |
Vorteile im Überblick
- Geringer Platzbedarf — quadratische Grundplatte 70 × 70 mm statt großflächiger Montageplatte
- Anlagenschutz inklusive — Funkenlöschdiode schützt die Schaltkontakte der Zentrale vor Abbrand
- Installationssicher — Verpolschutz verhindert Schäden bei vertauschter Polarität
- Dauerbetrieb — 100 % Einschaltdauer bei nur 1,5 W Leistungsaufnahme
- Aufgeräumte Optik — verdeckte Anschlussklemmen im Gehäuse
- Flexible Ankerwahl — ASS 55 als Standard, AFS 55 für Winkelausgleich, ATS 55 als Teleskopanker
Zuordnung: Magnet → Ankerplatte
| Haftmagnet | Montage | Haftkraft | Standardanker | Alternativanker |
|---|---|---|---|---|
| THM 413 | Boden | 490 N | ATS 55 | ASS 55 / AFS 55 |
| THM 425 | Wand | 686 N | ASS 65 | AFS 65 / ATS 75 |
| THM 433 | Wand | 490 N | ASS 55 | AFS 55 / ATS 55 |
| THM 439 | Wand/Boden/Decke | 490 N | ASS 55 | AFS 55 / ATS 55 |
| THM 440 | Wand | 490 N | ASS 55 | AFS 55 / ATS 55 |
ASS 55 = flacher Standardanker. AFS 55 = flexibler Anker mit ±60° Schwenkwinkel für schräge Anschlagsituationen. ATS 55 = Teleskopanker mit 20 mm Federweg. Alle drei haben Ø 55 mm.
Wichtig: Nur die zugehörigen Ankerplatten verwenden — Anker mit abweichendem Durchmesser erreichen die angegebene Haftkraft nicht.
Zulassung und Normen
| Nachweis | Kennung |
|---|---|
| Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (abZ), DIBt | Z-6.510-2328 |
| Leistungserklärung (DoP) | CPR-31-13-500 |
| Normen | DIN EN 1155, DIN EN 14637 |
Feststellanlagen sind zulassungspflichtige Bauprodukte. Einbau, Abnahme und die jährlich wiederkehrende Prüfung müssen nach den Vorgaben der abZ durch eine Fachkraft für Feststellanlagen erfolgen.
Passende Hekatron Produkte
- Ankerplatte ASS 55 — Standardanker Ø 55 mm
- Ankerplatte AFS 55 — flexibel, ±60° Schwenkwinkel
- FSZ Basis — Feststellanlagenzentrale
- FSZ Pro — Zentrale für größere Anlagen
- RSZ kompakt — Rauchschaltzentrale
- ORS 142 — Rauchschalter
- THM 433 — Wandhaftmagnet, größere Grundplatte
- THM 425 — Wandhaftmagnet mit 686 N
Häufige Fragen
THM 440 oder THM 433 — was ist der Unterschied?
Elektrisch sind beide identisch: 490 N Haftkraft, 24 V DC, 63 mA, IP40, Ankerplatte Ø 55 mm. Der Unterschied liegt in der Bauform. Der THM 440 hat eine kompakte Grundplatte von 70 × 70 mm bei 65 mm Bautiefe und wiegt 0,42 kg. Der THM 433 hat mit 85 × 105 mm eine größere Grundfläche, baut dafür mit 42,5 mm flacher und wiegt 0,5 kg. Wo wenig Wandfläche zur Verfügung steht, passt der THM 440 besser; wo es auf geringe Ausladung ankommt, der THM 433.
Welche Ankerplatte brauche ich?
Standard ist die ASS 55. Wenn Tür und Wand nicht exakt parallel stehen, gleicht die flexible AFS 55 bis ±60° aus. Die Teleskopankerplatte ATS 55 mit 20 mm Federweg dämpft den Anschlag. Alle drei haben Ø 55 mm.
Reichen 490 N Haftkraft?
Für übliche Brand- und Rauchschutztüren ja. Bei schweren Türblättern, großen Toren oder starkem Winddruck ist ein Magnet mit höherer Haftkraft sinnvoll — etwa der THM 425 mit 686 N. Maßgeblich ist immer die Vorgabe aus der Zulassung des Türsystems.
Welche Zentrale wird benötigt?
Der THM 440 wird mit 24 V DC an den Haftmagnet-Ausgang einer Feststellanlagenzentrale angeschlossen, zum Beispiel FSZ Basis, FSZ Pro oder RSZ kompakt. Ein einzelner Haftmagnet ohne Zentrale und Rauchmelder ist keine zulässige Feststellanlage.
Hekatron THM 440: Was passiert bei Stromausfall?
Der Magnet wird stromlos, die Ankerplatte löst sich und die Tür schließt über den Türschließer. Dieses Ruhestromprinzip stellt sicher, dass der Brandabschnitt auch bei Netzausfall geschlossen wird.
Muss die Anlage gewartet werden?
Ja. Feststellanlagen sind nach ihrer allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung mindestens einmal jährlich durch eine Fachkraft für Feststellanlagen zu prüfen. Zusätzlich ist die Anlage arbeitstäglich auf offensichtliche Mängel zu kontrollieren.