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Hekatron Haftmagnete — Brandschutztüren sicher offen halten
- Türhaftmagnete (THM) halten Feuer- und Rauchschutztüren offen und geben sie stromlos wieder frei
- Bauformen für Wand, Boden und Decke — kompakt, quadratisch oder als kürzbare Säule
- Haftkraft 490 N bei den Modellen 413, 433, 439 und 440 — durchgehend 24 V DC bei 63 mA
- Ein Haftmagnet braucht immer eine passende Ankerplatte am Türblatt — sie wird getrennt bestellt
- Allein ist er keine Feststellanlage: ohne Zentrale, Rauchmelder und Handauslösung fehlt die Zulassung
Wofür Hekatron bei Haftmagneten steht
Ein Türhaftmagnet ist eine elektromagnetische Feststellvorrichtung: Solange Strom fließt, hält er die Tür an einer Ankerplatte fest; fällt die Spannung weg, gibt er sofort frei und der Türschließer bringt die Tür zu. Genau das verlangt der Brandschutz — die Tür darf im Alltag offen stehen, muss im Alarmfall aber ohne Zutun schließen. Deshalb sind Haftmagnete nur zulässig, wenn sie mit einem Rauchmeldesystem gekoppelt sind.
Hekatron baut diese Magnete in einer Breite, die den Montageort zur eigentlichen Auswahlfrage macht: den Bodenhaftmagneten THM 413, die flachen Wandmagnete THM 433 und THM 440 und den dreh- und schwenkbaren THM 439 in Säulenform für Wand, Boden und Decke. Gemeinsam ist diesen Modellen die Auslegung auf 24 V DC bei 100 % Einschaltdauer, eine integrierte Funkenlöschdiode gegen Überspannungsspitzen, ein Verpolschutz und — sicherheitsentscheidend — keine Remanenz: Der Magnet behält beim Abschalten keinen Restmagnetismus zurück, der die Tür festhalten könnte. Geprüft ist die Feststellfunktion nach DIN EN 1155.
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Welcher Haftmagnet — und welche Ankerplatte dazu
Die Auswahl läuft in zwei Schritten. Zuerst entscheidet der Montageort über die Bauform des Magneten, dann bestimmt der Magnet die Größe der Ankerplatte. Beides gehört zusammen: Ohne die passende Platte am Türblatt findet der Magnet keine Gegenfläche.
| Modell | Montage | Bauform | Haftkraft | Ankerplatte |
|---|---|---|---|---|
| THM 413 | Boden | kompakter Bodenhaftmagnet, 120 × 86 × 77,5 mm | 490 N | Größe 55 |
| THM 425 | Wand | rund, auf Trägerplatte | siehe Produktseite | Größe 65 |
| THM 433 | Wand | flach, 85 × 105 × 42,5 mm | 490 N | Größe 55 |
| THM 439 | Wand, Boden, Decke | Säule mit dreh- und schwenkbarem Kopf, in 185, 335 und 485 mm, kürzbar | 490 N | Größe 55 |
| THM 440 | Wand | quadratische Grundplatte 70 × 70 mm, Lochbild 55 × 55 | 490 N | Größe 55 |
Alle vier Modelle mit 490 N ziehen 63 mA bei 24 V DC und 1,5 W, arbeiten von −5 bis +55 °C und sind nach IP40 geschützt. Der THM 439 ist der flexibelste: Sein Kopf lässt sich drehen und schwenken, sodass die Polfläche wahlweise parallel oder senkrecht zur Befestigungsfläche steht, und das Halterohr kann gekürzt werden — die 335-mm-Variante etwa bis auf 275 mm.
Bei den Ankerplatten gibt es je Größe drei Bauarten. Alle drei haben einen Schockabsorber, der den Aufprall der Tür dämpft:
| Bauart | Kennung | Besonderheit | Wann sinnvoll |
|---|---|---|---|
| Standardanker | ASS | flach, Schwenkbereich gering | Regelfall — Magnet und Türblatt stehen sauber parallel |
| Flexibler Anker (Winkelankerplatte) | AFS | Schwenkwinkel ±60° | Türblatt trifft schräg auf, Wand oder Boden sind nicht rechtwinklig |
| Teleskopanker | ATS | 20 mm Federweg | Abstand schwankt oder muss ausgeglichen werden |
Die Zuordnung ist starr: Zu THM 413, THM 433 und THM 439 gehören die Platten der Größe 55, zum THM 425 die Größe 65. Größe 75 ist für Magnete mit Ø 70 mm Polfläche vorgesehen. Lässt sich der Magnet am vorgesehenen Ort nicht direkt befestigen — etwa bei unebenem Boden —, gibt es dafür die Konsole K THM-01 in vandalismusgeschützter Ausführung.
Abgrenzung: Haftmagnet, Ankerplatte, Türfeststeller
Drei Dinge werden in dieser Kategorie regelmäßig verwechselt — sie sehen sich nicht ähnlich, aber ihre Namen tun es.
| Türhaftmagnet (THM) | Ankerplatte (ASS / AFS / ATS) | Mechanischer Türfeststeller | |
|---|---|---|---|
| Was es ist | Elektromagnet mit Spule, an Wand, Boden oder Decke | passives Gegenstück aus Stahl, am Türblatt | Feststeller ohne Strom, von Hand betätigt |
| Braucht Strom | ja, 24 V DC dauerhaft | nein | nein |
| Eigene Haftkraft | ja | nein — sie liefert nur die Gegenfläche | entfällt |
| An Brandschutztüren | ja, als Teil einer Feststellanlage | ja, als Zubehör dazu | nein — verboten |
Die Ankerplatten ASS, AFS und ATS tragen keine eigene Haltekraft. Die Zahl in ihrem Namen — 55, 65, 75 — ist der Durchmesser in Millimetern, keine Kraftangabe. Wer sie als Magnet bestellt, bekommt ein Stück Stahl.
Der Unterschied zum mechanischen Feststeller ist der wichtigere: Ein Türfeststeller hält die Tür ebenfalls offen, aber er gibt sie im Brandfall nicht selbsttätig frei. An Feuer- und Rauchschutztüren ist er deshalb unzulässig. Warum das so ist, steht unter Mechanische Feststellung.
Und schließlich die Abgrenzung nach oben: Türschließer mit elektromagnetischer Feststellung in der Gleitschiene brauchen gar keinen separaten Haftmagneten — dort steckt die Feststellung im Schließer. Einen separaten THM setzt man ein, wenn die Tür in einer Stellung gehalten werden soll, die die Gleitschiene nicht abdeckt, oder wenn Tore und Sonderabschlüsse festzustellen sind.
Häufige Fragen zu Türhaftmagneten
Wozu dient ein Türhaftmagnet an einer Brandschutztür?
Er hält den Abschluss im Alltag offen — praktisch für Durchgangsverkehr und barrierefreie Nutzung — und gibt ihn frei, sobald das Rauchmeldesystem abschaltet. Zulässig ist das nur in dieser Kopplung: Ein Haftmagnet ohne Meldesystem ist keine Feststellvorrichtung, sondern nur eine Türhalterung.
Warum lösen Haftmagnete bei Stromausfall aus?
Weil sie im Ruhestromprinzip arbeiten: Die Haltekraft entsteht nur, solange Spannung anliegt. Fällt sie weg — durch Rauchalarm, Handauslösung oder Netzausfall —, gibt der Magnet frei. Das ist Absicht, kein Fehler: Der sichere Zustand einer Brandschutztür ist die geschlossene Tür.
Was bedeutet Remanenz bei einem Haftmagneten?
Remanenz ist der Restmagnetismus, der nach dem Abschalten im Eisenkern zurückbleiben kann. Bliebe er bestehen, könnte die Tür am Magneten kleben, obwohl der Strom weg ist. Die Hekatron-Türhaftmagnete sind ausdrücklich ohne Remanenz ausgeführt und lösen bei Stromabschaltung sicher.
Was ist eine Ankerplatte und warum wird sie getrennt bestellt?
Die Ankerplatte ist die Stahlfläche am Türblatt, an der der Magnet hält. Sie wird getrennt geführt, weil dieselbe Magnetgröße je nach Einbausituation eine andere Bauart braucht — flach, schwenkbar oder federnd. Ohne Platte gibt es keine definierte Gegenfläche und damit keine zugelassene Feststellung.
Wann brauche ich eine Teleskop- oder Winkelankerplatte?
Die Winkelankerplatte (AFS) mit ±60° Schwenkwinkel, wenn Tür und Befestigungsfläche nicht rechtwinklig zueinander stehen oder das Türblatt schräg aufläuft. Den Teleskopanker (ATS) mit 20 mm Federweg, wenn der Abstand zwischen Magnet und Türblatt nicht exakt festliegt. Im Regelfall genügt der flache Standardanker (ASS).
Wofür ist die integrierte Freilaufdiode gut?
Beim Abschalten einer Spule entsteht eine Spannungsspitze, die die Ansteuerung beschädigen kann. Die eingebaute Funkenlöschdiode leitet sie ab. Zusätzlich schützt eine Verpolschutzdiode davor, dass der Magnet bei vertauschten Anschlüssen Schaden nimmt. Beides ist bei den THM-Modellen bereits eingebaut.
Fragen zur Kaufentscheidung
Welchen Haftmagneten nehme ich bei Boden-, Wand- oder Deckenmontage?
Für den Boden den THM 413. Für die Wand den flachen THM 433 oder den quadratischen THM 440 mit 70 × 70 mm Grundplatte — beide bauen nur wenig auf. Muss der Magnet an die Decke oder soll die Polfläche schräg zur Befestigungsfläche stehen, ist der THM 439 die Lösung: Sein Kopf ist dreh- und schwenkbar, das Halterohr in drei Längen erhältlich und kürzbar.
Welche Haftkraft muss der Türhaftmagnet haben?
Die vier gängigen Hekatron-Modelle liegen einheitlich bei 490 N. Maßgeblich ist nicht der höchste Wert, sondern der Verwendbarkeitsnachweis des Abschlusses: Türgewicht, Öffnungswinkel und der Abstand des Magneten zum Band bestimmen, was gebraucht wird. Für schwere Tore und Sonderabschlüsse gibt es Magnete mit größerer Polfläche und entsprechend höherer Kraft.
Welche Ankerplatte passt zu welchem THM?
Größe 55 zu THM 413, THM 433 und THM 439. Größe 65 zum THM 425. Größe 75 zu Magneten mit Ø 70 mm Polfläche. Innerhalb der Größe wählen Sie die Bauart: ASS flach, AFS schwenkbar, ATS federnd.
Reicht ein Haftmagnet allein als Feststellanlage?
Nein. Eine Feststellanlage besteht aus Energieversorgung, Brandmelder, Feststellvorrichtung, Auslösevorrichtung und Handauslösung. Der Haftmagnet ist nur die Feststellvorrichtung. Ohne Zentrale und Rauchmelder gibt es keine Anlage und keine Abnahme.
Ist ein Handauslösetaster beim Haftmagneten Pflicht?
Beim Türhaftmagneten ja. Er hält mit voller Haltekraft, und die Tür gibt erst frei, wenn der Stromkreis unterbrochen wird — von Hand zuziehen funktioniert nicht. Anders als bei Türschließern mit elektromagnetischer Feststellung in der Gleitschiene, wo die Handauslösung unter Umständen entfallen darf. Details unter Handauslösetaster.
Was ist bei der Montage am Türblatt zu beachten?
Türblätter von Feuerschutzabschlüssen dürfen für die Ankerplatte nicht durchbohrt werden, und die Befestigungsmittel dürfen die Schutzfunktion nicht beeinträchtigen. Wie die Platte zu befestigen ist, steht im Verwendbarkeitsnachweis der jeweiligen Tür — nicht im Datenblatt des Magneten. Den Netzanschluss der Zentrale macht eine Elektrofachkraft.